Zimmertür einbauen

Ratgeber Zimmertuer einbauen: Paar mit eingebauter Innentür

Bevor Sie mit dem Einbau einer Zimmertür beginnen, gilt es vorab zwei Dinge zu klären: Zum einen sollten Sie überlegen, ob die Tür links oder rechts angeschlagen sein soll (eine Tür sollte so aufgehen, dass diese sich zum Raum hinführend öffnet). Zum anderen müssen Sie vor dem Kauf die lichte Breite und Höhe der Maueröffnung sowie die Gesamtwandstärke genau ausmessen.

Achten Sie beim Kauf einer Innentür auf Material und Design. Letzteres ist Geschmacksache und die Hersteller bieten die verschiedensten Ausführungen: Das beginnt bei furnierten Standardtüren, geht über hochwertige Vollholztüren im Landhausstil oder Weißlacktüren mit Oberlicht bis hin zu gesandstrahlten Glastüren. Beim Material haben Sie die Wahl zwischen Türen aus Sicherheitsglas, aus Massivholz und solchen aus Holzwerkstoffen, deren Füllungen aus Röhrenspan-Stegeinlage, Röhrenspan-Spanplatte oder Vollspannplatte bestehen. Die einfachste Ausführung ist eine Innentür mit einem Wabenkern aus Karton.

1. Richtig messen

Ratgeber Zimmertuer einbauen: Tür ausmessen Vergrösserung aufrufen Ratgeber Zimmertuer einbauen: Skizze Maueröffnung vermessen Vergrösserung aufrufen

Selbst wenn Ihr Haus jüngeren Datums ist, und Sie auf genormte Dimensionen nach DIN 18101 hoffen dürfen, müssen Sie trotzdem vor der Bestellung genau messen. Drei Messungen (siehe Skizze) müssen Sie an der „Mauerlichte“ vornehmen. Generell wird jedes Maß an mindestens drei Stellen abgenommen, der dabei gemessene größte beziehungsweise kleinste Wert gilt. Die Maueröffnungsbreite ist die breiteste Stelle der Wandöffnung. Die Maueröffnungshöhe messen Sie ab der Oberkante des fertigen Fußbodens nach oben, einschließlich Estrich & Co. Die Mauerwandstärke ist die Breite der Mauer, inklusive aller Fliesen, Wanddekoration & Co.

2. Türzarge und Zierbekleidung montieren

Ratgeber Zimmertuer einbauen: Zargenelemente verbinden

Bevor Sie die Zarge in die Maueröffnung einsetzen können, müssen sie diese auf einer planebenen Unterlage (z. B. einen großen Tisch, eine Holzplatte auf zwei Böcken oder Platz auf dem Boden) zusammenbauen: Türbänder von der Innenseite der Zarge entfernen. Um die Zargenelemente zu verbinden, stecken Sie die Flachdübel in die vorgesehenen Schlitze und tragen Leim auf die Verbindungsflächen auf. Sollte beim Zusammenfügen an den Verbindungen Leim austreten, wischen Sie ihn sofort mit einem feuchten Tuch ab. Lassen Sie den Leim rund 20 Minuten trocknen.

Beachten Sie: Ein Malervlies schützt den Bodenbelag und die Bauelemente vor Kratzern. Verwenden Sie zum Öffnen des Kartons kein Cutter-Messer – damit könnte die Oberfläche von Tür oder Zarge verkratzt werden!

Ratgeber Zimmertuer einbauen: Zarge mit Stahlklammern sichern Ratgeber Zimmertuer einbauen: Zarge mit Doppelexzentern sichern

 

Gesichert wird die Verbindung durch Doppelexzenter zum Schrauben und Stahlklammern, die Sie mit leichten Hammerschlägen festklopfen.

 

Ratgeber Zimmertuer einbauen: Blendrahmen der Zarge verleimen

Das Zargengegenstück (Blendrahmen oder Zierbekleidung) verleimen Sie ebenfalls und verbinden die Teile mithilfe von Doppelexzentern.

Beachten Sie: Vorsicht beim Arbeiten mit dem Rahmen – er ist naturgemäß etwas fragiler als die Zarge.

