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"Phacelia tanacetifolia"  (9 Ergebnisse)

Ihr Suchergebnis für Phacelia tanacetifolia

  • Verschiedene Bodentypen und Anforderungen für den Gemüseanbau

    Damit die Aufzucht von Gemüse und Salat gelingt benötigt es neben der Leidenschaft des Gärtners auch die richtige Beschaffenheit des Bodens sowie die fachgerechte Aussaat. Nicht jeder Boden bietet auch eine gute Basis für den Gemüseanbau, da sie sich hinsichtlich der Beschaffenheit, Nährstoffe und des Wasserhaushalts unterscheiden. Deswegen bringt eine Bodenanalyse im ersten Schritt Klarheit über die gegebenen Voraussetzungen im Beet, um bei Bedarf Maßnahmen für ein gesundes Pflanzenwachstum zu treffen.  Zur Bestimmung des Bodentyps analysiert man den Oberboden auf seine Zusammensetzung und Eigenschaften. Das Erdreich in den tieferen Bodenschichten beeinflusst zwar den Bodentyp, spielt jedoch für die Pflanzenanzucht im Beet eine untergeordnete Rolle.  Die Zusammensetzung des Bodens ist für den Anbau essentiell, da sie Einfluss auf die Versorgung der Pflanzen mit Luft, Wasser und Nährstoffen nimmt. Der Bodentyp zeigt dabei, ob die Erde im Beet aus groben oder feinen Bestandteilen besteht und gibt Hinweise auf den Gehalt an organischem Humus. Wesentliche Unterschiede gibt es auch beim Zusammenhalt des Substrats beginnend bei locker gefügter Erde bis hin zu einer kompakten Masse . Der Säuregehalt des Bodens wird anhand des pH-Werts bestimmt, der von sauer bis basisch reicht und als wichtiger Faktor in der Pflanzenanzucht gilt. Ebenso werden Nährstoffe wie Kalium, Phosphor, Stickstoff und Kalzium gemessen, die wesentlich für das Gedeihen von Pflanzen sind. Wollen Sie nun den Bodentyp Ihres Beetes bestimmen, dann kneten Sie den Boden in den Händen. Das Ergebnis gibt dabei Hinweis auf den Bodentyp des Gartens.Welcher Bodentyp ist im eigenen Garten?Formt sich der geknetete Boden in den Händen nicht zu Klumpen und fallen die einzelne Erdbrocken auseinander , spricht das für einen sandigen Boden. Der Sandboden verfügt über einen hohen Anteil an Mineralkörnern, die eine Korngröße zwischen 0,063 und 2,0 mm aufweisen. Das bedeutet, dass die Erde sehr locker und durchlässig ist und ein Substrat oder die Bewässerung nur schwer im Boden haftet. Ein niedrigerer Wassergehalt und wenig organische Bestandteile sind weitere Eigenschaften des Sandbodens.  Um den Sandboden im Beet richtig zu pflegen und den Wassergehalt zu erhöhen, empfiehlt sich die Beimischung von Lehm oder tonartigen Materialien . Auch Laub, Humus und Kompost erhöhen den Nährstoffgehalt und tragen zu einem nährreichen Boden bei. Zeigt der geknetete Boden klebrige Klumpen als Ergebnis, handelt es sich um einen Lehm-Ton-Boden mit einem hohen Anteil an kleinen Körnchen, die normalerweise kleiner als 0,063 mm sind. Aufgrund der kleinen Körnergröße speichert der Bodentyp sehr leicht Wasser. Trocknet er jedoch einmal aus, wird der Boden sehr hart und undurchlässig . Arbeiten mit Gartengeräten werden erschwert, da die Erde feucht und schwer daran haften bleibt. Die sehr gute Wasserspeicherung des Bodens verursacht häufig Staunässe , die die Versorgung der Pflanzenwurzel mit Luft erschwert. Daher sollte der Lehm-Ton-Boden häufig umgegraben und Kompost oder Sand untergemischt werden. Durch die Beimischung wird der Boden nicht nur lockerer, sondern kann auch besser Nährstoffe aufnehmen.Wie der Name des Bodens bereits erahnen lässt, vereint der humose Lehm-Sand-Boden die Eigenschaften der anderen Bodentypen und gilt somit als idealer Boden für den Garten. Bei der Knetprobe entstehen sehr glatte Klumpen. Die Lehm-Sand-Mischung verfügt über eine hervorragende Wasserspeicherung , einem ausreichenden Maß an Nährstoffen und lässt aufgrund der lockeren Beschaffenheit Luft zu den Pflanzenwurzeln. Ebenfalls erwärmt sich die Erde im Frühling sehr schnell, was sich wiederum positiv auf das Pflanzenwachstum auswirkt.  Obwohl der Bodentyp bereits hervorragende Voraussetzungen für die Pflanzenanzucht aufweist, trägt eine gelegentliche Düngergabe zu einem dauerhaften und ausreichenden Nährstoffhaushalt bei.Für die meisten Gewächse im Garten eignet sich die klassische und qualitativ hochwertige  Blumen- oder Pflanzenerde . Gute Qualität erkennt man z. B. am Geruch nach viel Humus enthaltenem Waldboden. Mit einer hochwertigen Erde reicht der Nährstoffgehalt  ca. sechs bis acht Wochen  aus. Für Pflanzen im Kübel lässt sich eine  Spezialerde   hervorragend einsetzen, damit auch hier die optimalen Bedingungen geschaffen werden. Die  Anzuchterde   eignet sich bei der Aussaat und bei Setzlingen. Den Boden mit Nährstoffe versorgenDünger als optimaler NährstofflieferantIst die maximale Wochenanzahl erreicht und der Nährstoffhaushalt der Erde ausgeschöpft, kommt der  Dünger   zum Einsatz. Wie viel Dünger die Erde erhält, kann dem Verwendungshinweis am jeweiligen Produkt entnommen werden. Bevor der Dünger zum Einsatz kommt, soll vorab der Nährstoffgehalt der Erde bestimmt werden. Dafür eignen sich sogenannte Schnelltests, die einen ersten Ansatz liefern. Exakte Ergebnisse erhält man hingegen durch die Analyse einer Probe im Labor. Unabhängig von der Art des Tests wird dabei der  pH-Wert und der Anteil an wichtigen Nährstoffen  wie Stickstoff, Phosphor, Kalium, Kalk und Magnesium bestimmt. Mineralische Dünger:  Für die Versorgung des Bodens mit fehlenden Nährstoffen kommen idealerweise  spezielle Mineraldünger  zum Einsatz. Da die Mineraldünger aus den gleichen Bestandteilen bestehen, ist eine exaktere Dosierung als bei Naturdünger möglich. Doch auch die  einfache Handhabung, die gute Pflanzenverfügbarkeit und die natürlichen Inhaltsstoffe  sind Vorteile des mineralischen Düngers. Biologische Dünger:  Nicht nur der hauseigene Kompost oder der Stallmist vom Bauer nebenan können als biologischer Dünger eingesetzt werden, sondern auch im Handel sind rein  biologische Düngemittel  auf dem Vormarsch. Die Dosierung bei biologischen Düngern wird zwar durch die natürlichen Komponenten etwas erschwert, aber durch die organische Zusammensetzung wird der  Humusgehalt erhöht  und somit die Qualität des Bodens verbessert.   Mehr zum Thema biologisch Düngen >Guter Boden bedeutet gute Ernte und daher sollten wir uns nicht nur kurzfristig mit Düngern weiterhelfen, sondern den Boden wirklich nachhaltig verbessern. Vor allem fühlen sich dann nicht nur unsere Pflanzen wohl, sondern jede Menge Nützlinge in und auf der Erde, die für ein gesundes Wachstum, Schädlingsbekämpfung und einen natürlichen Garten essenziell sind. Hier kommt Humus oder auch Kompost ins Spiel. Der kann einfach fertig gekauft oder auch relativ einfach mit einem Komposter und ein wenig Zeit selber hergestellt werden. Vor allem bei intensiver Bewirtschaftung des Gartens sind Komposter ein wahrer Segen, da nicht jedes Mal der Grünschnitt entsorgt werden muss und auch Bio-Abfälle aus der Küche ganz leicht entsorgt werden können. Auch Laub und Rasenschnitt landet im Kompost und wird durch den Kompostierungsprozess und vielen fleißigen Helferlein wie Regenwürmern zersetzt. Mit etwas Geduld und ein wenig Arbeit erhalten Sie dann Kompost bzw. Humus, die sich beide hervorragend zum Einarbeiten in die Erde eignen. Den Boden nachhaltig verbessernKompost Mit Kompost können wir dem Boden regelmäßig das zurückgeben, was er für Wachstum, Blüte und eine reiche Ernte benötigt. Kompost ist ökologisch, leicht herzustellen und überall verfügbar. Er reduziert den Düngerbedarf und entlastet die Biotonne. Was genau ist Kompost? Kompost besteht aus verrotteten organischen Abfällen. Er ist also ein Produkt, das von Menschen gemacht wird. Kleinstlebewesen und Mikroorganismen zerlegen eine Mischung aus zerkleinerten Küchenabfällen, Grünschnitt, Laub und Ähnlichem zu einem groben, torfartigen Gemisch. Herstellung: Auf dem Kompost werden die organischen Abfälle nach einem einfachen System geschichtet und unter kontrollierten Bedingungen verrottet. Einsatz: Nach vier bis sechs Monaten ist der Kompost reif. Oft ist es sinnvoll, den Kompost zunächst einmal grob zu sieben. Anschließend wird der Dünger auf das ganze Beet ausgebracht und oberflächlich eingeharkt.Humus Humus ist eng mit Kompost verwandt. Hier ist der Zersetzungsprozess jedoch bereits abgeschlossen. Zurück bleibt das „Substrat“, das gleichzeitig die oberste Erdschicht im Beet bildet. Es entsteht, wenn organische Substanzen verrotten. Was genau ist Humus? Das Endprodukt der Verrottung, gerade von Kompost, ist immer Humus. Dieser enthält sehr viel Stickstoff und ist ein hochwertiges Produkt. Humuserde, also die Mischung aus Mutterboden und Humus, riecht leicht nach Waldboden, ist angenehm feinkrümelig und stinkt nie. Herstellung: Sie gleicht der Kompostierung, nur dass der Humus länger abgelagert ist. Humus ist feiner in der Struktur und dunkler in der Farbe als Kompost. Einsatz: Gärtner haben ein großes Interesse daran, den Humusgehalt in ihrem Boden zu erhöhen. Alles wächst besser. Am einfachsten erreicht man das, indem man mit Humus flächig mulcht. Humus wird von praktisch allen Pflanzen geschätzt.Mulch Er besteht aus organischem Material, das meist aus Pflanzenresten wie Grasmahd, großen Blättern oder Hackschnitzeln besteht. Er ist die perfekte Mischung aus Dünger, Unkraut- und Verdunstungsschutz für den Boden. Nicht nur im Sommer geeignet, sondern auch im Winter als eine Schutzschicht bei Kälte. Was genau ist Mulch? Der Begriff „Mulchen” beschreibt sowohl einen Stoff als auch eine Technik. Kurz gesagt bedeutet es, den Boden mit einem Schutzmantel aus schnell verrottender Substanz zu bedecken, um die Verdunstung zu reduzieren und Nährstoffe im Boden zu halten bzw. einzubringen. Herstellung: Fast jeder im Garten anfallende und nicht belastete Stoff kann auf die Beete aufgetragen werden: Rasenschnitt, Laub, Hackschnitzel, Stroh, etc. Einsatz: Es geht um eine flächige Abdeckung des Bodens. Pro Quadratmeter Beet werden mindestens 10 Liter Mulch benötigt. Vorsicht bei Rasenschnitt: Wird er zu dick aufgetragen, kann er „Matten“ bilden, die faulen.Gründüngung Auch im Garten kann man den Boden mit Pflanzen bedecken und so schützen. Dadurch verbessert sich auch die Bodenqualität: Verdichtete Bodenschichten werden durch die Wurzeln aufgebrochen und sogar Nährstoffe in Nitrat werden freigesetzt. Was genau ist Gründüngung? Bekannte Gründünger sind beispielsweise Buchweizen, Kornrade, Phacelia, Tagetes, Gelbsenf, Lupinen und Ringelblumen. Sie alle lockern mit ihren Wurzeln einen schweren und verdichteten Boden auf. Einige Gründünger vertreiben Schädlinge oder bezaubern mit ihren Blüten. Herstellung: Der Gründünger wird als Flächensaat ausgebracht: Zunächst wird der Boden aufgelockert, dann wird der Gründünger eingesät, leicht angedrückt und bis zum Keimen feucht gehalten. Einsatz: Je nach Pflanze und Einsatzort kann von März bis Oktober gesät werden. Wichtig ist, dass die Pflanzen vor der Samenreife gemäht werden. Die Pflanzenreste sollten als Mulch auf der Fläche verbleiben bzw. eingearbeitet werden.Sobald man sich mit dem Boden auseinandergesetzt und für die Gemüsesorten entschieden hat, steht der richtigen Aufzucht, Aussaat und Ernte von Pflanzen nichts mehr im Weg.Gemüse aus eigenem AnbauBereits ab Februar ist die Aufzucht von einigen Pflanzen auf der Fensterbank oder im Frühbeet möglich. Ausreichend Wärme, Licht, viele Nährstoffe und der Einsatz von Anzuchterde sind für eine erfolgreiche Frühanzucht unentbehrlich. Ohne der richtigen Erde kann es passieren, dass die jungen Pflanzen keine kräftigen Wurzeln bilden und dadurch zu dünn und lang in die Höhe wachsen. Tomaten, Paprika, Zucchini, Gurken, Salat, Lauch und fast alle Kohlsorten lassen sich hervorragend an einem geeigneten Standort vorziehen.Selbstanzucht auf der Fensterbank oder im FrühbeetBei einer Vielzahl von unterschiedlichen Gemüsesorten erfolgt die Aussaat bei geeigneter Witterung direkt im Beet . Durch die direkte Pflanzenanzucht im Beet wachsen die Pflanzen, wie z.B. Wurzelgemüse, Erbsen und Bohnen, oft kräftiger heran und gedeihen dadurch besser. Heimische Pflanzen, also Samen mit mitteleuropäischen Ursprung vertragen unser Klima besser und können somit früher in die Erde als südeuropäische Pflanzen.Pflanzenanzucht direkt im BettDie Aufzucht von starken Jungpflanzen bei idealen Bedingungen erleichtern oftmals den Start in das Gartenjahr, da sie den Widrigkeiten im Freiland durch ein starkes Wurzelwerk und kraftvolle Stiele trotzen. In den BAUHAUS Fachcentren mit Stadtgarten erhalten Sie speziell veredelte Pflanzen , die eine gute Aussicht auf reichhaltige Ernte von Gurken, Tomaten, Auberginen, Paprika und Co. geben.  Unabhängig davon, ob die Pflänzchen selbst aufgezogen oder vom Profi erworben werden, sollten die Pflanzen langsam an den Umzug ins Freie sowie an die Bedingungen wie Temperaturunterschiede, Sonne und Wind gewöhnt werden.  Behalten Sie in Zukunft die wichtigsten Termine für Ihre Pflanzen im Blick. Der Gärtnerkalender informiert Sie über den richtigen Zeitpunkt der Pflanzenanzucht, der Direktsaat und der Ernte von Gemüse & Salate, Kräuter sowie Obst und Beeren.   Zum Pflanzkalender >Junges Gemüse aus ProfihandSind Sie schon fit beim Gemüseanbau und den verschiedenen Bodentypen? Dann entdecken Sie jetzt noch mehr Wissenswertes rund um den Garten.

