Regenwasser nutzen
Für die Pflanzen im Garten hat Regenwasser die beste Qualität für die Bewässerung, da es viel weicher und kalkamer als das Wasser aus der Leitung ist. Wer genügend Platz im Garten hat, kann beispielsweise eine Zisterne anlegen und das Regenwasser nicht nur im Garten, sondern auch im Haushalt einsetzen und langfristig Kosten sparen. Wollen Sie kleiner anfangen, so eignet sich eine Regentonne oder ein Regenspeicher im Garten sehr gut. Bei ersterem sollten Sie jedoch darauf achten ein feinmaschiges Gitter auf die Öffnung zu legen, da sonst Tiere hineinfallen könnten oder Insekten ihre Eier ablegen. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel „Regenwassernutzung“.
Hügel im Garten anlegen
Wer Platz hat, kann auch Hügel im Garten anlegen. In Form von Kraterbeeten können Pflanzen mit verschiedenen Standortbedingungen angesetzt werden, ähnlich wie bei der Kräuterspirale. Ein Kraterbeet wird dabei ebenfalls in Zonen geteilt.
Tiefe Zone: Sie bildet die Mitte des Kraters, wobei der Boden feucht ist und weniger Wind herankommt. Hier kann beispielsweise ein kleiner Teich angelegt werden, damit das Wasser gespeichert werden kann.
Durch Steine wird vor allem im Winter untertags Wärme gespeichert und in der Nacht an die Umgebung abgegeben, was wiederum die Pflanzung von nicht winterharten Pflanzen begünstigt. Pflanzen, die wärmeliebend sind und hohe Luftfeuchtigkeit vertragen fühlen sich hier besonders wohl. Auch Gemüsepflanzen wie Tomaten oder Paprika gedeihen hier gut.
Randzone: Je höher die Pflanzen in dieser Zone gepflanzt werden, desto trockener wird der Standort. Auch Schatten und Sonne spielen hier eine Rolle, je nachdem wo angepflanzt wird.
Achten Sie beim Anlegen des Kraterbeetes, dass der Hang nicht zu steil wird, da sonst bei starkem Regen die Erde in die Mitte sickert. Mehr Stabilität sorgen vor allem anfangs Steine, indem Sie den Hang terrassieren. Auf der schattigen Seite gedeihen Pflanzen, die konstante Sonneneinstrahlung nicht vertragen und es ein wenig windstiller wollen, wie verschiedene Salate.
Wallzone: Der Wall liegt oberhalb des Hanges und endet ca. 20 cm über dem Boden. Er wird aus dem Aushub des Kraters geformt. In nördlicher Richtung kann er höher sein als in südlicher Richtung, so kann die Sonnenenergie optimal genutzt werden. Der Aushub kann mit Humus gemischt werden, damit der Boden gut vorbereitet ist für die Bepflanzung.
Als Highlight können Sie an der nördlichen Seite noch eine Trockenmauer bauen oder einen großen Baumstamm ablegen. Dort können auch Gehölze gepflanzt werden, wie eine Wildobsthecke, welche Insekten und Vögeln Schutz und Nahrung bietet. Die Gehölze sollten aber nicht direkt auf dem Wall stehen, sondern dahinter.