Verschiedene Zubereitungen für die perfekte Marmelade
Neben traditionellem Einkochen von Marmelade gibt es auch noch andere Möglichkeiten wie Marmelade ohne Zucker oder die Herstellung ohne Kochen. In beiden Fällen verkürzt sich die Haltbarkeit sehr und kann oft nur wenige Wochen im Kühlschrank gelagert werden.
Marmelade einkochen: Für das Einkochen von Marmelade wird Zucker benötigt, der einerseits die Süße bestimmt und andererseits für die Haltbarkeit verantwortlich ist. Zudem wird ein Gelierpulver benötigt, wobei die fertig gemischte Variante, also Gelierzucker, praktischer ist. In Verhältnissen 1:1, 2:1 oder 3:1 wird der Frucht- und Zuckeranteil angegeben, je höher die erste Zahl, desto mehr Früchte kommen hinein. Durch das Pektin im Gelierzucker wird die Marmelade im abgekühlten Zustand dann streichfest.
Für das Einkochen werden Einmachgläser mit kochendem Wasser ca. 10 min lang gekocht, damit sie steril sind. Sollten Sie viel Marmelade planen, so kann es auch hilfreich sein den Geschirrspüler heiß durchlaufen zu lassen und so die Gläser zu sterilisieren. Aber auch im Backofen lassen sich die Gläser bei 120 °C für 10 min sterilisieren, wobei hier die Deckel nicht mitdürfen. Andere Utensilien wie Löffel, Sieb, Kelle und Co. müssen ebenfalls steril sein.
Für das Grundrezept werden dann eigentlich nur die gewaschenen Früchte und der Gelierzucker benötigt. Um die Marmelade ein wenig zu verfeinern, können Sie auch Zimt oder Nelken dazugeben. Bei den Früchten werden die Stiele entfernt und entweder in kleine Stücke geschnitten oder püriert. Danach kommen sie mit dem Zucker in den Kochtopf und werden unter Rühren für ca. 4 min gekocht. Damit die Marmelade dann auch wirklich fest ist, können Sie die Gelierprobe machen. Hierzu ein paar Tropfen auf einen Teller geben, in den Kühlschrank stellen und nach kurzer Zeit nachsehen, ob die Probe fest ist. Wenn das nicht der Fall ist, so lassen Sie die Marmelade noch ein paar Minuten kochen.
Wenn alles fertig ist, füllen Sie die Masse gleich in die sterilisierten Gläser und verschließen den Deckel fest. Sobald Sie abgekühlt sind, können Sie sie in ihr Lager stellen oder gleich genießen. Bei richtiger Lagerung hält die Marmelade sehr lange und kann auch nach zwei Jahren noch genossen werden.
Marmelade ohne Zucker: Für Marmeladen ohne Zucker können Sie auch Alternativen wie Datteln, Agavendicksaft oder auch komplett auf Süßungsmittel verzichten, was bei besonders reifen Früchten funktioniert. Jedoch brauchen Sie dabei noch beispielweise Agar-Agar, damit die Marmelade dann auch eindickt. Lagern Sie die Marmelade im Kühlschrank und brauchen Sie sie schnell auf.
Marmelade ohne Kochen: Marmelade ohne Kochen funktioniert auch ganz gut mit Chia-Samen oder Leinsamen. Dazu werden die Früchte püriert, je nach Präferenz mit Zucker oder anderen Süßungsmitteln gesüßt und anschließend die Samen verrührt. Danach kommt der Aufstrich für ein paar Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank. In dieser Zeit quellen die Samen auf und die Masse wird dicker und somit streichfähig fürs Brot. Auch hier gilt wieder die Lagerung im Kühlschrank und ein schnelles Aufbrauchen der Marmelade.
Tolle Kombinationen im Marmeladenglas
Neben vielen Grundrezepten wie Erdbeermarmelade gibt es auch Kombinationen mit mehreren Früchten wie Waldbeermarmelade. Wer experimentierfreudig ist und vielleicht auch schon das klassische Rezept Leid ist, kann auch verschiedene, außergewöhnliche Rezepte probieren.
Erdbeermarmelade: Erdbeer-Gin, Erdbeer-Hollerblüten, Erdbeer-Schokolade, Erdbeer-Rosenblätter, Erdbeer-Thymian oder –Basilikum
Himbeermarmelade: Himbeer-Kokosmilch, Himbeer-Orange, Himbeere mit weißer Schokolade, Himbeer-Ribisel
Weitere Beerenmarmelade: Heidelbeer-Amaretti, Johannisbeere mit Ingwer-Zitrone, Brombeer-Prosecco