Rasenmäher pflegen und warten

Leistungsstarke Rasenmäher mit Benzinmotor haben mit dichtem, hohem Gras und großen Rasenflächen keine Probleme. Um die Lebensdauer der Motoren zu verlängern und so auch die Emissionen und den Benzinverbrauch zu senken, sollten Sie den Verbrennungsmotor allerdings einmal im Jahr warten – am besten bevor Sie den Rasenmäher einwintern. Wenn Sie darüber hinaus den Rasenmäher regelmäßig pflegen, startet er problemlos und erspart Ihnen viel Ärger und Schweiß. Denn: Nur ein gut gewarteter Rasenmäher (und Vertikutierer) kommt mit anspruchsvollen Gärten zurecht.

Beachten Sie: Ziehen Sie vor jeder Inspektion und Wartungsarbeit den Zündkerzenstecker von der Zündkerze, um einen unbeabsichtigten Start des Motors – und damit schwerwiegende Verletzungen durch das Rasenmäher-Messer – zu verhindern! Tragen Sie bei den Reinigungsarbeiten außerdem Schutzhandschuhe!

1. Regelmäßige Pflege

  • Reinigen Sie das Mähgehäuse und entfernen alle Grasreste nach jedem Einsatz gründlich mit einer Bürste. Den Fangkorb spritzen Sie außerdem mit dem Gartenschlauch aus.
  • Begutachten Sie das Gerät auf Beschädigungen oder Roststellen. Bessern Sie diese bei Bedarf aus.
  • Lagern Sie den Mäher im Winter trocken und vor Staub geschützt – am besten mit einem Stück Stoff oder einem alten Laken abdecken.
  • Fetten Sie Gelenke und Lager regelmäßig ein (z. B. Sprühöl). Damit verhindern Sie das Eindringen von Wasser und die daraus folgende Korrosionsbildung.

 

2. Motoröl wechseln

Wechseln Sie einmal im Jahr das Motoröl: Saugen Sie das Altöl mit einer Pumpe ab oder öffnen Sie die Ablassschraube und fangen das Öl in einem Behälter auf. Füllen Sie anschließend neues Öl ein. Hierfür können Sie entweder spezielle Öle für Kleinmotoren verwenden oder aber herkömmliches KfZ-Motoröl (Herstellerangaben beachten).

Beachten Sie: Entsorgen Sie das Altöl fachgerecht über den Recyclinghof.
 

3. Luftfilter wechseln

Auch den Luftfilter (vorwiegend kommen Papier-Lamellenfilter in Rasenmähern zum Einsatz) sollten Sie etwa alle 25 Betriebsstunden überprüfen: Fremdkörper und lose Verschmutzungen klopfen Sie einfach aus. Ist der Filter allerdings dunkel verfärbt, tauschen Sie ihn besser gegen einen neuen aus.

4. Zündkerzen wechseln

Ein weiteres Verschleißteil ist die Zündkerze. Schauen Sie sich diese deshalb bei jeder Inspektion genau an: Die Zündkerze sollte trocken und braun oder grau gefärbt sein. Bei fortgeschrittenem Verschleiß sind die Außenkanten der Mittenelektrode abgerundet und der Funke springt nur noch widerwillig über. Tauschen Sie dann die Zündkerze aus – etwa alle drei bis vier Jahre (je nach Größe der zu mähenden Rasenfläche).

Beachten Sie: Ist die Zündkerze schwarz verkohlt, ist eventuell das Kraftstoffgemisch zu fett oder der Luftfilter zugesetzt. Ölige Zündkerzen deuten auf einen zu hohen Ölstand hin.
 

5. Mähmesser warten

Auch die Messer können geübte Heimwerker selbst nachschärfen: Bauen Sie hierfür vorsichtig das Rasenmäher-Messer ab, indem Sie den Mäher nach hinten oder auf die Seite legen (je nach Bauart) und die Schraube in der Mitte lösen.

Schleifen Sie nun das Messer, zum Beispiel mit einer Doppelbock-Schleifmaschine. Achten Sie dabei darauf, dass das Messer nicht zu heiß wird. Kühlen Sie es gegebenenfalls zwischendurch im Wasserbad. Überprüfen Sie anschließend, dass durch den Materialabtrag keine Unwucht entstanden ist: Tarieren Sie hierfür das Messer mit einem langen Nagel in der zentralen Befestigungsbohrung aus. Neigt sich eine der beiden Klingenseiten nach unten, müssen Sie auf dieser Seite noch etwas Metall abnehmen, bis die Balance stimmt. Ziehen Sie zum Schluss die Schneiden mit einem Abziehstein ab. Sonst wird das Messer beim nächsten Mähen gleich wieder stumpf.
 

