Ihr Suchergebnis für Schnittlauch
-
Gartentipps im Februar für ein erfolgreiches Gartenjahr
Auch wenn das neue Jahr gefühlt erst angefangen hat und die Temperaturen draußen noch mehr Richtung Minusgrade gehen, freut sich unser kleines Gärtnerherz schon wieder auf die kommende Saison. Denn auch im Februar kann viel gemacht werden, vor allem zur Vorbereitung auf den Frühling. Wir zeigen Ihnen, was Sie jetzt schon umsetzen und wie Sie top vorbereitet im Frühling starten können.Im Februar ist es zwar noch etwas karg im Gemüsebeet, trotzdem kann jetzt schon einiges vorgezogen, eingepflanzt und zudem auch geerntet werden. Vor allem wenn Sie ein Gewächshaus oder Frühbeete im Garten haben, ist es der perfekte Zeitpunkt um ein paar Pflänzchen schon in den Garten ziehen zu lassen. Mit unserem Pflanzkalender behalten Sie den Überblick über alle wichtigen Infos von der Aussaat bis zur Ernte rund um Kräuter, Gemüse und Obst. Zum Pflanzkalender >Gemüsegarten im FebruarAussaat Auf der Fensterbank vorziehen: Mangold, Paprika, Zucchini, Kohlrabi, Knollenfenchel, Brokkoli, Chili, Tomate, Sellerie, Auberginen, Artischocken, Frühlingszwiebeln, Lauch, Asiasalat Im Gewächshaus & Frühbeet: Pflücksalat, wilde Rauke, Rettich, Spinat, Radieschen, Zwiebeln, Endivien Direkt im Beet: Ackerbohne, Knoblauch, Karotten, Radieschen Einpflanzen Die Temperaturen im Februar lassen auch die Bepflanzung der Beete im Freien zu. Knoblauch, Schnittlauch und Frühlingszwiebeln können beispielsweise schon ins Freiland gepflanzt werden. Ernte Auch im Februar kann leckeres Saisongemüse geerntet werden. Kohlarten wir Grünkohl, Wirsing oder Rosenkohl sind jetzt fertig für die Ernte. Jedoch auch einige Wintersalate oder Pastinaken können nun geerntet werden.Im Februar ist das Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern (auch im Ziergarten) eine wichtige Arbeit. Das Fällen oder der starke Rückschnitt von Hecken und Bäumen ist nur bis Ende Februar gestattet und sollte daher möglichst zeitnah an frostfreien Tagen erledigt werden. In der Zeit zwischen dem 1. März und dem 30. September gilt die Vogelschutzzeit . Während dieser Zeit ist es nicht erlaubt, Bäume radikal zu beschneiden. Allerdings sind Form- und Pflegeschnitte sowie Maßnahmen zur Verkehrssicherung erlaubt. Hier kann die Arbeit, die im Jänner noch nicht gemacht wurde, nachgeholt werden. Kernobst wie Äpfel und Birnen vertragen nun leichte Korrekturen um in Form und vital zu bleiben.Obstgarten im FebruarSchön langsam erwacht auch die Blumenwelt wieder zum Leben. Im Februar können Sie zahlreiche blühende Blumen bestaunen wie Christrosen, Narzissen, Krokus, Schneeglöckchen, Primel oder Schneeheide. Ende Februar beginnt auch die Aussaat-Saison für Sommerblumen . Es gibt viele Arten, die sich leicht durch Samen ziehen lassen, wie zum Beispiel Löwenmäulchen, Zinnien oder Schwarzäugige Susanne. Eine frühe Aussaat führt zu einer früheren und längeren Blütezeit . Wichtig ist, dass die Jungpflanzen genügend Licht bekommen, da sie sonst nur lange, dünne Triebe mit kleinen, hellgrünen Blättern bilden. Geteilte Freude Im Februar können Sie auch Astern, Fetthennen und Sonnenhut mit dem Spaten teilen . Die Verjüngungskur ist für alle Staudenarten wichtig, die zur Überalterung neigen und mit den Jahren immer spärlicher blühen. Eine regelmäßige Teilung hält sie vital und blühfreudig . Teilungsrhythmus für alle Stauden: alle drei bis fünf Jahre. Frühlingsblüher, die bis zum Johannistag blühen, sollten im Frühjahr nicht geteilt werden. Stattdessen ist der optimale Zeitpunkt für die Teilung nach der Blüte im Hoch- oder Spätsommer.Ziergarten im FebruarHier herrscht noch Winterruhe, beim Rasen gibt es also keine Arbeiten im Februar zu erledigen. Einzig die Gartengeräte wie Rasenmäher, Vertikutierer und Co. können inspiziert werden, um die Geräte noch rechtzeitig vor März zu warten oder reparieren.Rasen im FebruarDa am 1. März offiziell die Brutzeit der Vögel anfängt, können Sie im Februar noch Nistkästen in Ihrem Garten anbringen oder bereits montierte auf Vordermann bringen. Wichtig dabei ist, dass die Brutstätten geschützt und fest an einem Baum oder Gartenhaus angebracht werden. Zusätzlich dazu können Sie Meisenknödel und Futterstellen sowie Vogeltränken bereitstellen. Für die kleinen Nützlinge im Garten können Sie bereits jetzt blühende Stauden und Sträucher einsetzen, um sie später mit genügend Nahrung zu versorgen.Wildtiere im FebruarIm Februar können Sie Ihre noch winterliche Terrasse oder den Balkon freundlicher gestalten, indem Sie ein paar blühende Schneeglöckchen in Töpfe verpflanzen. Einfach aus dem Schneeglöckchenteppich im Garten passende Stücke mit reichlich Erde ausstechen und mit etwas zusätzlicher Erde in Töpfe pflanzen. Stellen Sie den Topfschmuck nicht in die direkte Sonne, damit er lange hält. Nach dem Verblühen können die Schneeglöckchen wieder in den Garten zurückgesetzt werden. Wenn Sie Geranien überwintert haben, können Sie sie jetzt aus dem Winterquartier holen und an einen hellen Standort nahe einem Fenster stellen. Vergessen Sie hier auch nicht die Geiltriebe zu entfernen und neue Triebe zu kürzen. Auch Ihre Töpfe und Gefäße freuen sich über einen ordentlichen Frühjahrsputz. Da noch relativ wenig zu tun ist, können Sie die leeren Gefäße jetzt ein wenig auf Vordermann bringen und Wurzelreste und Erde auswaschen.Balkon & Terrasse im FebruarBeete vorbereiten: Ende Februar können Sie schön langsam beginnen, die Beete für die kommende Saison vorzubereiten. Gründüngung wird entweder entfernt oder in den Boden eingearbeitet. Der Boden kann aufgelockert werden und bei Bedarf arbeiten Sie Kompost oder Dünger bzw. Bodenaktivatoren ein. Frostschutz: Achten Sie auch jetzt noch auf geeigneten Frostschutz , vor allem für Jungpflanzen, damit einem gesunden Wachstum nichts im Weg steht. Pflanzkartoffeln vorkeimen: Die Pflanzkartoffeln sollten spätestens Ende Februar vorkeimen. Dazu legen Sie sie einfach in Holzkisten mit feuchter Blumenerde und stellen diese an einem hellen, höchstens 15 Grad warmen Platz auf. Das Vorkeimen kann die Ernte um bis zu zwei Wochen vorverlegen. Wenn Sie Frühkartoffeln anbauen möchten, ist das Vorkeimen besonders sinnvoll. So können Krankheiten und Schädlinge wie Krautfäule und Kartoffelkäfer vermieden werden und die Kartoffeln sind rechtzeitig zur Spargelsaison erntereif. Werkzeug begutachten: Da noch relativ wenig los ist im Garten, ist jetzt auch die geeignete Zeit um das Gartenwerkzeug durchzusehen und eventuell aufzuarbeiten. Gießen: Bei längerer Trockenheit ist es ratsam, den Garten zu wässern, damit die Pflanzen nicht vertrocknen. Vor allem Kübelpflanzen werden gerne vergessen und sollten trotz der Kälte regelmäßig gegossen werden.Weitere Arbeiten im FebruarFür den Garten im Februar und damit für die kommende Gartensaison sind Sie mit diesen Tipps und Tricks bestens gerüstet. Darüber hinaus bietet Ihnen BAUHAUS ein umfangreiches Sortiment an Produkten für einen gelungenen Start in das neue Gartenjahr!
