Oft nehmen wir sie kaum wahr – oder eben doch und wir empfinden sie als lästig. Dabei werden Nützlinge ihrem Namen in so vieler Hinsicht gerecht! Wir zeigen Ihnen die vielen Qualitäten der kleinen freiwilligen Gartenhelfer und verraten, wie man den Garten so gestaltet, dass sich Insekten, Vögel und Co. wohlfühlen.
Artenvielfalt im Überblick
Nützlinge sind nicht nur Schädlingsvertilger. Sie können auch als Bestäuber oder Bodenbearbeiter tätig sein. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sind beispielsweise maßgeblich für eine ertragreiche Obst- und Gemüsezucht. Regenwürmer lockern das Erdreich und sorgen so für eine gute Belüftung und Drainage. Durch die Verdauung von organischen Bodenanteilen leisten sie zudem einen wichtigen Beitrag zur Humusbildung und steigern somit den Nährstoffgehalt im Boden.
Gegen Schädlinge wie Blattläuse, Thripse oder Spinnmilben helfen jedoch am besten ein paar zuverlässige Fressfeinde. Welche Sie davon in Ihrem Garten ansiedeln möchten, sollten Sie von der jeweiligen Schädlingsart abhängig machen. Das bedeutet: Bestimmen Sie zuerst den Schädling und lassen Sie dann den passenden Gegenspieler darauf los.
Hier zwei Beispiele: Thripse sind etwa 1–2 mm lang, haben einen stäbchenförmigen Körper und gefranste Flügel. Sie schaben das Blattgrün von Blättern ab und saugen Pflanzenzellen aus. Dadurch gelangt Luft in die Zellen, die Pflanze trocknet aus und verkrüppelt. Am besten helfen die Raubmilbenarten Amblyseius cucumeris und Amblyseius barkeri gegen Thripse. Die Nützlinge können in Tütchen an die Pflanze gehängt oder auf sie gestreut werden.
Die Schlupfwespe bekämpft den Schädling Weiße Fliege dagegen durch sogenannte Parasitierung. Das bedeutet, dass sie ihre Eier unterhalb der Larven der Weißen Fliege ablegt, sodass sich die neu geschlüpften Schlupfwespen direkt darin einnisten können.