So pflegen und warten Sie Ihren Rasenmäher

6. So halten Akkus lange durch

Moderne kabellose Elektro-Gartenmaschinen verfügen meist über Lithium-Ionen-Akkus. Anders als frühere Akku-Systeme können Lithium-Ionen-Energiespeicher sehr lange gelagert werden, ohne dass sie übermäßig schnell ihre Ladung verlieren. Wollen Sie einen Lithium-Ionen-Akku lagern, fühlt er sich bei einem Ladestand von etwa 90 Prozent und einer Temperatur zwischen 5 und 15 ° Celsius am wohlsten. Ebenfalls wichtig: Belassen Sie volle Akkus nicht im Ladegerät, das reduziert die Lebenszeit der Stromspeicher.

7. Tipps zur richtigen Pflege Ihres Mähroboters

  • Vor allen Reinigungs- und Pflegearbeiten immer den Sicherheitsschalter betätigen.
  • Zur Reinigung ein feuchtes Tuch verwenden (nicht direkt mit fließendem Wasser absprühen).
  • Ladekontakte säubern.
  • Regelmäßig Grasreste entfernen.
  • Schneidemesser alle ein bis drei Monate nachschärfen oder gegen neue Messer austauschen.
  • Metallteile des Mähroboters auf Korrosion untersuchen. Vorhandene Roststellen bei Bedarf mit Schleifmitteln entfernen.
  • Sensoren regelmäßig überprüfen und reinigen. So wird die bestmögliche Orientierung des Mähroboters sichergestellt.
  • Mähroboter sollten stets trocken und warm gelagert werden.

Kraftstoff für den Rasenmäher

Handelsübliches Benzin enthält über hundert verschiedene Bestandteile, von denen einige schädlich für die Umwelt sind. Spezielle Kraftstoffe für Gerätemotoren enthalten dagegen nur ein Mindestmaß an Benzol, Aromaten, Schwefel und Olefinen. Dies führt einerseits zu einer deutlich geringeren Schadstoff- und Abgasbelastung und verhindert anderseits die Bildung von Ablagerungen in den Arbeitsgeräten - besonders nach längeren Stillstandzeiten.

Was brauche ich für die Wartung und Reinigung eines Rasenmähers

  • Mit einer Rasenmäherbürste entfernen Sie schnell und sicher Grasreste an der Unterseite des Mähwerks
  • Stumpfe Rasenmähermesser können mit einer Flachfeile oder einem Winkelschleifer wieder geschärft werden
  • Für das Schmieren der Seilzüge empfiehlt sich besonders dünnflüssiges Öl (z. B. Nähmaschinenöl)
  • Zündkerzen lassen sich mit einer Drahtbürste sehr gut reinigen
  • Backofen- oder Silikonspray befreien die Kettensäge von hartnäckigen Harz- und Ölresten
  • Wasser und Spülmittel eignen sich ideal zum Auswaschen des Motorsägen-Luftfilters
  • Gartenmaschinen können mit einer Abdeckhaube geschützt werden

Probleme mit dem Rasenmäher?

  • Sprit überprüfen: Benzinmangel ist einer der häufigsten Gründe, warum der Rasenmäher den Dienst verweigert. Achten Sie außerdem darauf, den für Ihren Benziner richtigen Kraftstoff zu verwenden, ansonsten drohen Motorschäden. Ältere Modelle können auch empfindlich auf E10-Benzin reagieren. Auch sollte der Mäher nicht zu lange mit gefülltem Tank ungenutzt bleiben, denn die Spritzusammensetzung kann sich dadurch negativ verändern.
  • Messer säubern: Manchmal blockieren anhaftende Grasreste die Messer und verhindern so, dass der Motor startet.
  • Zündkerzen austauschen: Defekte Zündkerzen können mit dem entsprechenden Schlüssel (Zündkerzenschlüssel) ausgetauscht werden.
  • Zündkerzenstecker aufstecken: Lose Zündkerzenkabel sind häufig der Grund dafür, dass der Motor unruhig bzw. nicht mit voller Leistung läuft. Hier reicht es aus, den Zündkerzenstecker fest auf die entsprechende Zündkerze aufzustecken.
  • Filtersieb reinigen: Das Sieb des Luftfilters wird oft durch Verunreinigungen verstopft und lässt sich gut mit Druckluft säubern. Achtung: Dabei eine Schutzbrille tragen. Schaumstoff-Filter können mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt werden. Ist der Filter zu stark verschmutzt, besser austauschen.
  • Öl wechseln: Ist das Öl sehr dunkel statt bernstein- oder goldfarben? Um eine optimale Motorleistung zu gewährleisten, empfiehlt sich nach spätestens 25 Betriebsstunden ein Ölwechsel.
  • Vergaser pflegen: Läuft ein älteres Rasenmähermodell nicht mehr mit voller Leistung, kann eine Reinigung des Vergasers samt Gestänge Abhilfe schaffen. Dank spezieller Reiniger in Sprühdosen muss er dafür auch nicht mehr ausgebaut werden. Bei neueren Benzinmähern ist dieser Bereich oft durch eine Abdeckung geschützt und verplompt. Dadurch bleibt auch die Leerlaufdrehzahl etc. konstant. Hier sollte nur der Fachmann ran.
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