-
Duftrosen - die schönsten Sorten
Nicht nur Insekten fliegen auf Rosen, sondern auch für uns Menschen stehen Rosen für prachtvolle Blüten und duftendes Aroma. Der Duft sorgt dafür, dass wir ruhiger werden und mit besserer Stimmung weitermachen können. Je frischer die Blüte ist, desto intensiver wird der Geruch für uns Menschen wahrnembar. Die genialsten Dufttalente gibt es bei Edelrosen, Alten Rosen und Englischen Rosen. Bei Bodendeckerrosen und Beetrosensorten kann oft kein duftendes Aroma gerochen werden. Eine Ausnahme ist die Beetrose "Kosmos" mit ihrem zarten Geruch. Welche Duftrosen auf keinen Fall in Ihrem Garten und Zuhause fehlen dürfen, erfahren Sie hier. Der beste Ort für duftende Rosen ist in Sitzplatznähe, da man hier den vollen Geruch am ehesten riechen kann. Wärme und feuchte Luft fördern die Duftstärke, weil die Rose verstärkt ätherische Öle bildet und freisetzt. Möchten Sie volle Blütenpracht und üppige Nachblüten, so wählen Sie einen humosen Boden und eine Lage ohne Hitze und Staunässe. Ein und dieselbe Sorte kann auf Lehmboden stärker duften als auf Sand. Zu starke Hitze ist nicht förderlich für den Duft, da dieser verbrennt. Geeignet ist ein Platz im Halbschatten. Der Duft hängt auch vom Standort abGanz egal für welchen Duftrosen-Begleiter Sie sich entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass dieser gleiche oder ähnliche Ansprüche auf den Standort aufweist. Die Duftrose lässt sich mit einer Vielzahl an Gewächsen kombinieren, wie etwa blühenden Stauden, edles Gras oder bezauberndes Kraut. Eine abwechslungsreiche Mischung aus Blütenformen und diversen Farben machen es besonders schön für das Auge. Der Duftrosen-Begleiter sollte allerdings nicht zu hoch werden, da es sonst dazu kommen kann, dass die Rose umspielt oder sogar verdrängt wird. Bei duftenden Begleitern sollten Sie darauf achten, dass der Geruch nicht zu aufdringlich ist, sodass die Kombination der verschiedenen Düfte sich nicht unglücklich vermischt. Vermeiden Sie, dass Rose und Duftstaude auf gleicher Höhe wachsen. Empfehlenswert sind dauerhaft blühende Duftnesseln (Agastache), welche noch dazu Insekten anziehen und über ein duftendes Laub verfügen. Ein weiterer, sehr gut geeigneter Begleiter für die Rose ist der Schnittlauch (Allium schoenoprasum). Dieser kann im Rosenbeet als dichte, niedrige Einfassung eingesetzt werden, welcher im Sommer zusätzlich kleine, blau-violette Blütenkugeln bildet. Setzten Sie ein Kraut zu den Rosen, können Sie dieses auch ernten. Die nach Schokolade riechende Schokoladen-Kosmee (Cosmos atrosanguineus) hat tiefrote, fast schon braune Blüten. Der Sand-Thymian (Thymus serpyllum) bedeckt den Boden sehr rasch mit einem purpurfarbenen Blütenmeer. Insekten werden dadurch angelockt. Ein weiterer optimaler Begleiter für Duftrosen ist die von Juni bis September weiß blühende Prachtkerze (Gaura). Die Pflanze ist hitzebeständig, jedoch besonders kälte- und frostempfindlich in der Winterzeit. Die Prachtkerze ist aufgrund ihrer Blütenpracht ein begehrtes Ziel von Schmetterlingen.Viele tolle Begleiter für DuftrosenDie Mini-Duftrose Lilly Rose® ‘Wonder5’ zaubert schon ab Mitte Mai ein wunderbares Blühwunder und kann selbst im Topf überleben. Mit dabei sind gerne andere Duftpflanzen wie Lavendel (Lavandula), Bergminze (Calamintha nepeta), Rosmarin (Rosmarinus officinalis) oder Majoran (Origanum majorana). Katzenminze (Nepeta) bildet mit ihren blauen Blüten einen satten Kontrast zu Duftrosen. Ihre Lippenblüten dienen außerdem als wertvolle Bienenweide.Diese Duftrosen-Sorten dürfen nicht fehlenDie öfterblühenden, großen und zartrosafarbenen Blüten haben einen sinnlichen Rosenduft mit einem Hauch Zitrone und Orange. Sie werden bis zu 90 cm hoch.Der Duft der reich verzweigten Rose, nach Apfel und Kirsche, verzaubt Sie himmlisch. Im Inneren der Rosenblüte überzeugt sie mit einem saftigen kirschrot und außen schimmert sie silbrig. Hervorzuheben ist, dass die Rose sehr robust und pilztolerant ist. Sie wird zwischen 90 und 120 cm hoch.Bis auf die jungen Knospen, welche leicht rosa gefärbt sind, ist die stark nach Holunderbeeren und Zitrone riechende Rose schneeweiß. Sie können damit rechnen, dass die Rose etwa eine Höhe von 100 cm erreicht.Die Vielzahl an gelben Blüten der Rose überzeugen mit einem orientalischen Rosenduft und einem Hauch von Moschus. Sie wird circa 90 cm hoch.Als ideale Begleiter für wohlriechende Strauchrosen eignen sich Nelken (Dianthus), Rohrglanzgras, Flammenblumen (Phlox), Storchschnabel (Geranium) und Thymian (Thymus).Blütenrausch am WegrandPflanzkübel haben so einige Vorteile. Beispielsweise kann auch im Sommer gepflanzt werden und Sie erwerben so die Duftrosen in voller Pracht. Bei den Wurzelnackten geht das nicht. Weiters bekommt man schon beim Einkauf eine Vorstellung von der Wuchsform der Sorte und vom richtigen Pflanzabstand – denn wurzelnackte Rosen werden oftmals zu dicht aneinandergesetzt. Duftrosen austopfen und pflanzenSollte der Erdballen von dichtem Wurzelgeflecht durchgezogen sein, können Sie ihn mit der Hand auflockern. Heben Sie die Erde so weit aus, dass das Pflanzloch etwa doppelt so groß ist wie der Erdballen, da Rosen Tiefwurzler sind. Um das Anwachsen der Rose zu fördern, lockern Sie die Sohle des Loches mit einem Spaten. Die Pflanztiefe richtet sich nach der Veredelungsstelle, diese sollte sich später 5 cm unter der Erde befinden. Nach dem erfolgreichen Einpflanzen sollten Sie aus Erde einen Gießrand rund um die Rose bilden. Ein feuchter Boden ist besonders in der Anfangsphase ganz wichtig. Entdecken Sie die Vieltfalt der Rosen bei BAUHAUS sowie weitere duftende Begleiter für Ihren Garten oder Balkon wie den Lavendel.