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  • Spätsommer im Garten - Alle Arbeiten auf einen Blick

    Der letzte Sommermonat ist angebrochen, doch die Gartensaison ist noch lange nicht vorüber. Wir zeigen Ihnen, auf was Sie sich diesen Monat freuen können und welche Arbeiten im Gemüse-, Obst-, Ziergarten und anderen Bereichen noch anstehen.Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem viele, verschiedene Gemüsesorten erntereif sind. Jedoch können Sie auch noch viele Sorten einpflanzen und aussäen. Sollte der August trocken und heiß ausfallen, so ist eine effiziente Bewässerung das A und O. Wenn Ihre Beete bereits leer stehen uns Sie keine Nachkultur geplant haben, so können Sie nun bis über den Winter eine Gründüngung wie die Phacelia, ausbringen. So wird Ihr Boden verbessert, vor Austrocknung geschützt und lockt zudem Nützlinge an. Mit unserem Pflanzkalender behalten Sie den Überblick über alle wichtigen Infos von der Aussaat bis zur Ernte rund um Kräuter, Gemüse und Obst.   Zum Pflanzkalender >   Aussaat Im August können vor allem Gemüsesorten für den Herbst ausgesät werden. Winterheckenzwiebeln, Winterrettich oder Chinakohl sowie verschiedene Salate und Spinat (Sorte "Matador").   Einpflanzen Auch Jungpflanzen wie Salate, Chinakol, Brokkoli, Kohlrabi und Co. können noch ins Beet ziehen.   Ernte Tomaten, Paprika, Gurke, Zucchini, Karotten, Auberginen, Bohnen, Kartoffeln, Salate und noch viel mehr kann nun geerntet werden. Ernten Sie Ihr Gemüse regelmäßig, damit Sie den Zeitpunkt der Reife nicht übersehen und Schädlinge sowie Krankheiten keine Chance haben.Gemüsegarten im AugustAuch der Obstgarten hat sich schon seit einiger Zeit in einen wahren Naschgarten verwandelt. Verschiedene Beeren sowie Äpfel, Birnen, Mirabellen, Pfirsiche, Pflaumen sowie Wassermelonen sind nun erntereif. Wenn der Pfirsichbaum zu dicht wächst, können Äste nach der Ernte zur Auslichtung gestutzt werden. Die Weintrauben werden nun mit einem feinmaschigen Beutel vor Vögeln und Wespen geschützt. Bei Ribisel und Stachelbeere werden nach der Ernte einige alte Triebe (erkennbar am dunklen Holz) bzw. zu dicht stehende Triebe nahe dem Boden abgeschnitten, damit die Sträucher auch im nächsten Jahr wieder viel Energie für neuen Wachstum und Früchte haben. Damit Ihre Himbeeren nicht die Himbeerrutenkrankheit befällt, sollten Sie fertig abgeerntete Ruten abschneiden. Und bei Erdbeeren heißt es wie schon im Juli – jetzt ist die Zeit für neue Pflanzen. Egal ob Ableger oder komplett neu gekauft, wenn Sie nun Erdbeeren einsetzen, können Sie sich schon auf das nächste Jahr voller süßer Früchte freuen.Obstgarten im AugustViele Stauden und Blumen bereichern uns nun mit ihrer vollen Blüte – Sommerflieder, Duftnessel, Nachtkerze und Co. sind dabei. Achten Sie nach der Blüte immer auf einen Rückschnitt, sofern Sie die Samen nicht sammeln wollen. Vor allem in regnerischen Zeiten beugt dies Krankheiten vor. Lavendel wird nach der Blüte um ein Drittel zurückgeschnitten und auch abgeblühte Triebe von Rosen können getrimmt werden, um das Blütenwachstum anzuregen. Auch die Taglilien werden nach der Blüte und sobald ihr Laub braun wird ca. 10-15 cm über dem Boden abgeschnitten. Auch Hecken wie Liguster oder Hainbuche können jetzt bei starkem Wuchs geschnitten werden und Stauden, die im Frühjahr geblüht haben, können nun vorsichtig geteilt und somit vermehrt werden.Ziergarten im AugustDer Rasen wird im Sommer nicht allzu oft bzw. auch nicht zu kurz gemäht, da ihm Trockenperioden sonst zu sehr zusetzen würden. Mit einem Bewässerungssystem wird der Rasen im August regelmäßig und kontrolliert mit Flüssigkeit versorgt und strahlt so weiterhin in saftigem Grün.Rasen im AugustRingelblume, Fetthenne, Sonnenhut, Astern, Bergminze, Malven, Margeriten und viele weitere Blumen zeigen Ihre prachtvolle Blüte und locken unzählige Insekten in unseren Garten. Beete, Ecken und Töpfe mit einer bunten Vielfalt an Stauden locken nicht nur verschiedene Insekten an, sondern haben oft auch den Vorteil, dass unterschiedliche Blühzeiten für längere Zeit Nahrung und Lebensraum für viele Nützlinge schafft. Auch im August gilt wieder – Vogeltränken aufstellen und regelmäßig frisches Wasser nachfüllen. Zusätzlich können Sie schon langsam wieder Igelhäuser platzieren, sofern Sie diese über den Sommer verstaut haben. Vom Baumschnitt übriggebliebene Äste eignen sich besonders gut für eine Wildhecke, wo sich Insekten und Tiere Richtung Winter einquartieren können.Wildtiere & Insekten im AugustWie viele weitere Arbeiten ist auch das Abfischen von Algen aus dem Gartenteich eine never ending story. Fadenalgen sollten regelmäßig abgefischt werden, damit sich kein Schlamm bilden kann. Achten Sie jedoch darauf, dass sich in den Algen oft Wasserinsekten oder Molche einnisten. Legen Sie die abgefischten Teile daher in Ufernähe auf einen Stein oder Steg, damit die Insekten wieder ihren Weg ins Wasser finden. Wasserpumpen halten das Wasser in Bewegung, erhöhen den Sauerstoffgehalt und verhindern vor allem in kleineren Teichen die Algenbildung. Kontrollieren Sie im August vor allem auch immer die Wasserqualität und entfernen Sie abgestorbene Pflanzenteile regelmäßig.Gartenteich im AugustDa es im August zu längeren Trockenperioden kommen kann, ist es auch am Balkon und der Terrasse wichtig, Kübelpflanzen regelmäßig zu gießen. Sonnensegel, Sonnenschirme und Co. schützen nicht nur uns, sondern auch unsere Pflanzen zusätzlich vor der intensiven Sonneneinstrahlung.Balkon & Terrasse im AugustKräuter haltbar machen: Um Wachstum voranzutreiben, können Sie Ihre Kräuter regelmäßig zurückschneiden. Dabei können Sie die abgeschnittenen Teile haltbar machen, indem Sie sie trocknen (mittels Luft oder Dörrautomat), einfrieren (in Öl oder zerkleinert) oder sie direkt zu Pestos oder Saucen verarbeiten. So haben Sie länger etwas von Ihren Kräutern. Kräuter vermehren: Rosmarin, Lavendel, Basilikum oder andere Kräuter können Sie nun auch durch Stecklinge vermehren. Dazu schneiden Sie ca. 10 cm lange Triebe ab, entfernen die untersten Blätter und stecken sie in feuchte Erde. Idealerweise werden die Stecklinge in der Nacht vor niedrigeren Temperaturen (unter 20 °C) geschützt, indem Sie unter die Anzuchthaube, ins Gewächshaus oder nach drinnen ziehen. Halten Sie die Erde stets feucht, damit sich Wurzeln bilden können. Samen sammeln: Einige Blumen sind nun auch schon verblüht und bilden fleißig Samen. Sobald die Blumenköpfe braun werden, können Sie beispielsweise Ringelblume, Tagetes, Kornblume und Co. ernten und die Samen für nächstes Jahr trocken lagern. Sammeln Sie die Samen an trocknen Tagen und nicht zu früh (nicht vor dem braun werden), da sich der Samen ansonsten nicht vollständig entwickeln konnte. Krankheiten & Schädlinge erkennen: Kontrollieren Sie auch Ihre Pflanzen regelmäßig auf etwaige Befälle, damit Sie schnell handeln und eine Ausbreitung rechtzeitig verhindern können. In unserem Artikel „ 8 Gemüsekrankheiten & Schädlinge “ erfahren Sie mehr.Weitere Arbeiten im AugustAuch im August sollten Sie bei all der Gartenarbeiten nicht auf sich selbst vergessen. Überarbeiten Sie sich nicht an heißen Tagen und lassen Sie Ihre Seele gemütlich in Ihrem Naturparadies baumeln.

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  • Mit Plan ran ans Gemüse im Gewächshaus

