Der Oktober läutet oftmals das Ende der Gartensaison ein. Die Wachstumsphase der Pflanzen ist abgeschlossen, die Blätter verfärben sich, Blumen verwelken und Beete werden geleert. Der Oktober bzw. generell der Herbst bedeutet oftmals viel Arbeit im Garten, da nun alles für den Winter und für nächstes Jahr vorbereitet wird. Damit Sie den Überblick behalten, haben wir Ihnen hier alle wichtigen Arbeiten zusammengefasst.
Gemüsegarten im Oktober
Spätestens im Oktober werden die Pflanzen aus den Gemüsebeeten entfernt und stehen somit leer. Daher eignet sich der Oktober hervorragend um neue Gemüsesorten anzupflanzen oder um Gründüngung in leere Beete zu säen. Letzteres verbessert die Bodenstruktur maßgeblich und sorgt für eine tolle Basis für die nächste Gartensaison.
Sollten Sie noch Gemüse anpflanzen, so können Sie die Pflanzen durch eine ordentliche Mulchschicht aus Laub oder Rindenmulch bzw. einem Gartenvlies gut warmhalten.
Mit unserem Pflanzkalender behalten Sie den Überblick über alle wichtigen Infos von der Aussaat bis zur Ernte rund um Kräuter, Gemüse und Obst.
Aussaat
Neben verschiedenen winterharten und robusten Salaten wie beispielsweise Asia-Salaten können Sie verschiedene Wintergemüse ansetzen wie der Wintererbse oder robusten Spinatsorten. Zudem lassen sich im Frühbeet oder Gewächshaus noch Rucola, Spinat, Gartenkresse und mehr aussäen.
Einpflanzen
Jetzt ist auch die perfekte Zeit um Wintersteckzwiebel und Knoblauch zu pflanzen. Die Pflanzen sind winterhart und können bis ca. Juni im Beet stehen bleiben. Durch den Kältereiz und die lange Anbaudauer können Sie sich auf eine richtig große Ernte freuen. Aber auch Topinambur ist winterhart, kann nun angepflanzt werden und treibt dann im Frühjahr aus.
Ernte
Im Garten sollten nun aber auch einige Gemüsesorten geerntet werden, bevor es zu kalt wird. Tomaten, Paprika, Karotten, Kürbis, Mais, Blumenkohl, Porree, Pak Choi und vieles mehr wartet nur darauf, gepflückt zu werden.
Obstgarten im Oktober
Der Oktober ist nicht nur hinsichtlich der Ernte im Obstgarten besonders, sondern nun ist auch der perfekte Zeitpunkt um neue Obstbäume an frostfreien Tagen einzupflanzen. Apfel, Birne, Sauer- und Süßkirsche und Zwetschge können eingesetzt werden, aber ebenso verschiedene Beerensträucher sowie auch Rhabarber.
Erntereif sind wiederum viele Obstsorten sowie Beeren und auch Nüsse. Äpfel, Birnen, Hagebutte, Maronen, Quitten, Vogelbeeren, Walnüsse, Haselnüsse, Weintrauben und Zwetschgen sind nun bereit, um weiterverarbeitet oder gelagert zu werden.
Wenn Sie noch keinen Leimring bei Ihren Obstbäumen angebracht haben, ist jetzt der letzte Zeitpunkt, um den Frostspanner daran zu hindern, die Eier in die Kronen abzulegen. Außerdem eignet sich jetzt auch ein Baumanstrich, damit die Rinde gepflegt und über den Winter geschützt wird.
Entfernen Sie dazu vorab lockere Rindenteile, Flechten und Moose und tragen dann den Anstrich mit einem Pinsel am gesamten Stamm auf. Entfernen Sie außerdem Fallobst, Fruchtmumien sowie von Krankheiten befallene Früchte und Blätter. So sorgen Sie dafür, dass Pilzkrankheiten kein Winterquartier haben und somit auch im Frühjahr nicht ausbrechen können. Zudem können Sie bei Herbst-Himbeeren die abgeernteten Triebe bis auf etwa Bodenhöhe abschneiden.
Ziergarten im Oktober
Auch im Ziergarten können verschiedene frostharte Sträucher neu gepflanzt werden, was den Vorteil mit sich bringt, dass sie im Frühjahr bereits angewurzelt sind. Nun ist auch die Zeit, wo Laubsauger und –bläser zum Einsatz kommen. Das Laub kann dann über den Kompost oder den Bio-Müll entsorgt werden oder als Mulchschicht für Beete dienen. Aber auch Igel würden sich sehr über eine Totholzecke in Ihrem Garten freuen, die mit Laub ausgestattet wurde.
Auch wenn es immer kälter wird und die Temperatur in den Nächten schon unter 10 °C fällt, blühen dennoch einige Pflanzen noch farbenfroh im Garten. Darunter finden Sie Fetthenne, Herbst-Anemonen, -Astern und –Chrysanthemen, Sonnenhut, Sonnenblume und viele mehr. Darüber hinaus können auch jetzt noch Herbst- und Winterblumen eingepflanzt werden, die den Temperaturen trotzen.
Bei regenreichem Wetter verbreiten sich auch gerne noch Krankheiten. Entfernen Sie daher abgestorbene Blütenstauden. Auch die Blätter der Rosen, die mit Sternrußtau befallen sind, sollten regelmäßig entfernt werden.