-
Diese Begriffe werden Sie im Gemüse- & Obstanbau öfter hören
Die Welt des Gemüse- und Obstanbaus hält viele Begriffe bereit, die dem ein oder anderen nichts oder nur wenig sagen. Damit wir im Dschungel der Begriffe ein wenig mehr Durchblick bekommen, haben wir Ihnen die wichtigsten Ausdrücke wie ausgeizen, Kindel oder Rhizom inklusive kurzer Beschreibung zusammengetragen.Absonnige Standorte sind zwar sehr hell, jedoch kommt keine direkte Sonneneinstrahlung hinzu. Im Wald zum Beispiel verdeckt das Laub der Bäume die Sonne, jedoch kommt trotzdem Licht durch die Kronen und die Umgebung ist hell.AbsonnigBeim Ausgeizen werden bei Tomaten, Paprika oder Weintrauben die Nebentriebe (Geize) entfernt, damit der Haupttrieb stark weiterwachsen kann. Vor allem bei Tomaten, die sehr hoch werden ist es wichtig, da die Pflanze nicht genügend Tragkraft hat und somit irgendwann abbrechen würde, wobei sie auch durch Rankhilfen abgestützt werden können. Bei Paprika kann so lange ausgegeizt werden, bis sich die ersten Früchte bilden, jedoch ist dadurch kein vermehrter Ertrag garantiert.AusgeizenBaumanstrich ist eine kalkhaltige, weiße Farbe, die vor allem vor dem Winter auf die Baumrinde aufgetragen wird, damit diese nicht aufplatzt. Der Anstrich dient auch als Schutz gegen Schädlinge , die in die Rinde gelangen wollen und versorgt sie zusätzlich mit wichtigen Mineralstoffen.BaumanstrichDie Bodenbeschaffenheit beschreibt den Zustand des Bodens in Ihrem Garten. Hier gibt es verschiedene Arten wie Sandboden, Tonboden, Lehmboden oder Moorboden . Wie Sie Ihren Boden bestimmen und was Sie tun können, wenn er zu tonhaltig oder sandig ist, erfahren Sie hier .BodenbeschaffenheitDrainageschichten schaffen eine wasserdurchlässige Schicht durch ihre Beschaffenheit. Diese kann entweder ganz unten im Topf oder im Pflanzloch (Tongranulat, Kies, etc.) angelegt werden oder das Granulat wird mit der Erde durchgemischt (Tongranulat, Perlite, etc.), damit eine lockere Beschaffenheit erreicht wird. Dadurch wird verhindert, dass sich Staunässe bilden kann und das Wasser nach dem gießen oder bei Regen immer gut abrinnt.DrainageschichtEinjährige Pflanzen wie verschiedene Sommerblumen oder Salat überdauern in unseren Breitengraden nur einen Sommer und sterben dann gegen Winter, oder bereits vorher, ab. Im Gegensatz dazu mehrjährige Pflanzen. Sie überdauern auch den Winter und bleiben je nach Art lange stehen, wobei sie auch verholzen.Einjährige vs. mehrjährige PflanzenFlachwurzler (Magnolien, Hortensien, Ahorn, Birne, etc.) bilden tellerförmige Wurzeln , die in den oberen Bodenschichten wachsen. Bei dieser Art ist immer Vorsicht bei der Bodenbearbeitung geboten, da Wurzeln schnell verletzt werden können. Tiefwurzler (Eibe, Ginster, Kastanie, Kiefer, etc.) hingegen bilden eine Hauptwurzel , welche senkrecht in das Erdreich mit einer Tiefe von 5-10 m wächst. Hier sollten Sie beim Einsetzen vor allem bei Wohnungen und Häusern vorsichtig sein, denn manche Tiefwurzler bilden so starke Wurzeln, dass sie Folien zerstören und eventuell Schäden entstehen können. Klären Sie das deshalb vorher mit Ihrem Mieter oder der ansässigen Baubehörde ab.Flach vs. TiefwurzlerDie Fruchtfolge ist die Voraussetzung zum guten Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Denn hier wird beachtet, welches Gemüse an einer Stelle nacheinander angepflanzt wird. Im Gemüseanbau gibt es Pflanzen, die Schwach-, Mittel- & Starkzehrer (dazu weiter unten mehr) sind und den Boden unterschiedlich stark auslaugen, also die Nährstoffe entziehen. Durch einen Pflanzplan haben Sie einen guten Überblick, was Sie wann ansetzen und können die Nachfolge planen. Beispielsweise werden im ersten Jahr Starkzehrer wie Tomaten oder Kartoffeln angepflanzt, im 2. Jahr dann Karotten oder Mangold und im dritten Jahr Radieschen oder Zwiebeln. Danach startet man wieder von vorne. Das bezieht sich jedoch nur auf ein Beet, deshalb eigenen sich mehrere Beete (idealerweise 3, da es 3 Jahre sind) um trotzdem jedes Jahr beispielsweise Tomaten anpflanzen zu können. Um zwischendurch wieder mehr Nährstoffe in den Boden zu bringen, können Sie vor der Bepflanzung der Beete Kompost in die oberste Schicht einmischen .FruchtfolgeFruchtmumien findet man nach dem Herbst am Baum oder Strauch. Diese Früchte sind nicht heruntergefallen, jedoch verschimmelt oder verdorrt, wobei das vor allem für Stein- und Kernobst gilt. Diese „Mumien“ sollten alsbald entfernt werden, da sie oft zu Überträgern von Schädlingen werden.FruchtmumieMit einer Gründüngung können Sie ganz natürlich den Boden verbessern, indem Sie die Samen auf einer Stelle ausstreuen, an der beispielsweise viel Unkraut wächst, in leere Beete oder einfach als Abwechslung zum einheitlichen Rasen. Als Gründüngung eignet sich Phacelia, Gelbsenf, Bitterlupine, Rotklee oder gemischte Blumensamen, wobei der Effekt bei allen ähnlich ist. Der Boden wird beschattet und somit vor Austrocknung geschützt, die Humusbildung wird unterstützt, Erosion wird vermindert und die Bedingungen für Insekten und nachfolgende Kulturen wird verbessert. Zudem locken vor allem die blühenden Variationen Nützlinge in Ihren Garten und sorgen somit für mehr Artenvielfalt.GründüngungBeim Häckseln werden große Äste oder Strauchschnitt zerkleinert, um entweder als Mulchmaterial verwendet oder um im Kompost schneller zersetzt zu werden. Hier können Sie entweder händisch mit einer Gartenschere vorgehen oder bei großen Mengen mit einem Häcksler arbeiten.HäckselnHumus bezeichnet das gesamte organische Material im Boden , wobei man zwischen verschiedenen Formen unterscheiden kann (Rohhumus, Moder und Mull). Humus ist das Substrat, das den Kompostierungsprozess fertig durchlaufen und sehr nährstoffreich ist, wohingegen Komposterde noch nicht vollständig zersetzt ist. Kompost entsteht durch die Zersetzung von biologischen Garten- und Küchenabfällen mit Hilfe von Bodenlebewesen. Dieser Prozess braucht zwar je nach Komposter und Arbeitsaufwand mehr oder weniger Zeit, trotzdem wird man mit einer sehr hochwertigen und nährstoffreichen Erde belohnt, die im Garten eingesetzt werden kann.Humus vs. KompostBei Gemüse- und Obstpflanzen bzw. Samen stoßen Sie auch oft auf den Begriff „Hybride“. Hierbei wurde eine Hybridzüchtung (F1) aus zwei Pflanzen erster Generation durchgeführt. Vorteile davon sind zum Beispiel Ertragssteigerung, gleichmäßige Früchte oder verschiedene Resistenzen gegen Krankheiten bzw. auch die Schaffung von neuen Sorten. Ein wesentlicher Nachteil solcher Hybriden besteht darin, dass man die Samen der neuen Pflanzen dann nicht mehr weiterverwenden kann, denn in der 2. Generation (F2) werden die Pflanzen dann ganz unterschiedlich und sind