    Das Gewächshaus bietet ideale Bedingungen für den ganzjährigen Anbau verschiedener Pflanzen. Ein gut durchdachter Bepflanzungsplan ist entscheidend, um den verfügbaren Raum optimal zu nutzen und eine gute Ernte zu erzielen. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihr Gewächshaus sinnvoll bepflanzen und mit einem strategischen Plan die besten Ergebnisse erzielen. Ein Gewächshaus bietet die Möglichkeit, Pflanzen unter kontrollierten Bedingungen anzubauen. Dadurch kann das Wachstum von Gemüse, Obst und Kräutern beschleunigt und die Vegetationsperiode verlängert werden. Außerdem können exotische Pflanzen angebaut werden, die normalerweise in unseren Breitengraden nicht wachsen. Folgende Pflanzen eignen sich besonders für den Anbau im Gewächshaus: Gemüse: Aubergine, Gurke, Karotte, Kartoffel, Kohl, Kürbis, Mais, Paprika, Radieschen, Salat, Sellerie, Spinat, Tomate, Zucchini, Zwiebel Obst und Beeren: Erdbeere, Marille, Melone, Nektarine, Pfirsich, Rhabarber, Weintraube Hülsenfrüchte: Erbsen, Bohnen Kräuter: Basilikum, Dill, Majoran, Oregano, Petersilie Exotische Pflanzen: Avocado, Banane, Feigen, Kiwi, Maracuja, ZitrusfrüchteWelche Pflanzen sind für ein Gewächshaus geeignet?Leider regeln sich die Temperatur- und Lichtverhältnisse im Gewächshaus nicht von selbst nach den Bedürfnissen der Pflanzen. Daher erfordert der Betrieb eines Gewächshauses ein gewisses Maß an Planung und Kontrolle. Die folgenden Maßnahmen können helfen, die Licht- und Temperaturverhältnisse zu regulieren, um die Pflanzen vor Überhitzung und Hitzestress zu schützen. Schattiernetze : Diese Netze können die Intensität des Sonnenlichts reduzieren und damit die Temperatur im Gewächshaus senken. Sie sind vor allem in den Sommermonaten nützlich. Kalkanstrich: Durch das Auftragen eines speziellen Kalks auf die Außenwände des Gewächshauses kann das Licht reflektiert und die Aufheizung verringert werden. Automatische Belüftung : Ein gutes Belüftungssystem sorgt dafür, dass warme Luft abgeführt wird und frische Luft ins Gewächshaus gelangt. Im Idealfall reagiert es automatisch auf Temperaturänderungen und regelt den Luftaustausch entsprechend. Ventilatoren : Ventilatoren verbessern die Luftzirkulation und sorgen für eine gleichmäßige Temperaturverteilung. Wasserspeicherung und -verteilung : Durch die Verdunstung von Wasser wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und die Temperatur gesenkt. Tröpfchenbewässerungssysteme sind eine effiziente Methode, um Pflanzen mit Wasser zu versorgen, ohne dass es zu Staunässe kommt. Durch die Kombination der richtigen Pflanzenauswahl mit einer effektiven Temperatur- und Lichtkontrolle kann ein Gewächshaus optimal genutzt werden. So können Sie das ganze Jahr über gesunde Pflanzen im Gewächshaus anbauen.Temperatur- & Lichtregulierung im GewächshausDie Anordnung der Pflanzen in einem Gewächshaus spielt eine entscheidende Rolle für ihre Gesundheit und ihren Ertrag. Durch eine sorgfältige Planung können Sie sicherstellen, dass jede Pflanze optimale Wachstumsbedingungen vorfindet. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten der Anordnung.   Reihenanbau Der Reihenanbau ist eine der gebräuchlichsten Anbaumethoden im Gewächshaus. Die Pflanzen sind in parallelen Linien oder Reihen angeordnet, was die Bewässerung, Belüftung und Pflege der Pflanzen erleichtert.   Mischkultur Eine Mischkultur nutzt die gegenseitige Unterstützung verschiedener Pflanzenarten, beispielsweise bei der Schädlingsabwehr oder der Bodenverbesserung, was die Pflanzengesundheit fördert.   Hochbeete oder Kübel Der Anbau in Hochbeeten oder Kübeln maximiert den verfügbaren Raum und fördert ein gesundes Wachstum. Dies reduziert das Risiko von Schädlingsbefall und Krankheiten und erhöht den Ertrag.Anordnung der Pflanzen im GewächshausEine durchdachte Planung des Anbaus im Jahresverlauf ist entscheidend für eine kontinuierliche Ernte über das ganze Jahr. Durch den Wechsel der Kulturen und die Nutzung der unterschiedlichen Wachstumsperioden kann die Produktivität des Gartens maximiert werden.   Frühling Im Frühjahr beginnt die Gartensaison - ideal, um die ersten Gemüsesorten auszusäen und zu pflanzen, die kühles Wetter bevorzugen. Aussaat und Pflanzung: Radieschen, Spinat, Karotten, Erbsen, Zwiebeln, Salat Vorziehen: Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini Pflege: Frühjahrsdüngung, Unkraut jäten, Boden vorbereiten   Sommer Der Sommer ist die Hauptwachstumsperiode, in der viele Pflanzen ihre volle Reife erreichen und geerntet werden können. Nachsaat und Pflanzung: Spätere Karotten, Bohnen, Kürbis, weitere Salatsorten Ernte: Frühkartoffeln, Radieschen, Salate, Spinat, Gurken, Zucchini, Tomaten Pflege: Regelmäßiges Gießen, Mulchen, Schädlingskontrolle, Beschattung bei Hitze   Herbst Im Herbst können Sie die letzten Sommerfrüchte ernten und mit der Aussaat von winterhartem Gemüse beginnen. Nachsaat und Pflanzung: Feldsalat, Winterspinat, Endivien, Lauch, Rosenkohl Ernte: Kürbis, Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Kartoffeln Pflege: Bodenvorbereitung für den Winter, Mulchen, eventuell Schutzmaßnahmen für empfindliche Pflanzen   Winter Auch im Winter kann der Garten produktiv sein, vor allem in Gewächshäusern und Folientunneln . Ernte: Rosenkohl, Grünkohl, Wintersport, Feldsalat Pflege: Gewächshäuser lüften, Schneelasten entfernen, Pflanzen vor extremen Temperaturen schützen Planung: Gartenplanung, Samen bestellen, Bodenanalyse durchführen (wenn Boden nicht mehr gefroren) Je nach klimatischen Bedingungen im Gewächshaus können auch im Winter einige Sommerpflanzen kultiviert werden. Dies wird durch zusätzliche Beleuchtung und Isolierung bzw. mit einer Gewächshaus-Heizung unterstützt. Diese Vorkehrungen schaffen optimale Wachstumsbedingungen für Pflanzen wie Tomaten und Paprika, auch bei den niedrigeren Temperaturen der Wintermonate.Planung des Anbaus im JahresverlaufIn unseren FAQs finden Sie weitere hilfreiche Informationen und Tipps zur Bepflanzung eines Gewächshauses.   Wie viel Platz muss pro Pflanze eingeplant werden? Der Platzbedarf pro Pflanze variiert je nach Pflanzenart. Es ist wichtig, für jede Pflanze genügend Platz einzuplanen, damit sie sich optimal entwickeln kann und ausreichend Licht, Wasser und Nährstoffe erhält. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den empfohlenen Platz für die gängigsten Gewächshauspflanzen:   Pflanze Pflanzen/Samen pro m² Empfohlener Pflanzabstand Aubergine 3 - 4 50 – 60 cm Gurke 1 - 2 60 – 100 cm Karotte 100 - 150 5 - 10 cm Kartoffel, Mais 6 -9 30 - 40 cm Kohl 3 - 4 40 – 60 cm Kürbis 1 100 - 150 cm Paprika 4 - 5 40 - 50 cm Radieschen 200 - 250 2 - 5 cm Salat 10 - 20 20 - 30 cm Sellerie 11 - 16 25 - 30 cm Spinat 25 - 50 10 - 20 cm Tomate 2 - 4 50 – 70 cm Zucchini 1 - 2 90 - 100 cm Zwiebel 50 - 100 10 - 15 cm Aprikose, Nektarine, Pfirsich 1 pro 9 – 12 m² 3 – 4 m Erdbeere 6 - 10 30 - 40 cm Melone 1 1 – 1,5 m Rhabarber 1 - 2 90 - 100 cm Weintraube 1 – 2 pro m² entlang einer Reihe 1 – 2 m Erbsen 25 - 50 10 - 20 cm Bohnen 20 – 30 (Buschbohnen), 10 – 15 (Stangenbohnen) 15 – 30 cm (Buschbohnen), 10 cm (Stangenbohnen) Kräuter 10 - 20 20 - 30 cm Avocado 1 pro 9 – 12 m² 3 – 4 m Banane, Feige 1 pro 4 – 6 m² 2 – 3 m Kiwi, Maracuja 1 – 2 pro m² entlang einer Reihe 2 – 3 m Zitrusfrüchte 1 pro 4 – 6 m² 2 – 3 mHäufige Fragen zur Anzucht im GewächshausDie Pflanzenrotation, auch Fruchtfolge genannt, ist im Gewächshaus wichtig, um den Boden gesund zu erhalten und Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen. Verschiedene Pflanzenarten haben unterschiedliche Nährstoffansprüche und Wurzeltiefen. Durch die Fruchtfolge wird der Boden effizienter genutzt und vor Auslaugung geschützt. Außerdem verhindert die Fruchtfolge, dass sich spezialisierte Schädlinge und Krankheitserreger dauerhaft im Boden ansammeln und die Pflanzen befallen.   Mehr zu Gemüsebeet planen erfahren > Um die Fruchtfolge effektiv umzusetzen, sollte sie jährlich geplant werden. Gruppieren Sie Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen und bauen Sie sie in einem rotierenden System an. Eine einfache Form der Fruchtfolge ist die Dreifelderwirtschaft, bei der das Gewächshaus in drei Bereiche unterteilt wird: ein Bereich für Starkzehrer, ein Bereich für Mittelzehrer und ein Bereich für Schwachzehrer oder Leguminosen. Diese Pflanzen wechseln dann jährlich ihren Standort. Schwachzehrer (geringer Nährstoffbedarf): Kräuter wie Basilikum und Dill, Erbsen, Bohnen Mittelzehrer (moderater Nährstoffbedarf): Salat, Karotten, Zwiebeln, Sellerie Starkzehrer (hoher Nährstoffbedarf): Tomaten, Paprika, Gurken, Kürbisse, ZucchiniWarum ist die Fruchtfolge im Gewächshaus wichtig?Ein nährstoffreicher Boden ist die Voraussetzung für eine gute Ernte. Mit den folgenden Maßnahmen können Sie die Bodenqualität in Ihrem Gewächshaus verbessern: Kompost einarbeiten: Durch regelmäßiges Einarbeiten von verrottetem Kompost können Sie die Bodenstruktur verbessern und dem Boden Nährstoffe zuführen. Gründüngung : Säen Sie Gründüngungspflanzen wie Klee, Phacelia oder Senf zwischen die Hauptfrüchte. Diese Pflanzen lockern den Boden, reichern ihn mit Nährstoffen an und verbessern die Bodenstruktur. Mulchen: Mulchen Sie den Boden mit organischem Material wie Stroh, Laub oder Grasschnitt. Das schützt den Boden vor Austrocknung, unterdrückt Unkraut und verbessert die Humusbildung. pH-Wert des Bodens anpassen: Kontrollieren Sie regelmäßig den pH-Wert des Bodens und arbeiten Sie bei Bedarf Gartenkalk (pH-Wert erhöhen) oder Schwefel (pH-Wert senken) ein. So stellen Sie den optimalen pH-Wert für die Pflanzen sicher. Bodenbelüftung: Lockern und belüften Sie den Boden regelmäßig durch Umgraben oder mit einem Spaten . So fördern Sie die Wurzelbildung und verbessern die Sauerstoffversorgung. Regenwürmer fördern: Regenwürmer verbessern die Bodenstruktur, helfen Nährstoffe umzusetzen und erhöhen die Durchlüftung. Nährstoffanalyse durchführen: Führen Sie eine Bodenanalyse durch, um den Nährstoffgehalt zu ermitteln. Auf Basis der Ergebnisse können Sie dann gezielt organischen oder mineralischen Dünger einarbeiten, um Nährstoffmängel auszugleichen. Fruchtfolge einhalten: Achten Sie auf eine abwechslungsreiche Fruchtfolge im Gewächshaus, um den Boden nicht einseitig zu belasten und die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu erhalten.Wie kann die Bodenqualität im Gewächshaus verbessert werden?Entdecken Sie noch mehr wertvolle Infos zum Thema Gewächshäuser sowie die richtige Ausstattung und lernen Sie, wie ein Gemüsebeet richtig geplant wird sowie eine erfolgreiche Ernte eingefahren werden kann.

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  • Machen Sie Ihren Garten winterfest mit diesen 8 Tipps

    Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen in der Nacht unter 10°C und der Garten wartet auf seinen Winterschutz. Im Herbst haben wir alle Hände voll zu tun, unseren Garten so richtig winterfest zu machen. Deshalb haben wir Ihnen 8 Tipps zusammengetragen, damit Sie optimal vorbereitet sind. Frostfreie Tage im Oktober eignen sich besonders gut für den  letzten Rückschnitt  von Hecken und Bäumen, damit sie im nächsten Jahr wieder kräftig wachsen können. An trockenen, warmen Tagen sollten Sie hier kranke, schwache oder abgestorbene Triebe abschneiden. Dünne Äste werden nahe dem Baumstamm abgeschnitten. Welche Hecke wann geschnitten werden darf finden Sie in unserem Artikel  Heckenschnitt - So schneiden Sie Ihre Hecke. Stauden können, müssen aber nicht zurückgeschnitten werden. Da einige kälteren Temperaturen durchaus standhalten können, ist ein Staudenbeet eine gute Möglichkeit, etwas mehr grün in die Landschaft zu bringen. Wenn Sie sie zurückschneiden wollen, dann erst nachdem sie verblüht sind und ca. 10 cm über den Boden . So können sie im Frühjahr wieder kräftig austreiben.1. Der letzte Pflanzenschnitt im HerbstAbgeschnittene Pflanzenteile, Laub und Gras häufen sich nun bei der Gartenpflege. Um Fahrtkosten, Zeit und Nerven zu sparen, gibt es die Möglichkeit im eigenen Garten zu kompostieren. Neben klassischen Holz- und Metallgestellen gibt es auch Komposter aus Kunststoff, sogenannte Thermokomposter , welche auch bei niedrigen Temperaturen weiterhin Abfälle zersetzen können. So haben Sie schon in wenigen Wochen , oder eben rechtzeitig für den Frühling, frische und nährstoffreiche Erde für neue Pflanzen. Für das Einsammeln von Laub eignen sich vor allem Laubsauger ,  Laubsammler   oder klassisch der Laubrechen , wenn der Garten nicht so groß ist. Beim Kompostieren können Sie neben Küchenabfällen auch unbedruckten Karton, Laub, Erde und Rasenschnitt hinzugeben. Achten Sie vor allem bei Laub und Gras immer darauf, dass diese Komponenten vorher getrocknet werden und nicht zu nass sind, wenn sie in den Kompost kommen. Achtung bei kranken Ästen und Pflanzen! Einige Krankheitserreger halten dem Kompost stand und bleiben in der fertigen Erde enthalten.2. Gartenabfälle und Laub kompostierenFür die kalte Jahreszeit wollen wir auch unser Gemüsebeet noch einmal richtig vorbereiten. Bei lehmhaltigen Böden wird zuerst die Erde umgegraben, damit die Struktur verbessert wird und Erdblöcke aufgelockert werden. Hier empfiehlt sich, Kompost oder Kaliumdünger einzuarbeiten. Sind die Beete leer, können Sie sie entweder mit einem Vlies oder mit Mulch abdecken oder eine geeignete Gründüngung aussäen. Dies führt dazu, dass der Nährstoffverlust reduziert wird und ist auch fürs Auge ein Hingucker im Winter. Bis Ende Oktober hat zum Beispiel die Phacelia noch die Möglichkeit bis ca. Ende Dezember auszutreiben, aber auch Wickhafer oder bestimmte Winterroggen wachsen bei kälteren Temperaturen. Wenn die Pflanzen anfangen abzusterben, können sie abgeschnitten und zusätzlich als Mulchschicht verwendet werden. Diese Schicht kann auch aus Gras, Laub, Stroh oder alten Pflanzteilen bestehen. Mehr Infos zum Thema Gemüsegarten einwintern finden Sie  hier .3. Gemüsegarten überwinternIm Oktober und November beginnt die Zeit, in der Pflanzen langsam in ihr Winterquartier einziehen. Grundsätzlich gilt, dass der Ort zum Überwintern frostfrei sein soll und Temperaturen von 5-10°C optimal sind. Zusätzlich eignen sich vor allem helle Räume, damit die Pflanzen auch über den Winter genügend Licht abbekommen. Gewächshäuser sowie helle Treppenhäuser oder der Wintergarten eignen sich hervorragend, um die Pflanzen gut über den Winter zu bekommen. Andere Pflanzen, die zum Beispiel sehr stark zurückgeschnitten oder ganz abgeschnitten worden sind, brauchen in ihrem Winterquartier nicht so viel Licht und können daher in der Garage oder im Keller überwintern. Topfpflanzen, die als winterhart gelten, können dicht an der Hausmauer oder am Balkon überwintert werden. Bevor Sie jedoch mit den Vorbereitungen für den Winter beginnen, sollten Sie die Pflanzen noch einmal ordentlich gießen , damit sie in der nächsten Zeit nicht austrocknen. Generell sollten Sie nicht darauf vergessen, Ihre Topfpflanzen im Winterquartier zu gießen, um sie vor Frosttrocknis zu schützen. Um die Kälte auch von unten eindämmen zu können, legen Sie unter dem Topf eine Styropor Platte. Mit einer Luftpolsterfolie oder einem geeignetem Topfschutz wird der Topf ummantelt. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie die Topföffnung freihalten , da sich hier unter Umständen leichter Schimmel bilden kann. Die Öffnung können Sie mit einer Kokosschutzmatte bedecken, da diese luftdurchlässig ist. Mit einem Haubenvlies oder einem Sack aus Jute können Sie die Pflanze zusätzlich vor der Kälte schützen. Noch mehr Infos, wie Sie Ihre Gartenpflanzen winterfest machen, finden Sie  hier .4. Winterschutz für TopfpflanzenUm das Gewächshaus nach der Saison optimal auf den Winter vorzubereiten, sollten Sie sich vorweg die Frage stellen, was Sie im Winter damit machen wollen. Für den Anbau von Kräutern und der Überwinterung von Topfpflanzen brauchen Sie keine zusätzliche Heizung (= Kaltgewächshaus, 2-12°C). Für den ganzjährigen Anbau (12-18°C) brauchen Sie ein wenig Hilfe mittels einer Gewächshausheizung . In beiden Fällen sollte das Gewächshaus jedoch erst einmal von absterbenden und kranken Pflanzenresten befreit, sauber gemacht und die Fenster für optimale Sonneneinstrahlung geputzt werden. Zur Dämmung können Sie innen sowie außen Luftpolsterfolie anbringen. Nichtsdestotrotz sollten Sie auch im Winter regelmäßig lüften um Schimmel vorzubeugen. Auch die Schneedecke sollte regelmäßig entfernt werden, damit die Lichtzufuhr nicht zu lange unterbrochen wird. Für das beheizte Gewächshaus gibt es neben der Gewächshausheizung noch Heizmatten , die vor allem für die Anzucht sehr hilfreich sind. Zudem ist es empfehlenswert, ein Thermometer anzubringen, damit Sie die Temperatur regelmäßig prüfen können.5. Gewächshaus für den Winter vorbereitenUm den Rasen für den Winter vorzubereiten und strapazierfähig zu machen, ist im Oktober bis ca. Mitte November noch Zeit, einen Herbstdünger mittels Streuwagen zu verteilen. Der Dünger enthält viel Kalium und hilft dem Rasen dabei, einerseits nicht so anfällig für Frost zu sein und andererseits um sich für die erste Wachstumsphase im Frühjahr vorzubereiten. Danach kann der Rasen erst im Februar gekalkt und sechs bis acht Wochen danach wieder gedüngt werden. Grundsätzlich lässt der Wachstum vom Rasen im Herbst sehr nach und daher wird spätestens Ende November das letzte Mal gemäht. Stellen Sie hierfür den Rasenmäher 5 cm oder höher ein. Danach sollte er bis Mitte März bzw. April nicht mehr gemäht werden.6. Rasenpflege vor dem WinterBevor der Frost kommt ist es sehr wichtig, den Außenwasserhahn abzudrehen , um größere Beschädigungen bei den Rohren vorzubeugen. Schließen Sie hierfür das Absperrventil, damit kein Wasser mehr durch die Leitungen fließen kann. Danach lassen Sie das restliche Wasser im Schlauch und im Wasserhahn auslaufen. In Neubauten oder als Anschaffung gibt es auch eine frostsichere Außenarmatur . Diese entleert sich nach jedem Schließen des Ventils von selber. Da der Wasserhahn außen nun abgedreht und winterfest gemacht wurde, gilt es nur mehr den Gartenschlauch im Keller, dem Gartenhaus oder der Garage zu verstauen, damit auch hier Frost keine Chance hat. Zudem sollten die Gießkannen und Regentonnen ausgeleert und verstaut werden, um auch hier Beschädigungen vorzubeugen.7. Wasser abdrehen, Regentonnen ausleeren und Gartenschläuche verstauenWenn die Gartenmöbel im Winter nicht mehr gebraucht werden, können Sie sie trocken und sauber im Gartenhaus, Keller oder der Garage lagern. Wenn Sie jedoch Platz auf der Terrasse oder dem Balkon haben, können Sie sie auch hier mit zusätzlichem Schutz lagern. Für Gartenmöbel, Sonnenschirme, Griller und Co. gibt es eine große Auswahl an Schutzhüllen , um sie im Winter vor Nässe und Sonneneinstrahlung zu schützen. Zusätzlich können Sie die Möbel und Geräte mit Fußkappen ausrüsten oder die Füße in eine Folie stellen und mit Kabelbinder zubinden. So verhindern Sie, dass die Nässe vom Boden in die Gartenmöbel dringen kann.8. Gartenmöbel vor Wind und Wetter schützen

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  • Gemüsegarten winterfest machen

    Am Ende der Gartensaison müssen nicht nur die Gartenmöbel eingelagert, der Pool gesäubert und der Rasen für den Winter vorbereitet werden, sondern auch der Schutz des Gemüsegartens vor Frost und das richtige Einwintern des Gemüsebeetes stehen im Herbst vor der Tür. Die richtige Überwinterung des Gemüsebeetes trägt neben der Vorbereitung auf die nächste Gartensaison, auch oftmals zum Ernteerfolg bei.  Der richtige Winterschutz für den GemüsegartenBevor der Winter einbricht, sollten im Herbst noch schwere, tonhaltige Böden mit einer Grabegabel umgegraben und normale Böden wie beispielsweise das Gemüsebeet aufgelockert werden. Dabei empfiehlt sich die Einarbeitung von Kompost oder Mist, um den Boden noch vor dem Winter mit Nährstoffen zu versorgen.  Im ersten Schritt sollte dafür der Kompost bzw. Mist mit einer Gabel am Beet verteilt werden und anschließend kann das Beet Stück für Stück mit dem Spaten abgearbeitet werden.Die umgegrabene beziehungsweise aufgelockerte Erde sollte über den Winter mit einer Schicht Stroh oder mit Mulch abgedeckt werden. Ideal eignet sich dafür auch das Laub, welches selbst im Garten gesammelt und weiterverwendet werden kann. Durch die Bedeckung ist der Boden nicht den eisigen Temperaturen ausgesetzt und wird zusätzlich mit wertvollen Nährstoffen versorgt.  Außerdem herrscht für die winterfeste Beete Düngeverbot, da keine aktiven Wurzeln die Nährstoffe festhalten können. Alternativ zur Mulchdecke und Dünger, kann auch eine natürliche Gründung erfolgen. Eine Bepflanzung der Beete ist auch im Winter eine gute Lösung, da es die Erde fruchtbar hält, die Gründüngung die Nährstoffe aufnimmt und deren Wurzeln den Boden lockern. Dafür kann beispielsweise Sommerwicke oder -hafer, Inkarnat-Klee, Winterroggen oder auch Phacelia verwendet werden. Nebenbei spart man sich auch das Abdecken des Gemüsebeets durch die grüne Pflanzendecke im Winter. Kurz vor dem Winter ist kaum Gemüse auf den Gemüsebeeten zu finden - bis auf die Pflanzen, die für die Gründüngung gepflanzt wurden sowie winterhartes Gemüse wie beispielsweise Lauch, Zuckerhut oder Kohl. Damit die Ernte des Wintergemüses trotzdem nicht mit eiskalten Fingern verbunden ist und etwas leichter von der Hand geht, eignet sich ein Winterzelt für Pflanzen auch sehr gut für den Schutz des Gemüses vor Schnee im Winter. Nicht nur der Gemüsegarten, sondern auch der Rasen und die Sträucher müssen für den Winter vorbereitet werden, damit sie die Kälte überleben. Im ersten Schritt sollte das Laub im Garten durch einen Laubsauger oder Laubbläser entfernt werden, damit das Wachstum der darunterliegenden Pflanzen nicht behindert wird. Dieses Laub kann sehr gut für die Isolierung und für den Schutz der Gartenbeete verwendet werden. Der Herbst eignet sich auch ideal für den Rückschnitt von Sträucher und Bäume im Garten, da der Schnitt nicht nur den Austrieb im Frühjahr ankurbelt, sondern auch das Wachstum junger Triebe angeregt wird. Triebe, die krank oder bereits abgestorben sind, sollten entfernt werden.   Mehr zum Thema Heckenschnitt >Damit Kübelpflanzen oder kleine Bäumchen den Winter überleben und vom Frost geschützt werden oder Sie auch im Winter nicht auf Gemüse verzichten wollen, können Gewächshäuser oder Wintergärten sehr hilfreich sein. Diese schützen die Pflanzen vor Kälte, Hagel, Frost oder Schnee.   Mehr zu Gartensaison verlängern erfahren >Überwinterung von KübelpflanzenWinterschutzhauben für Pflanzen bieten die letzte und vor allem kostengünstige Möglichkeit , um Ihre frostempfindlichen Pflanzen vor Schnee, Kälte und Eis zu schützen und so sicher über den Winter zu bringen. Dabei können die Folien schnell durch ein Stecksystem aufgebaut werden und bieten den optimalen Schutz vor Erfrieren oder Austrocknen.  Einen weiteren Vorteil bieten die praktischen Winterschutzzelte: Die Pflanzen müssen nicht mühevoll vor dem Gießen von Schnee und Eis befreit werden, sondern sind meist durch eine eingebaute Tür oder Fenster einfach zugänglich . Das erspart neben eiskalten Fingern auch eine Menge Zeit.Pflanzen effektiv vor Kälte schützenFür das Gartenbeet herrscht vor dem Winter Düngeverbot, jedoch würde sich der Rasen im Herbst über eine kleine Pflegekur freuen. Nachdem die Temperatur bereits unter zehn Grad Celsius liegt, empfiehlt es sich den Rasen zurückzuschneiden und mit einem speziellen Herbstdünger für die kalte Jahreszeit zu stärken. Der Herbstrasendünger sorgt für die Regeneration des Rasens über den Winter und ermöglicht durch das extra Kalium einen grünen Rasen bereits im Frühjahr.   Mehr zum Thema Garten einwintern >Rasendünger für den HerbstEntdecken Sie alles für die Gartenarbeiten im Herbst und versorgen Sie Ihre Beete und Pflanzen optimal für die kommende Kälte.

