Die Sonne ist eine der stärksten, natürlichen Energiequellen. Fangen Sie mit Hilfe einer Photovoltaik-Anlage die Solarenergie ein und machen Sie sie nutzbar. In Deutschland trägt Photovoltaik (PV) inzwischen zu neun Prozent der gesamten Stromerzeugung bei. Besonders in der jetzigen Zeit der Energieknappheit bietet die Solarenergie eine beliebte Alternative, um sich zumindest teilweise unabhängig von Energieversorgern zu machen und seinen eigenen Strom zu produzieren. Da jedoch nicht jeder die Möglichkeit hat, Solarmodule oder ganze Photovoltaikanlagen auf dem Dach zu montieren, bieten Balkonkraftwerke eine gute Alternativlösung.
Balkonkraftwerke sind steckfertige Solarmodule, welche am Balkon, auf der Terrasse oder am Vordach montiert und an die Steckdose angeschlossen werden können und so vergleichsweise günstig eigenen Strom produzieren. Mit dem selbst produzierten Strom lässt sich ungefähr der jährliche Stromverbrauch von zum Beispiel einem Kühlschrank oder einem Internet-Router ökologisch und kostengünstig decken.
Wenn Sie die Stromerzeugung und Funktion Ihrer Balkon-Solaranlage per App im Blick haben möchten, lassen Sie sich eine smarte Steckdose einbauen.
Wie werden Solaranlagen idealerweise ausgerichtet?
Je mehr Sonne die Solaranlage bekommt und je höher die Nennleistung ist, desto höher ist der Ertrag an Strom. Optimalerweise wird die PV-Anlage, egal ob auf dem Balkon oder auf dem Dach, nach Süden ausgerichtet und die Module um 30 Grad geneigt. Senkrecht angebracht wird 30 bis 50 Prozent weniger Strom erzeugt. Ungeeignete Montageorte sind hinter der Balkonbrüstung, in der Balkonnische, an der Wand unter dem Balkon des darüberliegenden Stockwerks oder an Plätzen im Schatten oder Halbschatten.
Muss der Netzbetreiber informiert werden?
In Österreich müssen alle Stromerzeugungsanlagen, die ins allgemeine Netz einspeisen, beim Netzbetreiber gemeldet werden. Dank der Netzanschlussnorm können Solaranlagen bis 800 Watt einfach selbst beim Netzbetreiber gemeldet werden.
Wird ein neuer Stromzähler benötigt?
Stecker-Solar-Geräte erzeugen Strom und wenn dieser nicht verbraucht wird, kann überschüssiger Strom ins Netz fließen. Herkömmliche Drehstromzähler ohne Rücklaufsperre würden dann rückwärtslaufen. Um das zu verhindern, wird nach der Meldung beim Netzbetreiber ein Zähler ohne Rücklaufsperre von diesem durch einen neuen elektronischen Zähler - auch moderne Messeinrichtung (mMe) ersetzt. Dieser erfasst beide Richtungen und kann auch eine Rücklaufsperre haben.
Der Netzbetreiber darf für den Zählerwechsel keine Kosten erheben. Allerdings können sich die Messkosten durch die moderne Messeinrichtung auf die gesetzlich festgelegte Kostengrenze von maximal 20 Euro im Jahr erhöhen.
Welche Genehmigungen müssen eingeholt werden?
Mieter oder Wohnungseigentümer sollten die Zustimmung des Vermieters oder der Eigentümergesellschaft einholen, wenn sie eine Photovoltaikanlage auf dem Balkon oder der Terrasse installieren möchten. Zudem sind auch die Bauvorschriften zu beachten. Bitte informieren Sie sich hierzu für Ihr jeweiliges Bundesland, welche Vorschriften vorliegen und ob eine Anmeldepflicht besteht.