vielleicht auch anfälliger gegenüber Krankheiten.HybridenVerschiedene Samen erfordern unterschiedliche Bedingungen beim Wachstum wie Lichtintensität und Temperatur. Achten Sie vor allem beim Selbstanbau immer auf die individuellen Bedürfnisse der verschiedenen Samen. Kaltkeimer (Waldmeister, Bärlauch, Duftveilchen, Schnittlauch, Kornblumen, etc.) brauchen beispielsweise einen Kältereiz (also niedrige Temperaturen) um keimen zu können. Dabei brauchen Sie ungefähr 4-6°C für 4-8 Wochen und nach der Keimung eine Temperatur von ca. 12°C. Warmkeimer (Melonen, Mangold, Artischocke, Erbsen, etc.) brauchen Temperaturen über 5°C um keimen zu können. Dabei gibt es aber auch Sorten, die erst ab 20°C zu keimen beginnen. Lichtkeimer (viele Kräuter, Kopfsalat, Sellerie, Erdbeeren, etc.) werden direkt an der Oberfläche der Erde gesät und nur leicht angedrückt, da sie Licht zum Keimen benötigen. Die Samen von Dunkelkeimer (Aubergine, Gurke, Kürbis, etc.) werden hingegen je nach Größe mit einiger Erde überdeckt.KeimartenSukkulenten, Grünlilien oder Erdbeeren bilden beispielsweise Kindel, mit denen man die Pflanzen vermehren kann. Kindel sind vollständige Pflanzen, die an der Mutterpflanze wachsen und nach der Bildung von Wurzeln und Blättern abgetrennt und eingesetzt werden können, damit wieder eine eigenständige Pflanze wachsen kann.KindelKräuterjauchen sind pflanzenstärkende Extrakte , also natürliche Dünger, die Sie aus Brennnesseln, Schachtelhalm, Löwenzahn, Zwiebeln und anderen Pflanzen mit Wasser mittels Gärungsprozess herstellen können. Sie dienen jedoch nicht nur als Dünger, sondern wehren dank verschiedener Eigenschaften oft auch Schädlinge und Krankheiten ab. Die Jauche wird je nach Anwendungsfall stark verdünnt und mit der Gießkanne zugeführt oder auf die Blätter gesprüht.KräuterjaucheBei mineralisch-organischen Düngern erhalten Sie die Langzeitwirkung von Bio-Düngern und die sofortige Pflanzenverfügbarkeit der mineralischen Komponente . Es handelt sich hierbei um sofort wirkende Dünger, die dem Boden und den Mikroorganismen jedoch nicht schaden. Zwar wirkt diese Art nicht so intensiv wie rein organische Dünger, trotzdem ist er vor allem auf Grund der oben genannten Vorteile auch im Bio-Garten sehr beliebt. Hier erfahren Sie mehr zum Thema biologisch düngen.Mineralisch-organische DüngerBei der Mischkultur werden auf einer Fläche verschiedene Pflanzenarten angebaut, die voneinander profitieren und sich gegenseitig auch vor Krankheiten und Schädlingen schützen (siehe auch Nachbarschaft im Beet). Grob gesagt will man bei einer Mischkultur auch das Konkurrenzverhalten nach Licht, Wasser und Nährstoffen zwischen den verschiedenen Pflanzen minimieren, da unterschiedliche Sorten andere Bedürfnisse haben, nicht wie bei einer Monokultur. Dabei wird nicht nur Gemüse angebaut, sondern auch Blumen und Kräuter , die Nützlinge anlocken und durch Ihren Duft Schädlinge abwehren. Bei Monokulturen (Reinkultur) wird nur eine Pflanzenart angebaut und das oft über mehrere Jahre hinweg. Zwar erzielt man vor allem in der Landwirtschaft große Erträge, jedoch ist eine solche Kultur auch viel mit regelmäßiger Schädlingskontrolle und dem Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln verbunden.Mischkultur vs. MonokulturMulchen wird vor allem im Obst- und Gemüseanbau verwendet und beschreibt eine Schicht, die auf das Beet gegeben wird, um die Erde vor Verdunstung, zu starker Erwärmung oder Kälte zu schützen bzw. auch um Unkraut zu hemmen. Eine Mulchschicht besteht aus nicht verrotteten Pflanzenresten wie Rindenmulch, Hackschnitzel, Rasenschnitt, Laub, Stroh, etc.MulchenEine gute Nachbarschaft im Beet zu haben ist das A und O beim Gemüseanbau . Denn vertragen sich zwei oder mehrere Pflanzen nicht, die direkt nebeneinander wachsen, so kann es dazu kommen, dass Nährstoffe oder Platz geraubt wird und entweder eine oder beide Sorten nicht besonders gedeihen können.Nachbarschaft im BeetDer Begriff „Pikieren“ wird vor allem im Selbstanbau verwendet, wenn zwei junge Pflanzen zu dicht nebeneinanderstehen und nicht genügend Platz zum Wachsen haben. Sie werden pikiert, also verpflanzt, damit sie mehr Raum für gesundes Wachstum haben.PikierenPflanzen mit Rhizome bilden einen Erdspross, der unter der Erde wächst und Funktionen der Wurzel übernehmen kann wie die Speicherung von Stärke oder auch um sich zu vermehren. Beispiele hierfür sind Ingwer, Kurkuma, Spargel, Bambus, einige Frühblüher, Minze, Himbeere, etc. Wie am Bild erkennbar sehen die Rhizome ein wenig wie dicke Wurzeln aus, aus denen jedoch stellenweise die Pflanze wächst. So kann sich, wie am Bild, beispielweise die Minze vermehren. Beim Beispiel Ingwer ist die Knolle selbst ein Rhizom, also die Wurzel, und die Pflanze wächst dann aus der Knolle. RhizomDie verschiedenen Zehrer beschreiben, wie viel Nährstoffe eine Pflanze benötigt. Schwachzehrer (Radieschen, Feldsalat, Erbse, Knoblauch) brauchen nur wenige Nährstoffe, wohingegen Starkzehrer (Tomaten, Gurke, Porree, Spargel, Paprika, Auberginen) viele Nährstoffe, vor allem Stickstoff, aus der Erde ziehen und somit im ersten Jahr von neu angelegten Beeten eingepflanzt werden sollten, da hier noch die meisten Nährstoffe vorhanden sind. Mittelzehrer (Erdbeeren, Karotten, Rote Beete, Kohlrabi) werden idealerweise dann im zweiten Jahr angepflanzt.Schwach-, Mittel- & StarkzehrerStecklinge sind Pflanzenteile, die von der Mutterpflanze abgeschnitten und dann zu einer eigenständigen Pflanze werden. Diese Methode ist neben der Aussaat eine der wichtigsten Schritte, um Pflanzen zu vermehren. Die Stecklinge können entweder direkt in die Erde eingesetzt und regelmäßig befeuchtet oder in Wasser gestellt werden, bis sie Wurzeln bilden und danach in Erde eingesetzt werden können.StecklingeDie Vorkultur beschreibt das Heranziehen von jungen Pflanzen unter geschützten Bedingungen beispielsweise in einem Zimmergewächshaus . Hierbei werden Samen ausgesät um robuste Pflanzen heranzuziehen, die im Freiland dann später bessere Voraussetzungen haben, als bei einer Direktaussaat. Dies geschieht vor allem bei Tomaten, Paprika, Gurken, Kürbis, Lauch und Co.VorkulturDamit sich Pflanzen nicht weiter ausbreiten als sie sollten, gibt es die Möglichkeit von Wurzel- bzw. Rhizomsperren , die die Ausbreitung eindämmen . Vor allem bei bekannten Pflanzen wie Minze oder Bambus ist eine Sperre notwendig, wenn Sie nicht wollen, dass die Pflanze das Beet oder auch den Garten übernehmen.Wurzelsperre/RhizomsperreWir hoffen wir konnten Ihnen ein wenig Durchblick verschaffen mit unserem kleinen Lexikon zum Thema Gemüse- und Obstanbau. Entdecken Sie noch mehr Tipps und Inspirationen rund ums Gärtnern und die Pflanzenanzucht.