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  • Diese Begriffe werden Sie im Gemüse- & Obstanbau öfter hören

    Die Welt des Gemüse- und Obstanbaus hält viele Begriffe bereit, die dem ein oder anderen nichts oder nur wenig sagen. Damit wir im Dschungel der Begriffe ein wenig mehr Durchblick bekommen, haben wir Ihnen die wichtigsten Ausdrücke wie ausgeizen, Kindel oder Rhizom inklusive kurzer Beschreibung zusammengetragen.Absonnige Standorte sind zwar sehr hell, jedoch kommt keine direkte Sonneneinstrahlung hinzu. Im Wald zum Beispiel verdeckt das Laub der Bäume die Sonne, jedoch kommt trotzdem Licht durch die Kronen und die Umgebung ist hell.AbsonnigBeim Ausgeizen werden bei Tomaten, Paprika oder Weintrauben die Nebentriebe (Geize) entfernt, damit der Haupttrieb stark weiterwachsen kann. Vor allem bei Tomaten, die sehr hoch werden ist es wichtig, da die Pflanze nicht genügend Tragkraft hat und somit irgendwann abbrechen würde, wobei sie auch durch Rankhilfen abgestützt werden können. Bei Paprika kann so lange ausgegeizt werden, bis sich die ersten Früchte bilden, jedoch ist dadurch kein vermehrter Ertrag garantiert.AusgeizenBaumanstrich ist eine kalkhaltige, weiße Farbe, die vor allem vor dem Winter auf die Baumrinde aufgetragen wird, damit diese nicht aufplatzt. Der Anstrich dient auch als Schutz gegen Schädlinge , die in die Rinde gelangen wollen und versorgt sie zusätzlich mit wichtigen Mineralstoffen.BaumanstrichDie Bodenbeschaffenheit beschreibt den Zustand des Bodens in Ihrem Garten. Hier gibt es verschiedene Arten wie Sandboden, Tonboden, Lehmboden oder Moorboden . Wie Sie Ihren Boden bestimmen und was Sie tun können, wenn er zu tonhaltig oder sandig ist, erfahren Sie hier .BodenbeschaffenheitDrainageschichten schaffen eine wasserdurchlässige Schicht durch ihre Beschaffenheit. Diese kann entweder ganz unten im Topf oder im Pflanzloch (Tongranulat, Kies, etc.) angelegt werden oder das Granulat wird mit der Erde durchgemischt (Tongranulat, Perlite, etc.), damit eine lockere Beschaffenheit erreicht wird. Dadurch wird verhindert, dass sich Staunässe bilden kann und das Wasser nach dem gießen oder bei Regen immer gut abrinnt.DrainageschichtEinjährige Pflanzen wie verschiedene Sommerblumen oder Salat überdauern in unseren Breitengraden nur einen Sommer und sterben dann gegen Winter, oder bereits vorher, ab. Im Gegensatz dazu mehrjährige Pflanzen. Sie überdauern auch den Winter und bleiben je nach Art lange stehen, wobei sie auch verholzen.Einjährige vs. mehrjährige PflanzenFlachwurzler (Magnolien, Hortensien, Ahorn, Birne, etc.) bilden tellerförmige Wurzeln , die in den oberen Bodenschichten wachsen. Bei dieser Art ist immer Vorsicht bei der Bodenbearbeitung geboten, da Wurzeln schnell verletzt werden können. Tiefwurzler (Eibe, Ginster, Kastanie, Kiefer, etc.) hingegen bilden eine Hauptwurzel , welche senkrecht in das Erdreich mit einer Tiefe von 5-10 m wächst. Hier sollten Sie beim Einsetzen vor allem bei Wohnungen und Häusern vorsichtig sein, denn manche Tiefwurzler bilden so starke Wurzeln, dass sie Folien zerstören und eventuell Schäden entstehen können. Klären Sie das deshalb vorher mit Ihrem Mieter oder der ansässigen Baubehörde ab.Flach vs. TiefwurzlerDie Fruchtfolge ist die Voraussetzung zum guten Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Denn hier wird beachtet, welches Gemüse an einer Stelle nacheinander angepflanzt wird. Im Gemüseanbau gibt es Pflanzen, die Schwach-, Mittel- & Starkzehrer (dazu weiter unten mehr) sind und den Boden unterschiedlich stark auslaugen, also die Nährstoffe entziehen. Durch einen Pflanzplan haben Sie einen guten Überblick, was Sie wann ansetzen und können die Nachfolge planen. Beispielsweise werden im ersten Jahr Starkzehrer wie Tomaten oder Kartoffeln angepflanzt, im 2. Jahr dann Karotten oder Mangold und im dritten Jahr Radieschen oder Zwiebeln. Danach startet man wieder von vorne. Das bezieht sich jedoch nur auf ein Beet, deshalb eigenen sich mehrere Beete (idealerweise 3, da es 3 Jahre sind) um trotzdem jedes Jahr beispielsweise Tomaten anpflanzen zu können. Um zwischendurch wieder mehr Nährstoffe in den Boden zu bringen, können Sie vor der Bepflanzung der Beete Kompost in die oberste Schicht einmischen .FruchtfolgeFruchtmumien findet man nach dem Herbst am Baum oder Strauch. Diese Früchte sind nicht heruntergefallen, jedoch verschimmelt oder verdorrt, wobei das vor allem für Stein- und Kernobst gilt. Diese „Mumien“ sollten alsbald entfernt werden, da sie oft zu Überträgern von Schädlingen werden.FruchtmumieMit einer Gründüngung können Sie ganz natürlich den Boden verbessern, indem Sie die Samen auf einer Stelle ausstreuen, an der beispielsweise viel Unkraut wächst, in leere Beete oder einfach als Abwechslung zum einheitlichen Rasen. Als Gründüngung eignet sich Phacelia, Gelbsenf, Bitterlupine, Rotklee oder gemischte Blumensamen, wobei der Effekt bei allen ähnlich ist. Der Boden wird beschattet und somit vor Austrocknung geschützt, die Humusbildung wird unterstützt, Erosion wird vermindert und die Bedingungen für Insekten und nachfolgende Kulturen wird verbessert. Zudem locken vor allem die blühenden Variationen Nützlinge in Ihren Garten und sorgen somit für mehr Artenvielfalt.GründüngungBeim Häckseln werden große Äste oder Strauchschnitt zerkleinert, um entweder als Mulchmaterial verwendet oder um im Kompost schneller zersetzt zu werden. Hier können Sie entweder händisch mit einer Gartenschere vorgehen oder bei großen Mengen mit einem Häcksler arbeiten.HäckselnHumus bezeichnet das gesamte organische Material im Boden , wobei man zwischen verschiedenen Formen unterscheiden kann (Rohhumus, Moder und Mull). Humus ist das Substrat, das den Kompostierungsprozess fertig durchlaufen und sehr nährstoffreich ist, wohingegen Komposterde noch nicht vollständig zersetzt ist. Kompost entsteht durch die Zersetzung von biologischen Garten- und Küchenabfällen mit Hilfe von Bodenlebewesen. Dieser Prozess braucht zwar je nach Komposter und Arbeitsaufwand mehr oder weniger Zeit, trotzdem wird man mit einer sehr hochwertigen und nährstoffreichen Erde belohnt, die im Garten eingesetzt werden kann.Humus vs. KompostBei Gemüse- und Obstpflanzen bzw. Samen stoßen Sie auch oft auf den Begriff „Hybride“. Hierbei wurde eine Hybridzüchtung (F1) aus zwei Pflanzen erster Generation durchgeführt. Vorteile davon sind zum Beispiel Ertragssteigerung, gleichmäßige Früchte oder verschiedene Resistenzen gegen Krankheiten bzw. auch die Schaffung von neuen Sorten. Ein wesentlicher Nachteil solcher Hybriden besteht darin, dass man die Samen der neuen Pflanzen dann nicht mehr weiterverwenden kann, denn in der 2. Generation (F2) werden die Pflanzen dann ganz unterschiedlich und sind vielleicht auch anfälliger gegenüber Krankheiten.HybridenVerschiedene Samen erfordern unterschiedliche Bedingungen beim Wachstum wie Lichtintensität und Temperatur. Achten Sie vor allem beim Selbstanbau immer auf die individuellen Bedürfnisse der verschiedenen Samen. Kaltkeimer (Waldmeister, Bärlauch, Duftveilchen, Schnittlauch, Kornblumen, etc.) brauchen beispielsweise einen Kältereiz (also niedrige Temperaturen) um keimen zu können. Dabei brauchen Sie ungefähr 4-6°C für 4-8 Wochen und nach der Keimung eine Temperatur von ca. 12°C. Warmkeimer (Melonen, Mangold, Artischocke, Erbsen, etc.) brauchen Temperaturen über 5°C um keimen zu können. Dabei gibt es aber auch Sorten, die erst ab 20°C zu keimen beginnen. Lichtkeimer (viele Kräuter, Kopfsalat, Sellerie, Erdbeeren, etc.) werden direkt an der Oberfläche der Erde gesät und nur leicht angedrückt, da sie Licht zum Keimen benötigen. Die Samen von Dunkelkeimer (Aubergine, Gurke, Kürbis, etc.) werden hingegen je nach Größe mit einiger Erde überdeckt.KeimartenSukkulenten, Grünlilien oder Erdbeeren bilden beispielsweise Kindel, mit denen man die Pflanzen vermehren kann. Kindel sind vollständige Pflanzen, die an der Mutterpflanze wachsen und nach der Bildung von Wurzeln und Blättern abgetrennt und eingesetzt werden können, damit wieder eine eigenständige Pflanze wachsen kann.KindelKräuterjauchen sind pflanzenstärkende Extrakte , also natürliche Dünger, die Sie aus Brennnesseln, Schachtelhalm, Löwenzahn, Zwiebeln und anderen Pflanzen mit Wasser mittels Gärungsprozess herstellen können. Sie dienen jedoch nicht nur als Dünger, sondern wehren dank verschiedener Eigenschaften oft auch Schädlinge und Krankheiten ab. Die Jauche wird je nach Anwendungsfall stark verdünnt und mit der Gießkanne zugeführt oder auf die Blätter gesprüht.KräuterjaucheBei mineralisch-organischen Düngern erhalten Sie die Langzeitwirkung von Bio-Düngern und die sofortige Pflanzenverfügbarkeit der mineralischen Komponente . Es handelt sich hierbei um sofort wirkende Dünger, die dem Boden und den Mikroorganismen jedoch nicht schaden. Zwar wirkt diese Art nicht so intensiv wie rein organische Dünger, trotzdem ist er vor allem auf Grund der oben genannten Vorteile auch im Bio-Garten sehr beliebt. Hier erfahren Sie mehr zum Thema biologisch düngen.Mineralisch-organische DüngerBei der Mischkultur werden auf einer Fläche verschiedene Pflanzenarten angebaut, die voneinander profitieren und sich gegenseitig auch vor Krankheiten und Schädlingen schützen (siehe auch Nachbarschaft im Beet). Grob gesagt will man bei einer Mischkultur auch das Konkurrenzverhalten nach Licht, Wasser und Nährstoffen zwischen den verschiedenen Pflanzen minimieren, da unterschiedliche Sorten andere Bedürfnisse haben, nicht wie bei einer Monokultur. Dabei wird nicht nur Gemüse angebaut, sondern auch Blumen und Kräuter , die Nützlinge anlocken und durch Ihren Duft Schädlinge abwehren. Bei Monokulturen (Reinkultur) wird nur eine Pflanzenart angebaut und das oft über mehrere Jahre hinweg. Zwar erzielt man vor allem in der Landwirtschaft große Erträge, jedoch ist eine solche Kultur auch viel mit regelmäßiger Schädlingskontrolle und dem Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln verbunden.Mischkultur vs. MonokulturMulchen wird vor allem im Obst- und Gemüseanbau verwendet und beschreibt eine Schicht, die auf das Beet gegeben wird, um die Erde vor Verdunstung, zu starker Erwärmung oder Kälte zu schützen bzw. auch um Unkraut zu hemmen. Eine Mulchschicht besteht aus nicht verrotteten Pflanzenresten wie Rindenmulch, Hackschnitzel, Rasenschnitt, Laub, Stroh, etc.MulchenEine gute Nachbarschaft im Beet zu haben ist das A und O beim Gemüseanbau . Denn vertragen sich zwei oder mehrere Pflanzen nicht, die direkt nebeneinander wachsen, so kann es dazu kommen, dass Nährstoffe oder Platz geraubt wird und entweder eine oder beide Sorten nicht besonders gedeihen können.Nachbarschaft im BeetDer Begriff „Pikieren“ wird vor allem im Selbstanbau verwendet, wenn zwei junge Pflanzen zu dicht nebeneinanderstehen und nicht genügend Platz zum Wachsen haben. Sie werden pikiert, also verpflanzt, damit sie mehr Raum für gesundes Wachstum haben.PikierenPflanzen mit Rhizome bilden einen Erdspross, der unter der Erde wächst und Funktionen der Wurzel übernehmen kann wie die Speicherung von Stärke oder auch um sich zu vermehren. Beispiele hierfür sind Ingwer, Kurkuma, Spargel, Bambus, einige Frühblüher, Minze, Himbeere, etc. Wie am Bild erkennbar sehen die Rhizome ein wenig wie dicke Wurzeln aus, aus denen jedoch stellenweise die Pflanze wächst. So kann sich, wie am Bild, beispielweise die Minze vermehren. Beim Beispiel Ingwer ist die Knolle selbst ein Rhizom, also die Wurzel, und die Pflanze wächst dann aus der Knolle. RhizomDie verschiedenen Zehrer beschreiben, wie viel Nährstoffe eine Pflanze benötigt. Schwachzehrer (Radieschen, Feldsalat, Erbse, Knoblauch) brauchen nur wenige Nährstoffe, wohingegen Starkzehrer (Tomaten, Gurke, Porree, Spargel, Paprika, Auberginen) viele Nährstoffe, vor allem Stickstoff, aus der Erde ziehen und somit im ersten Jahr von neu angelegten Beeten eingepflanzt werden sollten, da hier noch die meisten Nährstoffe vorhanden sind. Mittelzehrer (Erdbeeren, Karotten, Rote Beete, Kohlrabi) werden idealerweise dann im zweiten Jahr angepflanzt.Schwach-, Mittel- & StarkzehrerStecklinge sind Pflanzenteile, die von der Mutterpflanze abgeschnitten und dann zu einer eigenständigen Pflanze werden. Diese Methode ist neben der Aussaat eine der wichtigsten Schritte, um Pflanzen zu vermehren. Die Stecklinge können entweder direkt in die Erde eingesetzt und regelmäßig befeuchtet oder in Wasser gestellt werden, bis sie Wurzeln bilden und danach in Erde eingesetzt werden können.StecklingeDie Vorkultur beschreibt das Heranziehen von jungen Pflanzen unter geschützten Bedingungen beispielsweise in einem Zimmergewächshaus . Hierbei werden Samen ausgesät um robuste Pflanzen heranzuziehen, die im Freiland dann später bessere Voraussetzungen haben, als bei einer Direktaussaat. Dies geschieht vor allem bei Tomaten, Paprika, Gurken, Kürbis, Lauch und Co.VorkulturDamit sich Pflanzen nicht weiter ausbreiten als sie sollten, gibt es die Möglichkeit von Wurzel- bzw. Rhizomsperren , die die Ausbreitung eindämmen . Vor allem bei bekannten Pflanzen wie Minze oder Bambus ist eine Sperre notwendig, wenn Sie nicht wollen, dass die Pflanze das Beet oder auch den Garten übernehmen.Wurzelsperre/RhizomsperreWir hoffen wir konnten Ihnen ein wenig Durchblick verschaffen mit unserem kleinen Lexikon zum Thema Gemüse- und Obstanbau. Entdecken Sie noch mehr Tipps und Inspirationen rund ums Gärtnern und die Pflanzenanzucht.