Generell können Sie abgeblühte Stauden nun bis auf ca. 10 cm zurückschneiden, damit sie im nächsten Jahr so richtig austreiben können. Zudem ist nun auch noch Zeit, um Stauden zu teilen und neu einzusetzen bzw. um generell neue Beete anzulegen.
Im Oktober können auch noch Blumenzwiebeln wie Tulpen, Narzissen und Co. eingepflanzt werden. So können Sie noch anwurzeln und beschenken Sie im Frühjahr mit einer tollen Blütenpracht.
Dahlien ausgraben
Andersrum wird nun die Knolle der Dahlie ausgegraben, wobei ihr ein paar Minusgrade noch nichts ausmachen. Aber bevor der Boden ganz gefriert, holen Sie die Dahlienknollen raus. Warten Sie, bis das Laub welk ist und lockern dann die Erde um die Dahlien auf. Jetzt können Sie die Stängel bodennah zurückschneiden und die Pflanzen mit den Knollen aus der Erde nehmen. Ist der Boden trocken, geht dieser Schritt leicht. Danach trocknen sie ein paar Tage.
Lösen Sie die Erde von den Knollen und schauen Sie sie genau an. Nur gesunde Pflanzen kann man einlagern. Schlagen Sie Holzkisten mit Zeitung aus und befüllen diese abwechselnd mit Kies, Sand oder Torf-Sand-Gemisch und Dahlien. Etiketten helfen dabei, Sorten und Farben zu unterscheiden. Stellen Sie die Kisten an einen dunklen, trockenen Ort mit etwa 5 °C. Im April des nächsten Jahres können Sie die Dahlien wieder ins Freie setzen.
Blühfaule Pfingstrosen umpflanzen
Die Pfingstrose kann im Herbst umgetopft werden. Holen Sie die Pflanze dafür aus der Erde und kürzen Sie die Triebe. So können keine Erreger der Grauschimmel-Krankheit den Winter im Laub überdauern.
Das neue Pflanzloch sollte nur so tief sein, dass die Knospen nicht mehr als drei Zentimeter unter der Erde liegen. Füllen Sie den Aushub wieder ein und drücken Sie ihn fest. Gießen Sie die Pfingstrose ausreichend.
Rasen im Oktober
Je niedriger die Temperaturen fallen, desto langsamer wächst auch der Rasen, bis er sich in seinen Winterschlaf zurückzieht. Damit er für die bevorstehenden Monate optimal versorgt ist, können Sie im Oktober noch einmal rasenmähen, vertikutieren und anschließend einen Herbstdünger ausbringen, sofern Sie dies noch nicht erledigt haben. Auch Lücken im Rasen können Sie noch bis ca. Mitte Oktober mit einer Nachsaat schließen.
Wildtiere & Insekten im Oktober
Genau wie im November können Sie im Oktober für Wildtiere und Insekten Vogelhäuser aufstellen und Nistkästen sowie Insektenhotels anbringen. Da im Winter die Futterquelle der Tiere zurückgeht, können Sie noch zusätzlich Vogelfutter in Bäumen und Sträuchern anbringen. Und auch für Igel können Sie noch ein Winterquartier in Form von Igelhäusern oder Totholzecken im Garten bereitstellen.
Gartenteich im Oktober
Im Teich bauen Sie bis Ende Oktober Pumpen, Filter und Wasserspiele ab und lagern diese frostsicher. Die Pflanzen werden zurückgeschnitten und herabfallende Blätter sowie Algen werden regelmäßig aus dem Teich entfernt. Bei regelmäßigen Temperaturen um ca. 10 °C verfallen die Fische auch in Winterstarre und benötigen daher kein Futter mehr. Damit der Teich nicht zufriert, können Sie auch einen Eisfreihalter platzieren.
Balkon & Terrasse im Oktober
Frostempfindliche Pflanzen wie Engelstrompete, Hibiskus oder Bougainvillea kommen im Oktober ins Winterquartier, auch die Hanfpalmen. Kübelpflanzen sind empfindlicher als Pflanzen im Garten, daher sollten sie noch vor dem ersten Frost hereingeholt werden. Bei großen und schweren Pflanzen hilft eine Sackkarre oder ein Rollbrett.
Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge, egal wo Sie sie aufbewahren. Im Haus kommen leider häufiger weiße Fliegen, Minierfliegen oder Trauermücken vor. Zur Kontrolle, ob Schädlinge da sind, kann man Gelbtafeln oder Gelbsticker nehmen. Die Schädlinge bleiben daran kleben und man kann sie dann bekämpfen. Kübelpflanzen, die nicht ganz so temperaturempfindlich sind und draußen überwintern können, können Sie trotzdem mit Vlies, Filzmatten, Winterschutzzelten und Co. vor der Kälte schützen.
Weitere Arbeiten im Oktober
Der Garten im Oktober ist oftmals mit viel Arbeit verbunden. Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, dass die Pflanzen nun ein wenig Pflege benötigen, um optimal für den Winter vorbereitet zu werden. Kranke oder alte Triebe, Pflanzen und Co. werden regelmäßig entfernt und über den Bio-Müll entsorgt. Laub wird vom Rasen und den Beeten entfernt und als Mulchschicht oder für die Totholzecke verwendet bzw. entsorgt.
Entdecken Sie alle wichtigen Hilfsmittel sowie Materialien für die optimale Pflege im Oktober.