Fermentieren ist eine besonders schonende Methode, Obst und Gemüse länger haltbar zu machen. Auch für die Verdauung sind fermentierte Speisen besonders gut. Durch die Milchsäurebakterien werden die Vitalstoffe geschont und der Vitamin-C-Gehalt nimmt zu. Bei der Fermentation entsteht auch wertvolles Vitamin B12.
Für den Vorgang verwenden Sie Gläser mit einem Schraubverschluss oder einem Gäraufsatz und theoretisch nur Salz und Gemüse oder Obst nach Wahl. Dabei wird das kleingeschnittene Gut mit Salz vermengt und anschließend gepresst, damit ausreichend Saft austritt (vor allem bei klein geschnittenem Gemüse tritt mehr Saft aus). Wenn Sie das Gemüse dann in ein Glas schlichten, so soll die Flüssigkeit die feste Menge überdecken. Ist das nicht der Fall oder Sie wollen das Gemüse nicht pressen, so können Sie das Glas noch mit aufgekochter Salzlösung auffüllen. Achten Sie jedoch darauf, dass wieder Abstand zum Rand vom Glas eingehalten wird, da bei der Fermentation ein Gärprozess eintritt und der Inhalt ansonsten übergehen könnte.
Das Glas wird dann verschlossen, jedoch nicht zu fest, damit die Gase noch entweichen können. Nun wandeln die Milchsäurebakterien den Zucker in Milchsäure um, was wiederum Bakterien fernhält, die in diesem Milieu nicht überleben können. Dabei wird bei Temperaturen um die 20°C in den ersten Tagen fermentiert, es entstehen kleine Bläschen und die Lake wird leicht trüb. Nach ca. zwei bis vier Wochen ist das fermentierte Gut fertig.
Um zu prüfen, ob der gewünschte Geschmack schon erreicht wurde, können Sie ab und zu das Gemüse kosten. Je länger fermentiert wird, desto länger ist das Gemüse auch haltbar, wobei es nach der Fermentation im Kühlschrank aufbewahrt wird. Sollte es schlecht riechen oder Schimmel zu sehen sein, so ist etwas schiefgelaufen und die Fermentation sollte entsorgt werden.
Gemüse & Obst fermentieren
Klassiker bei der Fermentation sind vor allem Sauerkraut oder Kimchi, wobei Sie so ziemliche jede Gemüsesorte fermentieren können und auch untereinander mischen wie Kohlrabi mit Rosenkohl, Rote Beete und Rotkohl. Das Ergebnis ist eine wunderbar schmeckende Mischung, die Sie als Topping auf einem Salat, zu einer Hauptspeise oder einfach so essen können. Bei der Fermentation können Sie auch verschiedene Kräuter mit reingeben.
Aber auch Obst kann fermentiert werden. Äpfel, Birnen, Beeren, Ananas, Mango und Co. werden zu einem süß-säuerlichen Topping für Müslis, Desserts aber auch für Reisgerichte oder andere Speisen. Da die Früchte nach der Fermentation saurer schmecken, sollten Sie reifes Obst verwenden.