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  • Bunte Mischung im Gemüsebeet für gestärkte Pflanzen

    Im Gemüsebeet dreht sich alles um gesunde Pflanzen und dass der Ertrag möglichst groß ausfällt. Die Natur lehrt uns, dass verschiedene Pflanzen auch in einer Symbiose leben können, in der Geben und Nehmen eine wichtige Rolle spielt. Bei einer Mischkultur im Gemüsebeet mit Kräutern und Blumen bewirken Sie genau das, wobei der Effekt, der dem Gemüse und dem Boden zugute kommt, bedeutend ist. Wir zeigen Ihnen, wieso es so wichtig ist auf Mischkultur im Beet zu achten, welche Vorteile Sie daraus ziehen und welche Kräuter und Blumen sich perfekt als Pflanzpartner eignen. Bei der Mischkultur im Gemüsebeet setzt man auf positive Effekte, die bestimmte Pflanzen aufeinander haben, wobei hier auch Kräuter und Blumen ins Spiel kommen. Die Wirkung zeigt sich meist indem Pflanzen kräftiger wachsen, Sie mehr ernten können, der Boden vor Austrocknung geschützt wird und Schädlinge ferngehalten werden. Mit der richtigen Bepflanzung können Sie zudem auch die vorhandene Fläche im Beet optimal nutzen, indem Sie beispielsweise Knoblauch zwischen Tomaten oder Lauch zwischen Salatpflanzen ansetzen. So erhalten Sie mehr Ertrag auf kleinerer Fläche. Ihr Gemüse ist bei einer Mischkultur weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten, im Gegensatz zu einer Monokultur. Zwar kann es  auch hier zu einem Schädlingsbefall kommen, aber durch eine große Artenvielfalt locken Sie auch viele natürliche Feinde und Nützlinge an, die dem ganzen entgegenwirken. Zudem ist die bunte Mischung im Beet auch etwas fürs Auge. Achten Sie bei einer Mischkultur jedoch immer darauf, ob sich die Gemüsepflanzen untereinander vertragen. Es kann nämlich auch sein, dass sich die Pflanzen Energie und Nährstoffe rauben und somit die Ernte eher schlecht ausfällt bzw. die Pflanzen auch viel anfälliger für Krankheiten sind. Außerdem sollten Sie es bei einer Mischkultur nicht übertreiben. Pflanzen Sie lieber nur drei bis vier Kombinationen an, damit Sie nicht den Überblick verlieren.Vorteile von Mischkultur im GemüsebeetDuftende Küchen- und Heilkräuter sind in jedem Garten beliebt. Werden Sie im Gemüsebeet angebaut, so locken Sie nicht nur Nützlinge an, sondern vertreiben mit ihren ätherischen Ölen und Besonderheiten auch Schädlinge und fördern das Aroma der verschiedenen Gemüsesorten. Zudem wachsen Sie oftmals sehr platzsparend, wodurch sie sich perfekt als Zwischenpflanzung eignen und so den Boden vor Austrocknung schützen. Kräuter können Sie entweder schon fertig als Pflanze kaufen oder beim Einsetzen Ihrer Gemüsepflanzen mittels Samen im Beet ausbringen, da sie auch relativ schnell wachsen. Kräuter im GemüsebeetBasilikum sollte in keinem Garten fehlen, weil er nicht nur besonders nützlich in der Mischkultur ist, sondern auch perfekt zu italienischen Speisen passt. Im Gemüsebeet macht sich Basilikum besonders gut, wenn er zwischen Tomatenpflanzen gesetzt wird. Er hilft hier beispielsweise mit Mehltau oder der weißen Fliege und sorgt dafür, dass die Tomaten die Nährstoffe besser aufnehmen. Außerdem verleiht er den fertigen Früchten der Pflanze mehr Aroma. Mit seiner Blüte und dem intensiven Duft zieht er zudem auch wichtige Bestäuber an und kann auch Kohlweißlinge fernhalten. Er passt neben Tomaten auch perfekt zur Bepflanzung bei Chili, Paprika, Kohl, Gurke oder Zucchini. Schlechte Nachbarn von Basilikum: Bohnenkraut, Minze, Melisse, Salbei, Thymian, Majoran, Liebstöckel, TopinamburBasilikum (Ocimum basilicum)Genau wie Basilikum punktet auch Oregano im Gemüsebeet mit seinen ätherischen Ölen und intensivem Duft. Er hält dadurch ebenfalls verschiedene Schädlinge fern und zieht wichtige Nützlinge an. Auch er passt perfekt zu Tomaten, Chili und Paprika, aber auch neben Lauch, Zwiebeln und Kürbis. Schlechte Nachbarn  von Oregano: Majoran, Liebstöckel, TopinamburOregano (Origanum vulgare)Auch der Thymian hält wieder viele Schädlinge wie Läuse, Kohlweißling oder auch Schnecken fern und zieht kleine Insekten an. Bei der Anzucht im Gemüsebeet eignet er sich besonders gut neben Chili, Brokkoli, verschiedene Kohlsorten, Karotten, Kohlrabi, Paprika und Salate. Schlechte Nachbarn  von Thymian: Majoran, Dill, Basilikum, Minze, Ringelblume, Liebstöckel, TopinamburThymian (Thymus)Dill fördert die Keimfähigkeit beispielsweise bei Gurken oder Karotten und bringt bei einer Zwischenpflanzung bei vielen Gemüsesorten ein besseres Aroma. Er vertreibt zudem auch Wurzelschädlinge von Karotten und Zwiebeln sowie Blattläuse, Kohlweißlinge und Karottenfliegen. Er passt neben Gurken und Karotten auch sehr gut zu Bohnen, verschiedene Kohlsorten, Paprika, Chili, Kohlrabi, Salate, Erbsen, Rote Beete, Spargel und noch vielen mehr. Schlechte Nachbarn  von Dill: Salbei, Thymian, Fenchel, Estragon, Kapuzinerkresse, Kresse, Kürbis, Liebstöckel, TopinamburDill (Anethum graveolens)Schädlinge hält er fern und Nützlinge lockt er mit seinem Duft an – der Schnittlauch . Er lockert als Zwischenpflanzung oder am Beetrand den Boden auf und passt perfekt zu Weißkohl, Karotten, Sellerie, Spinat, Tomaten, Pastinake oder auch zu Erdbeeren. Schlechte Nachbarn  von Schnittlauch: Rosmarin, Koriander, Bohnen, Kresse, Lauch, Topinambur, Rote Beete, Liebstöckel, verschiedene Kohlarten, ErbsenSchnittlauch (Allium schoenoprasum)Rosmarin passt beispielsweise perfekt zu Karotten, da er die lästige Karottenfliege fernhält. Zudem eignet sich auch eine Pflanzung neben Kohl, da er auch hier den bekannten Kohlweißling abhält. Sobald der Rosmarin blüht, zieht er zudem viele Nützlinge an und verbreitet ein wunderbar, duftendes Aroma. Schlechte Nachbarn  von Rosmarin: Schnittlauch, Liebstöckel, Topinambur, ZwiebelRosmarin (Salvia rosmarinus)Der Name ist Programm beim Bohnenkraut , denn diese Pflanzen hält bei einer Mischkultur mit Bohnen die lästige schwarze Bohnenlaus fern und hilft beim Wachstum der Pflanze. Zudem profitieren Pflanzennachbarn vom intensiven Aroma, darunter Tomaten, Paprika, verschiedene Kohlsorten, Salate, Rote Beete und Zwiebeln. Schlechte Nachbarn  von Bohnenkraut: Minze, Basilikum, Liebstöckel, TopinamburBohnenkraut (Satureja)Genauso wie Kräuter strömen auch Blumen einen intensiven Duft sowie ätherische Öle aus, was Schädlinge fernhält. Zusätzlich locken sie durch ihre Blütenpracht unzählige Nützlinge an und Sie müssen sich so keine Sorgen machen, dass Ihre Gemüsepflanzen nicht bestäubt werden bzw. können sich auf eine größere Ernte freuen. Setzen Sie bei einer Mischkultur mit Blumen auf ungefüllte Blätter (Blütenblätter sind rund um die gut sichtbaren Staubblätter), da die Insekten hier leichtes Spiel bei der Bestäubung haben. Zudem ist es wichtig, viele verschiedene Arten im Garten einzusetzen, da die Vielfalt auch unterschiedliche Insekten mit verschiedenen Nutzen anlockt und Sie so ein breites Spektrum haben. Mehr Artenvielfalt bei den Nützlingen bedeutet weniger Schädlinge in Ihrem Garten und besseres Pflanzenwachstum sowie ein höherer Ertrag. Auch der optische Effekt darf nicht außen vorgelassen werden, denn ein buntes Blütenmeer ist auch besonders schön anzusehen.Blumen im GemüsebeetAchten Sie bei der Zwischenpflanzung oder bei der Bepflanzung am Beetrand immer darauf, dass manche Blumen mehr Platz brauchen und höher wachsen. Setzen Sie daher Blumen nur punktuell im Gemüsebeet ein und schaffen zusätzlich in der Nähe ein reines Blumenbeet, damit Sie auch so mehr Vielfalt in Ihren Garten bekommen und die Vorteile genießen können. Mit Blumensamenmischungen bringen Sie auf einmal eine große Vielfalt an Blumen in Ihren Garten. In diesem Fall ist aber zu empfehlen, dass Sie sie in ein eigenes Blumenbeet oder direkt in der Wiese ausbringen, je nach Art. Es gibt auch essbare Blumenmischungen die sich perfekt in einem Beet mit beispielsweise Pflücksalat eignen. Achtung: Achten Sie darauf, dass die Blumen Samen bilden und diese nach dem Verwelken auf den Boden fallen. Dadurch gelangt der Samen in die Erde und es können neue Pflanzen entstehen, wobei sie auch teilweise eine große Fläche des Beetes einnehmen können. Sollten Sie dies vermeiden wollen, so schneiden Sie die gerade verwelkten Blütenköpfe mit den Samen ab und lagern Sie sie trocken für die Aussaat im nächsten Jahr. Einige der nachstehenden Blumen sind bekannt dafür, sich gerne unkontrolliert zu vermehren.Die Ringelblume hat lange Pfahlwurzeln, welche den Boden auflockern und die Struktur maßgeblich verbessern. Zudem scheiden ihre Wurzeln bestimmte Stoffe aus, die schädliche Fadenwürmer fernhält und auch Schnecken meiden diese Blume eher. Pflanzen Sie die Ringelblume neben Kohl, Bohnen und Tomaten. Bei einer Pflanzung mit Kartoffeln kann die Blume die Kraut- und Knollenfäule vorbeugen. Die Blüten der Ringelblume sind außerdem essbar und passen perfekt zum Garnieren oder in Salate. Schlechte Nachbarn  von Ringelblumen: Topinambur, Liebstöckel, ThymianRingelblume (Calendula officinalis)Kapuzinerkresse wächst schnell und ist ein toller Bodendecker bzw. wächst sie auch oft gern am Rand vom Hochbeet hinunter. Die Pflanze wird oftmals angesetzt um Schädlinge anzulocken und so von wichtigen Gemüsepflanzen fernzuhalten. Sie wehrt jedoch Raupen, Schnecken, Ameisen und Co. auch ab. Die Kapuzinerkresse ist besonders nützlich im Anbau mit Kürbisgewächsen (Zucchini, Gurken und Kürbisse), da sie Unkraut unterdrückt und mit ihren Wurzeln die Erde gut auflockert. In einer Mischkultur mit Tomaten, Kartoffeln und Bohnen macht sie sich auch sehr gut. Blüten sowie Blätter sind essbar, wobei letztere leicht scharf und ein wenig nach Kresse schmecken. Perfekt für Salate, zum Garnieren oder für eine leckere Kräuterbutter zu Grillgemüse. Schlechte Nachbarn  von Kapuzinerkresse: Kohlarten (lockt Kohlweißling an). Dill, Koriander, Petersilie, FenchelKapuzinerkresse (Tropaeolum)Die strahlend blaue Kornblume lockt Gallwespen und andere Feinde der Kohlweißlinge und Kohleule an und ist somit ein guter Begleiter bei Kohlarten. Auch diese Blüte ist essbar und kann hervorragend als Garnitur, in Salaten oder auch als heilender Tee eingenommen werden. Schlechte Nachbarn  von Kornblumen: Keine bekanntKornblume (Centaurea cyanus)Wie die Kapuzinerkresse lockt auch die Studentenblume  Schädlinge im Garten an und lenkt so von den Gemüsepflanzen ab. Zudem sondert Sie bei Verzehr ein Gift ab, welches manche Insekten auch verenden lässt. Sie sind außerdem hervorragend zur Verbesserung der Bodenstruktur und können dank ihres niedrigen Wuchses gut als Bodendecker dienen und so vor Austrocknung schützen. Pflanzen Sie diese Blume neben Bohnen, Gurken, Kartoffeln, Kohl, Lauch, Salat, Tomaten, Zwiebeln und Co. an und Ihr Gemüse wird sicherlich davon profitieren. Die Blüten der Tagetes sind essbar, jedoch nicht von jeder Sorte. Schlechte Nachbarn  von Studentenblumen: Keine bekanntStudentenblume (Tagetes)Kamille ist nicht nur eine Heilpflanze, sondern unterstützt auch Kohlarten beim Wachstum, sorgt für Widerstandskraft und macht manche Pflanzen sogar weniger anfällig für Pilzkrankheiten. Sie hält außerdem die Lauchmotte fern. Lauch, Kartoffeln, Kohlrabi, Kohlarten, Bohnen, Karotten, Salate und Zwiebel profitieren von einer Mischkultur im Gemüsebeet. Bei der echten Kamille sind Blätter, Knospen und Blüten essbar. Schlechte Nachbarn  von Kamille: Minze, Liebstöckel, Topinambur, Zinnie, AsterKamille (Matricaria)Die beeindruckende Sonnenblume eignet sich auch sehr gut zur Mischkultur mit Gemüse. Sie ist nicht nur ein wahrer Magnet für Bienen und Hummeln, sondern auch ein effektvoller Hingucker im Garten, dank der oftmals ansehnlichen Größe. Zudem freuen sich auch die Vögel über Nahrung, denn sie bedienen sich direkt am Blütenkopf, sobald sich die Sonnenblumenkerne gebildet haben. Sonnenblumen sind tiefwurzelnd und lockern somit schwere Böden auf. Sie brauchen jedoch insgesamt recht viel Platz, Nährstoffe und Wasser, was beim Anbau berücksichtigt werden sollte. Wenn Sie die Blütenpracht nicht in Ihrem Gemüsebeet haben wollen, dann eignet sich eine Pflanzung in der Nähe, damit Sie von ihr trotzdem profitieren können. Im Gemüsebeet passt sie gut zu Gurken, Kürbis, Zucchini, Brokkoli, Karotten, aber auch Bohnen und Erbsen, die an ihrem langen Stamm hinaufklettern können. Die Sonnenblume spendet dank ihren großen Blättern und Blumenköpfen zudem viel Schatten und schützt vor starkem Wind. Bei der Sonnenblume sind Kerne, Blütenblätter sowie der Blütdenboden (zubereitet wie Artischoke) essbar. Schlechte Nachbarn  von Sonnenblumen: Topinambur, Kartoffeln, LiebstöckelSonnenblume (Helianthus annuus)Das Schmuckkörbchen , auch Cosmea, Schmuckblume oder Kosmee genannt, wächst sehr schnell und lockt viele Nützlinge an. Sie zieht zudem Blattläuse an, wobei das umliegenden Gemüsepflanzen zugutekommt, die auch anfällig für den Schädling sind. Auch die Cosmea ist nicht giftig für Menschen sowie Tiere und ist sogar essbar. Schlechte Nachbarn  von Schmuckkörbchen: Keine bekanntSchmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus)Die Bienenweide , auch Phacelia oder Bienenfreund genannt, ist im Garten ein wahrer Segen. Sie zieht nicht nur unzählige Nützlinge an, sondern kann auch als Gründüngung verwendet werden. Sie verbessert die Bodenstruktur nachweislich, wird oftmals auch als Nachkultur angepflanzt und über den Winter als Mulchschicht verwendet. Phacelia eignet sich auch gut um schädliche Nematoden im Boden sowie Kartoffelkäfer zu vertreiben. Phazelien sollten Sie jedoch nicht verzehren, da die enthaltenen Stoffe hautreizend sind und allergische Reaktionen auslösen können. Sie ist jedoch nicht giftig. Schlechte Nachbarn  von Phacelia: Keine bekanntBienenfreund (Phacelia tanacetifolia)Lavendel ist nicht nur für uns Gärtner eine besonders gut duftende Staude, sondern auch Schmetterlinge, Bienen und andere Nützlinge fliegen regelrecht darauf. Die Pflanze wehrt hingegen Kohlweißlinge ab und ist nützlich bei Blattläusen und Mehltau. Gute Mischkultur bildet der Lavendel mit Kartoffeln oder Kohl und verstärkt in Kombination mit Kräutern wie Thymian, Oregano oder Rosmarin oftmals deren Aroma. Schlechte Nachbarn  von Lavendel: PetersilieLavendel (Lavandula)Auch die Blüten vom Borretsch locken jede Menge Insekten an. Er steigert durch bestimmte Stoffe den Ertrag bei Gurken, Zucchini oder Paprika und schützt Kohlarten vor dem Kohlweißling. Zudem eignet sich Borretsch auch gut als Mischkultur mit Erdbeeren und Salat. Die Blüten sind essbar und perfekt für einen Salat. Schlechte Nachbarn  von Borretsch: Rucola, Petersilie, Liebstöckel, TopinamburBorretsch (Borago officinalis)Das waren sie nun, sieben starke Kräuter und zehn betörende Blumen, die sich perfekt als Mischkultur im Gemüsebeet eignen. Natürlich gibt es noch unzählige mehr, die Sie entdecken und einsetzen können. Probieren Sie sich langsam voran in der Welt der Mischkultur und entdecken, was für Sie am besten funktioniert. In der Zwischenzeit wollen wir Ihnen noch viele weitere, wichtige Tipps und Tricks mit auf den Weg geben, damit Sie zum richtigen Artenvielfalt- und Garten-Profi werden.