3. Zarge in Maueröffnung einbauen

Ratgeber Zimmertuer einbauen: Abstandsplättchen zum Ausrichten der Zarge verwenden Ratgeber Zimmertuer einbauen: Zarge in Maueröffnung stellen

 

Zusammen mit einem Helfer richten Sie die Zarge auf und stellen sie in die Maueröffnung. Stellen Sie die Zarge frei mit Luft oben und zu beiden Seiten (etwa je 1-2 cm) ein. Falls noch Gipsreste oder Ähnliches in der Maueröffnung stören, schlagen Sie diese mit Hammer und Meißel ab. Schaffen Sie mithilfe von Abstandsplättchen einen Bodenabstand von drei Millimetern.

 

Ratgeber Zimmertuer einbauen: Zarge mit Richtzwingen fixieren

 

Fixieren Sie die Zarge oben mit zwei Richtzwingen oder Holzkeilen beziehungsweise -plättchen und richten Sie es durch Einschieben von Abstandsplättchen unter den senkrechten Zargenteilen genau waagerecht aus. Auch die beiden Seitenelemente mit einer möglichst langen Wasserwaage auf senkrechte Ausrichtung prüfen und durch das Einschlagen von Keilen in der Maueröffnung justieren beziehungsweise fixieren.

 

Ratgeber Zimmertuer einbauen: Zargenspreizer einsetzen

 

Dann setzen Sie die drei Zargenspreizer ein: Füttern Sie eine Seite der Zarge auf Höhe der Türbänder und in der Mitte mit Keilen auf. An diesen Stellen werden die drei Zargenspreizer eingespannt. Damit Ihre Zarge von oben bis unten auf die exakt gleiche Breite eingestellt ist, setzen Sie den ersten Spreizer auf Höhe des oberen Türbands ein, justieren ihn auf die passende Breite und schlagen auf der zweiten Zargenseite Keile ein. Dann schieben Sie den Spreizer auf Höhe des unteren Türbands und fixieren ihn auch dort mit Keilen. Auf dieselbe Weise befestigen Sie den Spreizer in der Mitte. Der dritte Spreizer wird nun auf der oberen Position eingesetzt (hier müssen Sie keine Keile mehr einschlagen).

 

Ratgeber Zimmertuer einbauen: Türbänder festschrauben

Stecken Sie die Unterteile der Türbänder oben und unten ein (Abstand zur Zarge sollte der Dicke eines Meterstabs entsprechen) und schrauben diese anschließend mit dem Sechskantschlüssel fest. Hängen Sie das Türblatt probeweise ein und prüfen, ob es auf dem Boden schleift. Falls ja, können Sie durch Herein- oder Herausdrehen des Türband-Oberteils die Vorderkante der Tür anheben oder senken.

Beachten Sie: Damit Sie sich beim Ausprobieren der Tür nicht versehentlich aussperren, sollten Sie den Türdrücker mit dem Vierkantstift zur Hand haben.

Ratgeber Zimmertuer einbauen: Zargenschaum einbringen

Füllen Sie nun den Hohlraum zur Wand hin punktuell mit speziellem Montageschaum (unbedingt spreizdruckfreien Zargenschaum verwenden!): Hängen Sie hierfür das Türblatt wieder aus und stecken zunächst ungefähr zehn Zentimeter breite Kartonstreifen auf beiden Seiten in die Nut der Futterbretter – auf Höhe der Türbänder und des Schließblechs. An diesen Stellen wird der Zargenschaum zwischen Mauer und Zarge eingebracht (so dass ca. 30 % der senkrechten Spalten geschäumt sind). Die Kartonstücke schützen die Zargenoberfläche, falls der Hartschaum etwas überquillt.

Ratgeber Zimmertuer einbauen: Überstehenden Hartschaum abschneiden

Nachdem der Schaum vollständig ausgehärtet ist, schneiden Sie überschüssiges Material mithilfe eines Cutters ab (dabei das Messer aus Richtung der Wandfläche führen, um die Zarge nicht zu beschädigen) und entfernen Sie erst dann die Montagezwingen und die Holzkeile.

