Schneeschuhe aus Holz bauen

Durch einen frisch verschneiten Wald zu wandern ist ein besonderes Vergnügen. Vor allem wenn Mann und Frau ein paar Schuhschuhe parat haben. Dieses Modell besteht in der Hauptsache aus Rechteckleisten, Gurtbändern und dem Weideholz einer Beetumrandung. Der Nachbau ist recht einfach und im Nu kann der Winterspaß auch schon losgehen.

Beachten Sie: Wer allerdings alpine Touren laufen möchte, sollte sich ein professionelles Modell Schneeschuhe besorgen. 

1. Allgemeine Vorarbeiten

Zunächst müssen Sie die Rechteckleisten (95 cm x 1,6 cm x 0,3 cm) in einem 45 bis 50 Grad Celsius warmen Wasserbad (in der Badewanne, im Eimer oder einer anderen Plastikwanne) einweichen. Nach etwa drei Stunden können Sie die Leisten ausreichend biegen und sie paarweise, übereinander legen. Fixieren Sie die Biegung, indem Sie die Enden der beiden Leistenpaare in einen leeren 10-Liter-Eimer stecken (siehe Bild) und sie über Nacht so trocknen lassen. 

Wählen Sie nun aus der Beeteinfassung vorsichtig vier Weidenäste aus, die in etwa die gleiche Wellenform aufweisen.  

Nehmen Sie die Rechteckleiste mit den Maßen 240 cm x 6 cm x 1,9 cm zur Hand und zeichnen zwei jeweils 27 cm lange Abschnitte ein. Sägen Sie die Leisten an den Markierungen mit der Japansäge ab und glätten die Schnittkanten mit Schleifpapier. 

Zeichnen Sie an der zugeschnittenen Rechteckleiste an der Schmalseite drei Bohrpunkte mit jeweils einem Abstand von 16 cm ein. Spannen Sie die Leiste ein und bohren an den Markierungen senkrecht mit einem 12-mm-Holzbohrer entsprechende Löcher.

Sängen Sie im Anschluss mit der Japansäge mittig zu den Bohrungen, sodass zwei 16 cm lange Zuschnitte – für jeden der zwei Schneeschuhe eine Leiste mit Bohrvertiefungen an den Seiten – entstehen. 

2. Grundkonstruktion der Schneeschuhe

Ratgeber Schneeschuhe: Weide mit Rechteckleiste verkleben

Passen Sie zunächst die Weidenzuschnitte mit einem Überstand von 3 cm nach hinten in die beiden eben zugeschnittenen Rechteckleiste ein. Zeichnen Sie hierfür die Position auf den Weidenzuschnitten mit einem Bleistift ein. Bestreichen Sie nun sowohl die Weidenabschnitte zwischen den Markierungen als auch die Bohrungen in den Rechteckleisten mit Kraftkleber.

Nach dem Antrocknen (Herstellerangaben beachten) drücken Sie alle Elemente fest zusammen, bis sie sicher halten. 

Für mehr Stabilität der Konstruktion bohren Sie mit einem 2,8-mm-Holzbohrer auf jeder Seite der Weidenzuschnitte zwei Löcher (1,5 cm Abstand zu den Kanten) und verschrauben den Weidenast in der Rechteckleiste mit 3 x 30-mm-Schrauben. 

Nehmen Sie die gebogenen übereinander liegenden Rechteckleistenpaare und die 27 cm langen Zuschnitte zur Hand und platzieren die Zuschnitte mit einem Abstand von 21 cm zur Mitte der Rundung.  

Zeichnen Sie Bohrpunkte je 1 cm von den Kanten der 6 cm breiten Rechteckleiste entfernt ein, bohren die Löcher mit dem 2,8-mm-Holzbohrer vor und fixieren alles mit 3 x 30-mm-Schrauben.

Sägen Sie außerdem die Enden der gebogenen Rechteckleiste mit der Japansäge auf eine Länge und schleifen sie glatt.

Beachten Sie: Da es zwei Schuhe sind, müssen Sie diesen Schritt, ebenso wie die im Folgenden beschriebenen Schritte, doppelt ausführen. 

Markieren Sie an den beiden Weidenstäben eine Länge von 50 cm und schneiden diese mit der Gartenschere zu. 

Verbinden Sie nun das Rahmenholz mit den Weidenästen – also den oberen Teil der Schneeschuhe mit dem unteren. Legen Sie hierfür eine Leine zu einer Schlaufe und lassen das Ende etwa 20 cm überstehen. Legen Sie die Schlaufe auf die Verbindung von Weidenzuschnitt und Rahmenholz und umwickeln beides fest miteinander, bis die Verbindung komplett abgedeckt ist. Das Ende der Schlaufe sollte dabei unten etwas herausstehen.