-
Die beliebtesten Küchenkräuter
Küchenkräuter machen Ihr Essen erst perfekt - ob Rosmarin zur Kartoffel, Minze zur Kichererbse oder Dill zur Gurke. Wir stellen Ihnen die beliebtesten Sorten vor - und zeigen Ihnen, wie Sie sie am besten pflegen. Kochen mit Kräutern Wer seine Kräuter kennt, wird beim Kochen noch mehr Freude haben. Doch Kräuter sind nicht gleich Kräuter: Klassiker wie Petersilie, Dill, Basilikum oder Schnittlauch können gar nicht frisch genug auf den Teller kommen. Die Zeit zwischen Ernte und Verzehr sollte kurz sein, sie kommen zuletzt auf den Teller oder in den Salat, sozusagen als Topping. Andere Kräuter wirken sowohl frisch als auch getrocknet oder pulverisiert: Oregano, Rosmarin, Estragon und Thymian sind typische Vertreter. Sie dürfen früh in den Topf, denn sie entfalten ihre starke Wirkung über einen längeren Zeitraum . Ausdauer bei der Zubereitung bedeutet bei ihnen mehr Geschmack. Deshalb ist auch hier Vorsicht bei der Dosierung geboten.Basilikum (Ocimum basilicum) trägt seinen Namen „Königskraut“ nicht ohne Grund: Sein süßlich-scharfes Aroma und sein intensiver Duft vermitteln Frische pur. Basilikum ist wohl das bekannteste und beliebteste Gewürzkraut überhaupt. Aus der italienischen Küche ist es nicht wegzudenken. Mit seinen kräftigen ätherischen Ölen ist es vielseitig einsetzbar. Die bis zu 40 cm hohe Pflanze liebt Licht oder Halbschatten und immer Wärme, im Kräutergarten gedeiht sie erst ab 12° C. Bis dahin: Fensterbank oder Gewächshaus! Blätter abzupfen, über Tomaten- und Mozzarellascheiben streuen, genießen - bei welchem Küchenkraut ist das so einfach? Besonders empfehlenswert ist Basilikum auch für Brotaufstriche, Dips und zu verschiedenen Nudel- und Tomatengerichten.Basilikum – Sommer in der KücheDill (Anethum graveolens) ist ein aromatisches und ergiebiges Gewürzkraut . Sein leicht süßlicher Geschmack erinnert an das Aroma von Anis und passt hervorragend zu Fischgerichten wie Lachs oder Heilbutt. Auch die Samen eignen sich als Gewürz und werden vor allem in der indischen Küche zum Würzen von Salaten und Brotaufstrichen verwendet. Bei uns sind Gurke und Dill, verfeinert mit Joghurt oder Topfen, ein leckeres Team.Dill – ein Klassiker für Fisch und SalatWer kennt sie nicht? Die Petersilie (Petroselinum crispum) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und ist heute aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Ihre attraktiven Blätter haben ein ungewöhnlich kräftiges Aroma und runden nicht nur Fleischgerichte, sondern auch Suppen perfekt ab. Ob glatt oder gekräuselt - der Spitzenreiter unter den Küchenkräutern harmoniert dank seiner dezenten Schärfe mit vielen anderen Küchenkräutern und liefert obendrein noch jede Menge Vitamin C . Das frische Grün passt zu Eintöpfen, Fleisch und Salaten. Außerdem verfeinert Petersilie Soßen, Brühen und Dips. Auch als Dekoration ist die Petersilie in vielen Küchen erste Wahl. Petersilie liebt sonnige Standorte und freut sich im Frühjahr über etwas Kräuterdünger oder Kompost. Die Ernte kann meist schon im April beginnen.Petersilie – Universalgewürz mit TraditionEin Muss für viele Pastasoßen und auf der Pizza kaum wegzudenken. Oregano (Origanum vulgare) , auch wilder Majoran genannt, hat einen herb-würzigen, leicht pfeffrigen Geschmack. Das Küchenkraut harmoniert mit Fisch und Suppen und entfaltet seine intensive Würze am besten getrocknet. Durch 15-minütiges Mitkochen oder Mitgaren kommt der Geschmack am besten zur Geltung.Oregano – wilde Würze mit pfeffriger NoteRosmarin (Rosmarinus officinalis) ist ein immergrünes, aromatisch duftendes Gewürzkraut. Es ist das einzige Küchenkraut mit Nadeln und durch sein ätherisches Aroma unverwechselbar. Rosmarin hat eine lange kulinarische Tradition - in Schmorgerichten, zu gegrilltem Fleisch und Gemüse sowie zu Ofenkartoffeln. Auch die Blüten sind essbar und eine hübsche Dekoration für Salate. Rosmarin eignet sich für sonnige und geschützte Lagen. Die Aussaat erfolgt von Mai bis Juli, die Ernte von Mai bis Oktober.Rosmarin – für Wild- und KartoffelgerichteSchnittlauch (Allium schoenoprasum) ist aus Küche und Garten nicht wegzudenken. Schon die alten Chinesen, die die grünen Halme als „Juwel unter den Gemüsepflanzen“ bezeichneten, verwendeten Schnittlauch zum Würzen ihrer Speisen. Sowohl die Blüte als auch die Halme sind vielseitig verwendbar. Durch seine leichte Schärfe eignet er sich hervorragend für Suppen, Soßen und frische Salate. Die im Sommer erscheinenden Blüten sind eine willkommene Nektarquelle für Bienen und Schmetterlinge. Schnittlauch selbst zeigt sehr gute Eigenschaften im Freiland, eignet sich aber auch für die Überwinterung auf der Fensterbank.Schnittlauch – fein-würzig zu Suppen und SaucenAus der asiatischen, arabischen und indischen Küche ist Koriander (Coriandrum sativum) nicht wegzudenken. Häufig wird er zusammen mit Chili verwendet, um asiatische Suppen und Currys zu würzen. Als frisches Kraut harmoniert er mit Karotten und Zucchini. Die Samen geben Fleisch eine wärmende Würze, sollten aber vorher in der Pfanne angeröstet werden.Koriander – mehr als ein ScharfmacherRezept für Grünes Gazpacho mit Koriander und Tomaten (vegan) Zutaten für 4 Portionen Für die Suppe: 2 Gurken Zitrone, Bio 1/2 Handvoll Koriandergrün 2 Frühlingszwiebeln Salz, Pfeffer 1 TL Zucker 1 EL Olivenöl Außerdem: 1/4 Gurke 8 Kirschtomaten 1/2 Handvoll Koriandergrün 1 Frühlingszwiebel Zubereitung Gurken waschen, putzen und in Stücke schneiden. Die Zitrone heiß waschen, trocken tupfen, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Den Koriander waschen, trockenschütteln und die Blättchen abzupfen. Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in Ringe schneiden. Die vorbereiteten Zutaten mit etwas Salz, Pfeffer, Zucker und dem Olivenöl in den Mixer geben. Alles auf höchster Stufe sehr fein mixen und die Gazpacho ca. 30 Minuten kalt stellen. In der Zwischenzeit die Gurke waschen, putzen und in kleine Würfel schneiden. Die Kirschtomaten waschen, trocken tupfen und achteln. Den Koriander waschen, trockenschütteln und die Blättchen abzupfen. Frühlingszwiebel waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. Die abgekühlte Gazpacho nochmals pürieren oder durchrühren und abschmecken. In Schalen verteilen, mit Gurkenwürfeln, Tomatenspalten, Frühlingszwiebelringen und Korianderblättchen garnieren und servieren.Rucola ist ein Salatkraut mit einem besonders aromatischen und würzigen Geschmack. Sein Aroma ist manchmal leicht scharf und bitter. Kein Wunder, denn hier ist Senföl im Spiel. Das gibt Rucola das gewisse Etwas, wenn er mit Tomaten, Möhren oder auch Erdbeeren kombiniert wird. Auch als Pizzabelag ist Rucola sehr beliebt. Das schnellwüchsige Gewürzkraut hat ganzrandige, zarte, leicht gewellte Blätter und erreicht eine Wuchshöhe von ca. 20 cm. Rucola benötigt einen nährstoffreichen, lockeren und gut durchlüfteten Boden in sonniger Lage. Der Anbau ist ganzjährig in Töpfen auf der Fensterbank oder im Gewächshaus möglich. Unter dem Namen Rucola werden zwei verschiedene Pflanzenarten angeboten: die Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia) und die Gartenrauke (Eruca vesicaria) - die mit den breiteren Blättern.Rucola – von nussig bis bitter-scharfLiebstöckel (Levisticum officinale) , auch Maggikraut genannt, eignet sich besonders für feine Suppen, rustikale Eintöpfe und Saucen. Auch zu Käse ist Liebstöckel sehr zu empfehlen. Zur Zubereitung einfach die zarten Blätter fein hacken oder ganze Zweige mitkochen. Liebstöckel wirkt krampflösend, schleimlösend, verdauungsfördernd und harntreibend. Ab dem zweiten Jahr können die Wurzeln für Tee ausgegraben werden. Liebstöckel braucht wenig Licht, liebt tiefgründigen, humosen und feuchten Boden. Dadurch kann es auch an Standorten gedeihen, die anderen Pflanzen nicht zugänglich sind. Rezept für Liebstöckel-Pesto Zutaten 150 g Liebstöckelblätter 100 g Pinienkerne 100 g Parmesan (grob) 1 Knoblauchzehe 250 ml Olivenöl 1 Zitrone Schalenabrieb 1 TL Zucker 1 Prise Salz Zubereitung Zuerst den Liebstöckel waschen, trockenschleudern und die Blättchen abzupfen. Die Pinienkerne in einer Pfanne goldbraun rösten. Nun alle Zutaten bis auf die Zitronenschale und das Salz in einen Mixer geben und zerkleinern. Nun mit der Zitronenschale vermischen und mit Salz abschmecken. Das Liebstöckelpesto in Schraubgläser füllen und mit Olivenöl bedecken. So hält sich das Pesto im Kühlschrank einige Zeit. Tipp: Für eine längere Haltbarkeit werden die Pinienkerne und der Parmesan weggelassen.Liebstöckel – verdauungsfördernd und harntreibendStandort Vor allem in der Küche ist die Wahl des Standortes entscheidend, damit Sie lange Freude an Ihren Kräutern haben. Basilikum, Dill und Co. gedeihen nur bei ausreichendem Lichteinfall. Stellen Sie Ihre Anzuchttöpfe oder die gekauften Kräuter im Topf möglichst nah ans Fenster. So bekommen sie viel Licht und können optimal wachsen. Unser Tipp: Wenn Sie verschiedene Küchenkräuter anbauen möchten, setzen Sie sie in zwei Gruppen - je nach Wasserbedarf. Auf dem Balkon oder im Garten bevorzugen Kräuter einen sonnigen Standort, der vor direktem Regen geschützt sein sollte. Ein Beet an der Hauswand oder ein überdachtes Hochbeet sind ideal. Auch hier empfiehlt es sich, die Pflanzen nach Wasserbedarf getrennt zu pflanzen, damit das überschüssige Wasser der Pflanzen mit hohem Wasserbedarf nicht an die Wurzeln der Kräuter gelangt, die weniger Feuchtigkeit bevorzugen. Gießen und Düngen Küchenkräuter sind pflegeleicht und anspruchslos. Kräuter im Garten oder auf dem Balkon müssen nur in den heißen Sommermonaten gegossen werden. Für Kräuter in der Küche gilt: Die Erde immer feucht halten, aber Staunässe vermeiden. Nur bei schwachem Wachstum können Sie mit etwas Flüssigdünger nachhelfen. Schneiden Küchenkräuter werden „automatisch“ geschnitten, wenn Sie Blätter oder Stängel zum Kochen ernten. Wenn Ihre Kräuterpflanzen jedoch zu üppig wachsen - zum Beispiel weil Sie im Urlaub waren - sollten Sie sie zurückschneiden. Die abgeschnittenen Zweige können je nach Sorte getrocknet oder eingefroren werden.Pflegetipps für KüchenkräuterEntdecken Sie noch mehr wie beispielsweise ein DIY Kräutertrockner oder alles zum Thema Wildkräuter in Ihrem Garten.