Ratgeber Zimmertuer einbauen: Zierbekleidung montieren

Nun montieren Sie die Zierbekleidung, die sie einfach auf die Zargennut aufstecken und mit der Faust festklopfen. Schlagen Sie außerdem das Abstandsplättchen am Fuß der Zarge komplett ein, so dass es unten nicht mehr heraussteht.

Ratgeber Zimmertuer einbauen: Fuge zwischen Zargenfuß und Bodenbelag mit Silikon füllen

Mit Silikon schließen Sie die Fuge zwischen Zargenfuß und (glattem) Bodenbelag. Das ist besonders wichtig, wenn Sie später den Boden feucht wischen wollen. Zum Verfugen der Übergänge in die Wand an Zargen-Seiten und Querelement verwenden Sie überstreichbares Acryl.

4. Drückergarnitur montieren

Ratgeber Zimmertuer einbauen: Türblatt einhängen

Jetzt dürfen Sie das Türblatt endgültig einhängen. In neuen Türen sind die Schlösser meist schon eingebaut. Sie müssen lediglich eine Drückergarnitur befestigen.

Ratgeber Zimmertuer einbauen: Markierte Stellen aufbohren Ratgeber Zimmertuer einbauen: Bohrpunkte auf Türblatt markieren

 

Markieren Sie mithilfe einer Schablone (liegt dem Beschlag bei) die Bohrpunkte auf dem Türblatt: Stecken Sie hierfür die Schablone auf den Vierkant im Schloss, richten sie gerade aus, markieren die vorgegebenen Stellen mit einem spitzen Werkzeug (z. B. Körner) am Türblatt und bohren von beiden Seiten an den entsprechenden Punkten an (Achtung: nicht komplett durchbohren – siehe Hersteller-Anleitung!).

 

Ratgeber Zimmertuer einbauen: Drücker mithilfe von Inbusschrauben festziehen

Montieren Sie abschließend die Rosettenelemente und schrauben die Drücker mittels Inbusschrauben per Hand fest – fertig.

 

Tür schleift am Boden

Wenn die Tür nicht mehr sauber schließt und über den Boden schleift (Verschleiß der Bänder oder Änderung des Bodenbelags), schieben Sie Fitschenringe auf das obere und untere Türband. Fitschenringe sind Unterlegscheiben mit den Durchmessern der Dorne von Türbändern und sorgen dafür, dass sich das Türblatt je Ring um rund einen Millimeter hebt. Achten Sie aber darauf, dass die Tür an der Oberkante ein genügendes Spaltmaß zum oberen Teil der Türzarge aufweist. Andernfalls kommen Sie nicht darum herum, das Türblatt zu kürzen.

Türe einbauen

BAUHAUS TV: Video Türe einbauen

Mit der richtigen Anleitung wird das Einbauen einer Tür zum Kinderspiel: Lassen Sie sich von den BAUHAUS Profis in diesem Video zeigen, wie Sie eine Wohnungstür Schritt für Schritt selbst einbauen. Nach einer umfassenden Analyse und dem richtigen Ausmaß zeigt Ihnen die Video-Anleitung, wie Sie die Zarge richtig montieren, das Türblatt einsetzen und die Zierblenden anbringen. Anschließend können Sie nachvollziehen, wie die Montage von Schlossabdeckung und Drücker vonstattengeht -- bis hin zur fertig montierten Wohnungstür. Erfahren Sie von den Experten wichtige Tipps und Tricks, die Ihnen dabei helfen, die Tür erfolgreich einzubauen und ärgerliche Fehler dank einer professionellen Vorgehensweise zu vermeiden.

In Ihrem BAUHAUS Fachcentrum finden Sie für das Einbauen einer Tür alle wichtigen Elemente und Arbeitsmittel, um ein rundum gelungenes Ergebnis zu erzielen.

Werkzeug und Material

 

Zimmertüren im BAUHAUS Sortiment

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  • Fridoor Zimmertür Quadro (85 x 203 cm, DIN Anschlag: Links, Weiß, Mittellage: Wabe)

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  • Kilsgaard Zimmertür 39 (900 x 2.030 mm, DIN Anschlag: Rechts, Mittellage: Röhrenspan)

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