Damit alles auch hier sicher hält, gehen Sie nun wie folgt vor: Knoten Sie einen Rest Weidenanschnitt als Zug-Griff an das obere Ende der Leine.  

Das andere Ende, an dem die Rolle hängt, schneiden Sie mit 10 cm Überstand ab. Diesen Überstand ziehen Sie durch die verbliebene kleine Schlaufe am unteren Ende der Leinen-Ummantelung. 

Ziehen Sie anschließend kräftig am Zug-Griff, so dass das Leinenende unter die Umwickelung gezogen wird.

Das überstehende Ende der Zugleine können Sie nun abschneiden und mit einem Feuerzeug anschmelzen. Wiederholen Sie den Vorgang an allen vier Verbindungsstellen. 

3. Die Schneeschuhe erhalten ihre Gutbespannung

Ermitteln Sie auf den Rechteckleisten (Länge unten: 16 cm und oben 27 cm) die mittige Position für das 6 cm breite Gurtband. Legen Sie selbiges auf die untere Leiste, bohren vier Bohrpunkte mit dem 2,8-mm-Holzbohrer vorsichtig vor und fixieren das Band mit 3,5 x 12-mm-Schrauben. 

Spannen Sie das Gurtband straff zur 27-cm-Rechteckleiste und verschrauben es auch hier.  

Führen Sie das Gurtband weiter über die Rundung, dann weiter auf der Rückseite über alle Elemente des Konstrukts. Drehen Sie den Schneeschuh wieder um und verschrauben das Band auf dem Anfangsstück.  

Das Gurtband dann mit einem Abstand von 4 cm zur Verschraubung abschneiden, die Kante mit dem Feuerzeug anschmelzen, mittig einschlagen und mit Kraftkleber abschließend zusammenkleben. 

Das gleiche Prozedere wiederholen Sie mit den 4 cm breiten Gurtbändern (im gezeigten Beispiel blau), indem Sie beide Bänder jeweils rechts bzw. links vom mittig angeordneten Band positionieren. Einziger Unterschied: Das Band wird nach dem ersten Verschrauben um die 16 cm lange Rechteckleiste herumgewickelt. Danach geht es weiter, wie in den vorigen Schritten beschrieben. 

Nun fädeln Sie ein weiteres 4 cm breites Gurtband unterhalb der 27 cm langen Rechteckleiste durch die Längsbespannung. Die Enden nähen Sie jeweils beidseitig mit Takelgarn und Segelnadel auf Spannung fest.

Beachten Sie: Offene Kanten des Gurtbandes mit dem Feuerzeug gegen Aufribbeln anschmelzen. 

Wiederholen Sie diesen Vorgang mit dem 6 cm breiten Gurtband unterhalb des ersten Gurtbandes. Danach wiederholen Sie den Vorgang ein weiteres Mal unterhalb des breiten Bands mit einem weiteren 4 cm breiten Gurtband. 

Zum Abschluss messen Sie noch einen 6 cm breiten Gurtbandzuschnitt so ab, dass der persönliche Winterschuh mit etwas Spiel gut hineinpasst. An den Seiten jeweils 3 cm umschlagen, das Band abschneiden, mit dem Feuerzeug Kanten anschmelzen und ebenfalls fest nähen.

Und nun viel Vergnügen mit den selbst gemachten Schneeschuhen. 

Dann stimmt die Körnung

Die Wahl des Schleifmittels ist vom Material des Werkstücks und eventuell auch von der Größe der Fläche abhängig, die es zu schleifen gilt. Einfache Schleifpapiere mit dem Mineral Korund eignen sich besonders für weiche Materialien wie Holz oder aber für kleinere Metallflächen. Hochwertige kunstharzgebettete Schleifgewebe sind wesentlich härter.

Der Körnungsgrad steht immer auf der Rückseite des Schleifmittels. Eine grobe Körnung (Kennzahl 80 und weniger) sorgt für hohen Materialabtrag und hinterlässt eine gröbere Oberfläche. Zum Anschleifen von Lacken wird zum Beispiel Papier mit einer 100er-Körnung verwendet. Für den Zwischen- und Feinschliff von Holz verwenden Sie am besten 120er- bis 180er-Papier, und für den Feinschliff bei lackierten Oberflächen ist eine Körnung von 220 und darüber richtig.

Allgemein gilt: Je höher die Kennzahl der Körnung, umso feiner ist das Schleifmittel.

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