-
Bunte Mischung im Gemüsebeet für gestärkte Pflanzen
Im Gemüsebeet dreht sich alles um gesunde Pflanzen und dass der Ertrag möglichst groß ausfällt. Die Natur lehrt uns, dass verschiedene Pflanzen auch in einer Symbiose leben können, in der Geben und Nehmen eine wichtige Rolle spielt. Bei einer Mischkultur im Gemüsebeet mit Kräutern und Blumen bewirken Sie genau das, wobei der Effekt, der dem Gemüse und dem Boden zugute kommt, bedeutend ist. Wir zeigen Ihnen, wieso es so wichtig ist auf Mischkultur im Beet zu achten, welche Vorteile Sie daraus ziehen und welche Kräuter und Blumen sich perfekt als Pflanzpartner eignen. Bei der Mischkultur im Gemüsebeet setzt man auf positive Effekte, die bestimmte Pflanzen aufeinander haben, wobei hier auch Kräuter und Blumen ins Spiel kommen. Die Wirkung zeigt sich meist indem Pflanzen kräftiger wachsen, Sie mehr ernten können, der Boden vor Austrocknung geschützt wird und Schädlinge ferngehalten werden. Mit der richtigen Bepflanzung können Sie zudem auch die vorhandene Fläche im Beet optimal nutzen, indem Sie beispielsweise Knoblauch zwischen Tomaten oder Lauch zwischen Salatpflanzen ansetzen. So erhalten Sie mehr Ertrag auf kleinerer Fläche. Ihr Gemüse ist bei einer Mischkultur weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten, im Gegensatz zu einer Monokultur. Zwar kann es auch hier zu einem Schädlingsbefall kommen, aber durch eine große Artenvielfalt locken Sie auch viele natürliche Feinde und Nützlinge an, die dem ganzen entgegenwirken. Zudem ist die bunte Mischung im Beet auch etwas fürs Auge. Achten Sie bei einer Mischkultur jedoch immer darauf, ob sich die Gemüsepflanzen untereinander vertragen. Es kann nämlich auch sein, dass sich die Pflanzen Energie und Nährstoffe rauben und somit die Ernte eher schlecht ausfällt bzw. die Pflanzen auch viel anfälliger für Krankheiten sind. Außerdem sollten Sie es bei einer Mischkultur nicht übertreiben. Pflanzen Sie lieber nur drei bis vier Kombinationen an, damit Sie nicht den Überblick verlieren.Vorteile von Mischkultur im GemüsebeetDuftende Küchen- und Heilkräuter sind in jedem Garten beliebt. Werden Sie im Gemüsebeet angebaut, so locken Sie nicht nur Nützlinge an, sondern vertreiben mit ihren ätherischen Ölen und Besonderheiten auch Schädlinge und fördern das Aroma der verschiedenen Gemüsesorten. Zudem wachsen Sie oftmals sehr platzsparend, wodurch sie sich perfekt als Zwischenpflanzung eignen und so den Boden vor Austrocknung schützen. Kräuter können Sie entweder schon fertig als Pflanze kaufen oder beim Einsetzen Ihrer Gemüsepflanzen mittels Samen im Beet ausbringen, da sie auch relativ schnell wachsen. Kräuter im GemüsebeetBasilikum sollte in keinem Garten fehlen, weil er nicht nur besonders nützlich in der Mischkultur ist, sondern auch perfekt zu italienischen Speisen passt. Im Gemüsebeet macht sich Basilikum besonders gut, wenn er zwischen Tomatenpflanzen gesetzt wird. Er hilft hier beispielsweise mit Mehltau oder der weißen Fliege und sorgt dafür, dass die Tomaten die Nährstoffe besser aufnehmen. Außerdem verleiht er den fertigen Früchten der Pflanze mehr Aroma. Mit seiner Blüte und dem intensiven Duft zieht er zudem auch wichtige Bestäuber an und kann auch Kohlweißlinge fernhalten. Er passt neben Tomaten auch perfekt zur Bepflanzung bei Chili, Paprika, Kohl, Gurke oder Zucchini. Schlechte Nachbarn von Basilikum: Bohnenkraut, Minze, Melisse, Salbei, Thymian, Majoran, Liebstöckel, TopinamburBasilikum (Ocimum basilicum)Genau wie Basilikum punktet auch Oregano im Gemüsebeet mit seinen ätherischen Ölen und intensivem Duft. Er hält dadurch ebenfalls verschiedene Schädlinge fern und zieht wichtige Nützlinge an. Auch er passt perfekt zu Tomaten, Chili und Paprika, aber auch neben Lauch, Zwiebeln und Kürbis. Schlechte Nachbarn von Oregano: Majoran, Liebstöckel, TopinamburOregano (Origanum vulgare)Auch der Thymian hält wieder viele Schädlinge wie Läuse, Kohlweißling oder auch Schnecken fern und zieht kleine Insekten an. Bei der Anzucht im Gemüsebeet eignet er sich besonders gut neben Chili, Brokkoli, verschiedene Kohlsorten, Karotten, Kohlrabi, Paprika und Salate. Schlechte Nachbarn von Thymian: Majoran, Dill, Basilikum, Minze, Ringelblume, Liebstöckel, TopinamburThymian (Thymus)Dill fördert die Keimfähigkeit beispielsweise bei Gurken oder Karotten und bringt bei einer Zwischenpflanzung bei vielen Gemüsesorten ein besseres Aroma. Er vertreibt zudem auch Wurzelschädlinge von Karotten und Zwiebeln sowie Blattläuse, Kohlweißlinge und Karottenfliegen. Er passt neben Gurken und Karotten auch sehr gut zu Bohnen, verschiedene Kohlsorten, Paprika, Chili, Kohlrabi, Salate, Erbsen, Rote Beete, Spargel und noch vielen mehr. Schlechte Nachbarn von Dill: Salbei, Thymian, Fenchel, Estragon, Kapuzinerkresse, Kresse, Kürbis, Liebstöckel, TopinamburDill (Anethum graveolens)Schädlinge hält er fern und Nützlinge lockt er mit seinem Duft an – der Schnittlauch . Er lockert als Zwischenpflanzung oder am Beetrand den Boden auf und passt perfekt zu Weißkohl, Karotten, Sellerie, Spinat, Tomaten, Pastinake oder auch zu Erdbeeren. Schlechte Nachbarn von Schnittlauch: Rosmarin, Koriander, Bohnen, Kresse, Lauch, Topinambur, Rote Beete, Liebstöckel, verschiedene Kohlarten, ErbsenSchnittlauch (Allium schoenoprasum)Rosmarin passt beispielsweise perfekt zu Karotten, da er die lästige Karottenfliege fernhält. Zudem eignet sich auch eine Pflanzung neben Kohl, da er auch hier den bekannten Kohlweißling abhält. Sobald der Rosmarin blüht, zieht er zudem viele Nützlinge an und verbreitet ein wunderbar, duftendes Aroma. Schlechte Nachbarn von Rosmarin: Schnittlauch, Liebstöckel, Topinambur, ZwiebelRosmarin (Salvia rosmarinus)Der Name ist Programm beim Bohnenkraut , denn diese Pflanzen hält bei einer Mischkultur mit Bohnen die lästige schwarze Bohnenlaus fern und hilft beim Wachstum der Pflanze. Zudem profitieren Pflanzennachbarn vom intensiven Aroma, darunter Tomaten, Paprika, verschiedene Kohlsorten, Salate, Rote Beete und Zwiebeln. Schlechte Nachbarn von Bohnenkraut: Minze, Basilikum, Liebstöckel, TopinamburBohnenkraut (Satureja)Genauso wie Kräuter strömen auch Blumen einen intensiven