Geben Sie Ihrer Erde frische Energie für das bevorstehende Gartenjahr in Form von biologischen Düngern. Neben dem Klassiker Kompost aus eigener Produktion oder Stallmist vom Bauern nebenan gibt es auch eine Vielzahl an rein biologischen Düngemitteln. Durch die tierischen oder pflanzlichen Komponenten wird das Bodenleben nicht gestört und hochwertige Nährstoffe werden der Erde hinzugefügt. Der große Vorteil ist die Tatsache, dass organische Dünger den fortwährenden Kreislauf der Natur schließen und negative Folgen für den Boden und den Pflanzenanbau verhindern. Erfahren Sie die vielen Vorteile sowie einige Nachteile von Bio-Düngern, alles zur Verwendung, verschiedene Arten von Bio-Dünger und vieles mehr.
Vorteile & Nachteile von Bio-Dünger
Vorteile
1. Die Humusbildung wird gefördert
2. Die Bodenstruktur wird durch die natürlichen Komponenten nicht angegriffen, sondern langfristig verbessert
3. Auch Pflanzen und deren Wurzeln werden langfristig gesehen kräftiger und wachsen besser
4. Durch organischen Dünger wird der natürliche Kreislauf geschlossen und somit nicht gestört
5. Bodenlebewesen und Mikroorganismen werden nicht gestört und können weiterhin unseren Boden verbessern
6. Bio-Dünger sind nicht bedenklich bei Kindern und Tieren
7. Manche organische Dünger werden langsamer abgebaut und halten somit länger in der Erde, es muss also nicht so oft nachgedüngt werden
8. Gefahr zur Überdüngung und der Auswaschung ist eher gering
9. Der pH-Wert des Bodens wird nicht stark beeinflusst
Nachteile
1. Die Nährstoffkonzentration ist aufgrund der natürlichen Komponenten geringer
2. Keine kurzfristige Lösung, nicht für akute Fälle
3. Die Freisetzung der Nährstoffe ist nicht kontrollierbar und erfolgt langsam
4. Oftmals mit höherem Preis verbunden
Wann, wie viel und wie oft düngen?
Die Menge und Häufigkeit des biologischen Düngens hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Pflanzentyp, der Bodenqualität und dem Klima. Im Allgemeinen düngt man im Frühjahr, wenn die Pflanzen aktiv wachsen, und im Herbst, um die Wurzelentwicklung zu fördern.
Eine Faustregel besagt, dass man organischen Dünger einmal im Monat während der Wachstumsperiode anwenden sollte. Die genaue Menge variiert jedoch je nach Art des Düngers. Bevor Sie düngen, sollten Sie die speziellen Anforderungen der verschiedenen Pflanzen kennen. So können Sie sicherstellen, dass sie optimal mit Nährstoffen versorgt werden.
Bio-Dünger aus Hausmitteln und Co. selber herstellen
Auch in der Küche und im Haushalt finden sich einige Mittel, die Sie als Bio-Dünger einsetzen können.
1. Kaffeesatz: Enthält Nährstoffe wie Kalium, Stickstoff oder Phosphor und ermöglicht den Pflanzen ein gesundes Wachstum. Regenwürmer werden davon angezogen und lästige Schädlinge hält er fern.
2. Eierschalen: Sie enthalten viel Kalzium und können zerkleinert oder in Essig aufgelöst und anschließend verdünnt zur Düngung ausgebracht werden. Grobe Eierschalen halten auch Schnecken fern, da diese oftmals nicht über die spitzen Ränder kommen.
3. Kartoffelwasser: Ungesalzenes, abgekühltes Kartoffelwasser kann ebenfalls als Dünger verwendet werden. Dieses enthält viele wertvolle Nährstoffe wie Kalium.
4. Bananenschalen: Zerkleinert und getrocknet in die Erde eingearbeitet oder für mehrere Stunden bis ein paar Tage in Wasser eingelegt und anschließend mit Wasser verdünnt liefern die Bananenschalen viel Kalium für Blühpflanzen.
5. Abgestandenes Mineralwasser: Mit vielen Mineralien angereichert eignet sich auch abgestandenes Mineralwasser hervorragend zur Düngung. Schütteln Sie jedoch die Flasche vor der Ausbringung, damit die Kohlensäure verschwindet.
6. Holzasche: Asche aus reinem Holz enthält viel Mineralstoff Kali, welcher vor allem Tomaten, Sellerie oder Kartoffeln im Wachstum unterstützt.
7. Brennnesseljauche: In einem abgedecktem, nicht luftdicht verschlossenem Gefäß mit Wasser und Brennnessel wird die Jauche angesetzt. Alle ein bis zwei Tage wird umgerührt und der Sud fängt zu gären an. Nach ca. zwei Wochen sollten keine Blasen mehr zu sehen sein und der Dünger ist fertig. In einem Verhältnis von 1:20 wird die Jauche mit Gießwasser verdünnt. Der Sud dient jedoch nicht nur als Dünger, sondern ist auch gut gegen Ungeziefer und Schädlinge.