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  • Alles für ein erfolgreiches Gartenjahr im Gemüsebeet

    Jedes Frühjahr ist ein neuer Beginn im Garten und jeder Gärtner hat endlos viele Gestaltungsmöglichkeiten. Allen voran gibt es jedoch wichtige Definitionen und Tipps wie eine Übersicht der geplanten Pflanzungen, Mischkultur, Fruchtfolge oder die richtige Nachbarschaft im Garten. Damit Sie einen guten Überblick haben und nicht gleich überfordert sind, vor allem wenn Sie noch am Anfang Ihrer Gartenkarriere stehen, geben wir Ihnen hier in Kürze einige wertvolle Informationen für ein erfolgreiches Gartenjahr mit auf den Weg.Das Beet im GartenGemüse im Garten gedeiht am besten mit vielen Sonnenstunden am Tag, daher sollte das Hochbeet bzw. das Beet am Boden an einem sonnigen Standort geplant werden, am besten in Nord-Süd-Ausrichtung. Idealerweise ist der Platz vor starkem Wind geschützt, jedoch nicht windstill, da eine gewisse Luftzirkulation vorhanden sein muss. Am Zaun oder bei niedrigen Schnittecken ist der ideale Platz.Den richtigen Standort auswählenSollten Sie schon ein Beet im Garten stehen haben, so empfiehlt es sich im Frühjahr dem Boden wieder einige Nährstoffe zurückzuführen, indem Sie eine gute Menge Humus oder Kompost in die oberste Schicht einarbeiten. Bei neuen Hochbeeten gibt es eine bestimmte Schichtung, um optimale Voraussetzungen für das Pflanzenwachstum zu schaffen. Hier erfahren Sie mehr dazu.Der ideale BodenDamit Sie dann zur Pflanzzeit (für die meisten Gemüsesorten nach den Eisheiligen im Mai) so richtig durchstarten können, lohnt es sich Anfang des Jahres einen Pflanzplan aufzuzeichnen, damit die Fruchtfolge eingehalten werden kann und Sie generell einen besseren Überblick haben. Dazu zeichnen Sie Ihre Beete einfach maßstabsgetreu auf und befüllen Sie mit den Gemüsesorten die Sie und Ihre Familie am liebsten verspeisen. Dabei sollten Sie jedoch immer auf eine gute Mischkultur und geeignete Nachbarn achten, damit Ihre Pflanzen nicht in Konkurrenz stehen und sich gegenseitig die Nährstoffe nicht wegnehmen, aber dazu später mehr. Haben Sie alles berücksichtigt, dann bleibt es an Ihnen, ob Sie Ihre Pflanzen mittels Samen im nächsten Schritt vorziehen oder später die kleinen Pflänzchen im Handel kaufen.Pflanzplan für mehr KlarheitMischkultur: Unter Mischkultur versteht man den Anbau verschiedener Nutzpflanzen auf einer Fläche. Hier wird vor allem auf gute Nachbarschaft geachtet, damit die Pflanzen sich entweder beim Wachstum unterstützen, gegenseitig Schädlinge fernhalten oder neutral zueinanderstehen. Beispielsweise hält der Knoblauch bei einer Pflanzung mit Erdbeeren Pilzkrankheiten vom Naschobst fern. Auch Blumen und Kräuter werden in der Mischkultur eingesetzt, da Sie ebenfalls oft Schädlinge durch ihren intensiven Duft abwehren, aber auch wichtige Nützlinge anziehen. Die Nutzpflanzen profitieren somit doppelt. Permakultur: Mit einer Permakultur schafft man ein System, das langfristig angelegt ist und sich möglichst aus sich selbst heraus weiterentwickelt. Es werden effiziente Arbeitsweisen und somit eine Kreislaufwirtschaft geschaffen. Die Mischkultur kann somit ein Teil einer Permakultur sein, die Permakultur selbst ist aber viel facettenreicher. Nutzgarten: In Nutzgärten werden Nutzpflanzen gepflanzt, wie verschiedene Gemüsesorten, Obst oder Kräuter. Der Garten dient zum Eigenanbau von Pflanzen, die uns wiederum als Nahrungsmittel dienen. Bauerngarten: In der heutigen Zeit wird unter diesem Begriff der Stil Bauerngarten gemeint, welcher immer dem gleichen Muster folgt. In der Mitte des Gartens wird ein zentraler Punkt platziert, wie ein Rosenstrauch, Brunnen oder ein rundes Beet, und rund herum kommen vier Beete , getrennt durch Wege. Damit Tiere nicht so leicht in den Garten kommen wird ein Zaun aus Holz oder eine Hecke als Umrandung gepflanzt. Die Bepflanzung folgt dem Prinzip der Mischkultur.DefinitionenBei einer guten Mischkultur müssen nur wenige bis gar keine Pflanzenschutzmittel (bio) eingesetzt werden, da sich die Pflanzen im Beet gegenseitig so gut unterstützen, dass Schädlinge und Krankheiten oft keine Chance haben. Zudem fördert gute Nachbarschaft das Wachstum und verbessert oftmals auch die Inhaltsstoffe der jeweils anderen Pflanze. Mit einer abwechslungsreichen Bepflanzung sorgen auch die verschiedenen Formen der Blätter für eine gute Beschattung, was die Verdunstung reduziert. Wird Dill beispielsweise bei Keimern wie Karotten oder Pastinaken ausgestreut, so hilft dieser bei der Keimung. Tomate (Starkzehrer) und Basilikum (braucht nur wenig Nährstoffe) ergänzen sich auch sehr gut. Basilikum bedeckt den Boden, wodurch weniger Wasser verdunstet und die Tomate spendet mit ihren Blättern Schatten, damit die Kräuter nicht der direkten Sonne ausgesetzt sind. Sellerie verträgt sich mit fast allen Kohlarten und vertreibt dank seines aromatischen Duftes die nervige Kohlfliege. In der Mischkultur gibt es noch viele weitere Gemüsesorten, die voneinander profitieren. Übrigens findet dieses Prinzip auch im Obstgarten oder Ziergarten Anwendung, indem Kräuter und Blumen mit Stauden oder Obstsorten gepflanzt werden. Wer mit wem kompatibel ist, finden Sie auch im Ausschnitt unseres Reiche Ernte Magazins.   Zum Ausschnitt Nachbarschaft im Beet >Gute Nachbarn im BeetNicht nur Gemüsepflanzen ergänzen sich und profitieren voneinander, auch Kräuter und Blumen wirken wahre Wunder in unseren Beeten. Vor allem essbare Blüten wie Ringelblume, Kapuzinerkresse oder Kornblumen locken Insekten an, vertreiben Schädlinge durch Ihre ätherischen Öle und eigenen sich auch hervorragend auf dem Teller als essbare Deko. Und auch Kräuter sind tolle Ergänzungen für zwischendurch. Achten Sie hier nur darauf, dass die Gewürzpflanzen auch mit den Gemüseplanzen kompatibel sind. Liebstöckel beispielsweise sollte lieber alleine oder mit Estragon und Brennnessel gepflanzt werden. Tagetes locken durch bestimmte Stoffe schädliche Arten von Nematoden an, welche beim Saugen der Pflanzen absterben. Deshalb eignet sich die Studentenblume hervorragend als Randbepflanzung bei vielen Gemüsesorten. Von März bis Oktober können Sie Gründüngung in unbesetzten Beeten oder als Winterdecke ausbringen. Phacelia, Gelbsenf, Bitterlupine, Rotklee oder andere Saaten verbessern die Bodenstruktur tiefgründig dank ihrer Wurzeln und ziehen Nützlinge an. Das Wachstum von Unkraut wird unterdrückt und auch Verschlämmung wird verhindert. Die Gründüngung kann dann abgemäht werden und liegen bleiben, so dient sie auch als Mulchschicht.Blumen & Kräuter für zwischendurchDie Fruchtfolge im Gemüsebeet hat viele Vorteile wie dass der Erschöpfung der Nährstoffe im Boden entgegengewirkt wird oder dass Krankheiten und Schädlinge keine Chance haben. Genauer gesagt erreicht man dies, indem man vor allem die Beete plant und sich bewusst ist, wie anspruchsvoll manche Pflanzen sind. Denn es gibt Strakzehrer, die viele Nährstoffe brauchen, Mittelzehrer und wiederum Schwachzehrer, die nur wenig aus dem Boden ziehen. In der Praxis sieht das bei einem neuen Beet im Idealfall so aus: Im 1. Jahr werden Starkzeher angebaut, die einen kräftigen und nährstoffreichen Boden benötigen wie Kartoffeln, Gurke, Tomate, Kürbis, Zucchini, Brokkoli und Co. Im 2. Jahr folgt der Mittelzehrer , der noch eine gute Nährstoffgrundlage braucht. Gemüse wie Paprika, Karotten, Rote Bete, Spinat, Kohlrabi oder Knoblauch zählen zu dieser Kategorie. Im 3. Jahr kommen Schwachzehrer wie Bohnen, Erbsen, Feldsalat, Radieschen oder Zwiebeln ins Beet. Sie brauchen nur wenig Nährstoffe und kommen mit einem trockenen Zustand zurecht. Im 4. Jahr wird der Boden durch eine Gründüngung wieder ordentlich gelockert. Allgemein können Sie jedoch auch auf das vierte Jahr verzichten und jeweils im Winter eine Gründüngung ausbringen. Im Frühjahr führen Sie dem Boden dann durch Einarbeitung von Kompost wieder mehr Nährstoffe zu. Idealerweise haben Sie für eine optimale Fruchtfolge also drei bis vier Beete, damit Sie ordentlich durchwechseln können.Fruchtfolge im GemüsebeetEntdecken Sie Kräuter- und Gemüsepflanzen für Ihr Beet oder lassen Sie sich durch unsere große Vielfalt an Pflanzensamen inspirieren. Lesen Sie außerdem noch mehr wertvolle Tipps und Tricks zum Thema Gemüseanbau.

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  • Alle Gartenarbeiten im September auf einen Blick

    Der Sommer ist zwar noch deutlich spürbar, jedoch werden die Tage schon wieder etwas kürzer und die Temperaturen gehen vor allem in der Nacht wieder mehr nach unten. Ende September wird auch schon der Herbst eingeläutet und erinnert uns daran, dass wir schön langsam an die kommenden Vorbereitungen für die kälteren Monate denken sollten. Nichtsdestotrotz blüht der September noch voll auf und wir können uns über viele Blumen sowie eine reiche Ernte freuen. Wir zeigen Ihnen, was Sie im September alles rund um den Garten erledigen können. Auch im September können Sie noch reichlich Gemüse im Garten ernten und sich über die vielen Leckereien freuen. Fällt die Ausbeute groß aus, so können Sie Ihre Ernte mit verschiedenen Methoden haltbar machen und auch über den Winter hinweg genießen. In diesem Monat kommt es immer öfter vor, dass sich Ihre Beete allmählich leeren. Hier können Sie entweder eine Nachsaat mit Gemüse für den Herbst bzw. Winter ansetzen oder an eine Gründüngung mit beispielsweise Phacelia denken. So bleiben Ihre Beete nicht leer, der Boden wird verbessert und Nützlinge werden angelockt. Sofern noch Pflanzen in Ihren Beeten stehen, so können Sie sie jetzt noch einmal ordentlich düngen, damit sie genug Energie haben, um die Früchte noch vollständig reifen zu lassen. Mit unserem Pflanzkalender behalten Sie den Überblick über alle wichtigen Infos von der Aussaat bis zur Ernte rund um Kräuter, Gemüse und Obst.   Zum Pflanzkalender > Aussaat Schnell-keimende Kulturen sowie Sorten, denen „kühlere“ Temperaturen weniger ausmachen, können nun in die Beete ausgesät werden. Vor allem Mangold, verschiedene Salate, Winterheckenzwiebel, Wirsing und Co. sind beliebt. Aber auch schnellwachsende Karotten oder Radieschen eignen sich nun für die Aussaat.   Einpflanzen Pak Choi, Salate, Brokkoli und mehr Gemüse können Sie auch jetzt noch in die Beete pflanzen. Auch Knoblauch oder Steckzwiebel können Sie nun schon für über den Winter anpflanzen. Diese werden dann im späten Frühling, Anfang Sommer erst geerntet.   Ernte Im September dürfen Sie sich über die Ernte von Kürbissen, Paprika, Brokkoli, Chinakohl, Tomaten, Zuckermais, Zucchini, Zwiebeln, Radieschen, Porree, Kartoffeln und noch viel mehr freuen. Achten Sie jedoch darauf, dass Tomaten bei einer Temperatur unter 10 °C nicht mehr reifen. Sollte dies der Fall sein, so können Sie die Früchte ernten und im Haus an einem warmen Ort nachreifen lassen. Zudem bilden Tomaten und Paprika auch jetzt noch weitere Blüten aus. Da sich die Reife der neuen Früchte nicht mehr bis zu den kälteren Temperaturen ausgeht, können Sie die Blütenstände abschneiden , damit sich die Pflanze auf das Wachstum der bereits vorhandenen Früchte konzentrieren kann. Und reifende Kürbisse profitieren nun von einem Strohbett , damit sie nicht direkt am Boden aufliegen und Fäulnis keine Chance hat.Gemüsegarten im SeptemberViele Obstbäume sind nun auch bereit für die Ernte. Apfelsorten wie Gala, Fiesta, Elstar und Co., Birnen, Pflaumen, Zwetschgen und noch viel mehr. Achten Sie jedoch bei der Ernte von Obstbäumen darauf, dass Sie immer faulige sowie getrocknete Früchte und Fallobst regelmäßig entfernen, damit sich keine Krankheiten ausbilden können. Früh reifende Marillen oder Pfirsiche vertragen nach der Ernte einen Verjüngungsschnitt. Denken Sie nun auch an einen Leimring an Ihren Obstbäumen bzw. auch an verschiedenen Zierhölzen, da im Herbst die kleinen Frostspanner Ihre Eier in der Krone ablegen wollen. Der Ring verhindert, dass Sie bis nach oben kommen und bleiben so am Material haften. Aber auch Wildobst wie Holler oder Hagebutten können nun schon geerntet werden und genauso warten Himbeeren, Brombeeren und Co. noch auf die Ernte. Schneiden Sie bei den Himbeeren die fertig abgeernteten Ruten immer ab, damit keine Krankheiten entstehen. Bei den Brombeeren werden nach der Ernte die tragenden Triebe abgeschnitten, jene ohne Früchte bleiben für nächstes Jahr stehen, denn hier bilden sich dann die neuen Beeren.Obstgarten im SeptemberSonnenblumen, Fackellilien, Herbst-Anemone, Fetthenne, Astern und Co. begrüßen Sie auch im September noch mit einer vollen Blüte. Sobald Ihre Stauden verblüht sind, können Sie die verwelkten Enden abschneiden, damit die Blätter Energie fürs nächste Jahr sammeln können und sich keine Krankheiten durch vermehrte Regentage bilden können. Vor allem beim Sommerflieder sollten nach der Blüte die Rispen regelmäßig abgeschnitten werden, damit er sich nicht unkontrolliert im Garten vermehrt. Da der Boden im September noch gut warm ist, aber die Temperaturen nicht mehr zu heiß sind, ist jetzt der ideale Zeitpunkt um neue Stauden einzupflanzen. Vorhandene Stauden, die außer Rand und Band sind, können Sie nun auch einfach teilen und die Freude im Garten an einem weiteren Platz vermehren. Nun ist auch der Zeitpunkt für das Einpflanzen verschiedenster Blumenzwiebeln gekommen. Tulpen, Narzissen und Co. können so noch vor dem Winter genügend Wurzeln bilden und zeigen sich dann im Frühjahr mit ihrer ganzen Pracht. Achten Sie dabei auf einen geeigneten Standort und auf die Pflanztiefe. Hier hilft Ihnen die Faustregel, dass Sie sie zwei- bis dreimal so tief einsetzen sollen, so groß die Zwiebel selber ist. Gladiolen hingegen können Sie nun ausgraben und in der Sonne trocknen lassen. Danach kommen Sie in ihr Winterlager, optimalerweise in einem trockenem, luftigen Raum. Das Grün können Sie bis auf 10 cm kürzen.Ziergarten im SeptemberDer Rasen wurde im Sommer nicht nur durch die Benutzung, sondern auch durch die extreme Hitze und direkte Sonne sehr beansprucht. Da im September die Temperaturen oftmals nicht mehr so heiß sind, können Sie nun auch den Rasen vertikutieren, mit Sand bestreuen und anschließend ordentlich düngen sowie kahle Stellen nachsäen. So bereiten Sie Ihn optimal auf den kommenden Winter und Frühling vor. Wer nicht vertikutieren will, kann trotzdem Lücken im Rasen mit einer Nachsaat ausbessern und anschließend einen Herbstdünger ausbringen. Optimalerweise finden diese Schritte vor einem Regentag oder einer Regenperiode statt, damit Sie den Rasen nicht selber bewässern müssen. Sollten Sie eine Rasenerneuerung planen, so bietet sich der September optimal zur Verlegung eines Rollrasens an, da der Boden noch warm ist, die Temperaturen nicht zu heiß und noch genügend Zeit zum Anwachsen vor dem Winter ist.   Rollrasen verlegen > Die Mahd im September fällt auch oftmals deutlich regelmäßiger aus als im Hochsommer. Hier können Sie auf ca. 4-5 cm einstellen. Vermeiden Sie wenn möglich nun die Mulchfunktion Ihres Rasenmähers (sofern vorhanden), da das Schnittgut bei den Temperaturen nicht mehr so gut verrottet.Rasen im SeptemberViele insektenfreundliche Stauden blühen derzeit und so ist im September noch genug Futter für die kleinen Bewohner im Garten vorhanden. Auch Vögel erfreuen sich an Beerenobst wie Holler oder Hagebutte. Als Vorbereitung für den Winter können Sie nun auch die Vogelhäuser und sämtliche Nistkästen putzen, damit sich unter den Tieren keine Krankheiten ausbilden. Auch die Vogeltränken sollten regelmäßig von Verunreinigungen befreit und gesäubert werden. Sobald Sie Sträucher und Stauden zurückschneiden, können Sie in einer Ecke im Garten einen Reisighaufen bilden, später auch etwas Laub untermischen und hier auch geschützt ein Igelhaus aufstellen. So finden später viele Insekten und Tiere ein geeignetes Winterquartier bei Ihnen im Garten.Wildtiere & Insekten im SeptemberWie auch den ganzen Sommer über schon gilt auch im September, Algen regelmäßig zu entfernen, den Wasserstand sowie die –werte zu kontrollieren und bei Bedarf zu verbessern. Wie im Ziergarten ist auch beim Gartenteich nun Zeit, Pflanzen zu teilen, zurückzuschneiden und neue Ergänzungen zu pflanzen. Fische im Teich benötigen bei sinkender Temperatur immer weniger Nahrung , bei Wassertemperaturen unter 12 °C benötigen sie kein Futter mehr. Achten Sie darauf, dass Fische, die nicht im Teich überwintern, bald in Ihr Kaltwasseraquarium gesiedelt werden müssen.Gartenteich im SeptemberWährend viele Pflanzen bereits verblühen, können Sie im September mit der Herbstbepflanzung Ihrer Töpfe starten. Viele Blumen, die prächtig im Herbst und Winter blühen, können nun relativ dicht gepflanzt und gekonnt kombiniert werden. Für viele Topfpflanzen ist auch bald Zeit, um ins Winterquartier zu ziehen. Vor allem Kübelpflanzen wie Oliven, Zitrone, Oleander und Co. vertragen Kälte nur mäßig und sollten daher vorzeitig geschützt werden. Im September ist es zwar noch nicht so dringend, jedoch sollten Sie langsam an die bevorstehenden Arbeiten denken und Platz im Keller, der Garage oder im Gewächshaus schaffen. Leere Töpfe sollten ordentlich gereinigt werden, damit keine Pflanzkrankheiten überdauern können. Danach können Sie, wie auch im Garten, Blumenzwiebeln in Ihre Töpfe pflanzen, damit sie noch ordentlich wurzeln können vor dem Winter und im Frühling dann in voller Pracht erstrahlen.Balkon & Terrasse im SeptemberKräuter haltbar machen: Bevor die Temperaturen wieder fallen und die Pflanzen nicht mehr wachsen, können Sie Ihre Kräuter noch einfrieren, trocknen oder direkt als Pesto oder Sauce verarbeiten und haben so auch in den kühleren Monaten den frischen Genuss von Sommer. Samen ernten: Viele Blumen (auch die Blumen von Kräutern) verwelken weiterhin. An trockenen Tagen können Sie die Samen von Tagetes, Ringelblume, Dill und vielen anderen Pflanzen sammeln und für das nächste Jahr trocken aufbewahren. Ernten Sie die Samen jedoch erst, wenn sie schon braun sind, denn dann sind sie erst vollständig entwickelt. Zimmerpflanzen: Sobald die Temperaturen vor allem in der Nacht wieder regelmäßig unter 15 °C fallen, sollten Sie Ihre Zimmerpflanzen von außen wieder langsam in den Innenbereich bringen. Dafür inspizieren Sie die Pflanzen ordentlich, duschen sie ab und gewöhnen sie langsam an den Innenraum. Für eine gute Übergangszeit können Sie die Pflanzen jeweils am Abend nach drinnen bringen und über den Tag wieder nach draußen stellen.Weitere Arbeiten im SeptemberDer September bringt noch viel Freude vom Sommer mit, steht aber auch schon in den Startlöchern für den Herbst. Entdecken Sie daher alles für Ihre Arbeiten in diesem Monat rund um Garten, Balkon und Terrasse. 

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