Duft sowie ätherische Öle aus, was Schädlinge fernhält. Zusätzlich locken sie durch ihre Blütenpracht unzählige Nützlinge an und Sie müssen sich so keine Sorgen machen, dass Ihre Gemüsepflanzen nicht bestäubt werden bzw. können sich auf eine größere Ernte freuen. Setzen Sie bei einer Mischkultur mit Blumen auf ungefüllte Blätter (Blütenblätter sind rund um die gut sichtbaren Staubblätter), da die Insekten hier leichtes Spiel bei der Bestäubung haben. Zudem ist es wichtig, viele verschiedene Arten im Garten einzusetzen, da die Vielfalt auch unterschiedliche Insekten mit verschiedenen Nutzen anlockt und Sie so ein breites Spektrum haben. Mehr Artenvielfalt bei den Nützlingen bedeutet weniger Schädlinge in Ihrem Garten und besseres Pflanzenwachstum sowie ein höherer Ertrag. Auch der optische Effekt darf nicht außen vorgelassen werden, denn ein buntes Blütenmeer ist auch besonders schön anzusehen.Blumen im GemüsebeetAchten Sie bei der Zwischenpflanzung oder bei der Bepflanzung am Beetrand immer darauf, dass manche Blumen mehr Platz brauchen und höher wachsen. Setzen Sie daher Blumen nur punktuell im Gemüsebeet ein und schaffen zusätzlich in der Nähe ein reines Blumenbeet, damit Sie auch so mehr Vielfalt in Ihren Garten bekommen und die Vorteile genießen können. Mit Blumensamenmischungen bringen Sie auf einmal eine große Vielfalt an Blumen in Ihren Garten. In diesem Fall ist aber zu empfehlen, dass Sie sie in ein eigenes Blumenbeet oder direkt in der Wiese ausbringen, je nach Art. Es gibt auch essbare Blumenmischungen die sich perfekt in einem Beet mit beispielsweise Pflücksalat eignen. Achtung: Achten Sie darauf, dass die Blumen Samen bilden und diese nach dem Verwelken auf den Boden fallen. Dadurch gelangt der Samen in die Erde und es können neue Pflanzen entstehen, wobei sie auch teilweise eine große Fläche des Beetes einnehmen können. Sollten Sie dies vermeiden wollen, so schneiden Sie die gerade verwelkten Blütenköpfe mit den Samen ab und lagern Sie sie trocken für die Aussaat im nächsten Jahr. Einige der nachstehenden Blumen sind bekannt dafür, sich gerne unkontrolliert zu vermehren.Die Ringelblume hat lange Pfahlwurzeln, welche den Boden auflockern und die Struktur maßgeblich verbessern. Zudem scheiden ihre Wurzeln bestimmte Stoffe aus, die schädliche Fadenwürmer fernhält und auch Schnecken meiden diese Blume eher. Pflanzen Sie die Ringelblume neben Kohl, Bohnen und Tomaten. Bei einer Pflanzung mit Kartoffeln kann die Blume die Kraut- und Knollenfäule vorbeugen. Die Blüten der Ringelblume sind außerdem essbar und passen perfekt zum Garnieren oder in Salate. Schlechte Nachbarn von Ringelblumen: Topinambur, Liebstöckel, ThymianRingelblume (Calendula officinalis)Kapuzinerkresse wächst schnell und ist ein toller Bodendecker bzw. wächst sie auch oft gern am Rand vom Hochbeet hinunter. Die Pflanze wird oftmals angesetzt um Schädlinge anzulocken und so von wichtigen Gemüsepflanzen fernzuhalten. Sie wehrt jedoch Raupen, Schnecken, Ameisen und Co. auch ab. Die Kapuzinerkresse ist besonders nützlich im Anbau mit Kürbisgewächsen (Zucchini, Gurken und Kürbisse), da sie Unkraut unterdrückt und mit ihren Wurzeln die Erde gut auflockert. In einer Mischkultur mit Tomaten, Kartoffeln und Bohnen macht sie sich auch sehr gut. Blüten sowie Blätter sind essbar, wobei letztere leicht scharf und ein wenig nach Kresse schmecken. Perfekt für Salate, zum Garnieren oder für eine leckere Kräuterbutter zu Grillgemüse. Schlechte Nachbarn von Kapuzinerkresse: Kohlarten (lockt Kohlweißling an). Dill, Koriander, Petersilie, FenchelKapuzinerkresse (Tropaeolum)Die strahlend blaue Kornblume lockt Gallwespen und andere Feinde der Kohlweißlinge und Kohleule an und ist somit ein guter Begleiter bei Kohlarten. Auch diese Blüte ist essbar und kann hervorragend als Garnitur, in Salaten oder auch als heilender Tee eingenommen werden. Schlechte Nachbarn von Kornblumen: Keine bekanntKornblume (Centaurea cyanus)Wie die Kapuzinerkresse lockt auch die Studentenblume Schädlinge im Garten an und lenkt so von den Gemüsepflanzen ab. Zudem sondert Sie bei Verzehr ein Gift ab, welches manche Insekten auch verenden lässt. Sie sind außerdem hervorragend zur Verbesserung der Bodenstruktur und können dank ihres niedrigen Wuchses gut als Bodendecker dienen und so vor Austrocknung schützen. Pflanzen Sie diese Blume neben Bohnen, Gurken, Kartoffeln, Kohl, Lauch, Salat, Tomaten, Zwiebeln und Co. an und Ihr Gemüse wird sicherlich davon profitieren. Die Blüten der Tagetes sind essbar, jedoch nicht von jeder Sorte. Schlechte Nachbarn von Studentenblumen: Keine bekanntStudentenblume (Tagetes)Kamille ist nicht nur eine Heilpflanze, sondern unterstützt auch Kohlarten beim Wachstum, sorgt für Widerstandskraft und macht manche Pflanzen sogar weniger anfällig für Pilzkrankheiten. Sie hält außerdem die Lauchmotte fern. Lauch, Kartoffeln, Kohlrabi, Kohlarten, Bohnen, Karotten, Salate und Zwiebel profitieren von einer Mischkultur im Gemüsebeet. Bei der echten Kamille sind Blätter, Knospen und Blüten essbar. Schlechte Nachbarn von Kamille: Minze, Liebstöckel, Topinambur, Zinnie, AsterKamille (Matricaria)Die beeindruckende Sonnenblume eignet sich auch sehr gut zur Mischkultur mit Gemüse. Sie ist nicht nur ein wahrer Magnet für Bienen und Hummeln, sondern auch ein effektvoller Hingucker im Garten, dank der oftmals ansehnlichen Größe. Zudem freuen sich auch die Vögel über Nahrung, denn sie bedienen sich direkt am Blütenkopf, sobald sich die Sonnenblumenkerne gebildet haben. Sonnenblumen sind tiefwurzelnd und lockern somit schwere Böden auf. Sie brauchen jedoch insgesamt recht viel Platz, Nährstoffe und Wasser, was beim Anbau berücksichtigt werden sollte. Wenn Sie die Blütenpracht nicht in Ihrem Gemüsebeet haben wollen, dann eignet sich eine Pflanzung in der Nähe, damit Sie von ihr trotzdem profitieren können. Im Gemüsebeet passt sie gut zu Gurken, Kürbis, Zucchini, Brokkoli, Karotten, aber auch Bohnen und Erbsen, die an ihrem langen Stamm hinaufklettern können. Die Sonnenblume spendet dank ihren großen Blättern und Blumenköpfen zudem viel Schatten und schützt vor starkem Wind. Bei der Sonnenblume sind Kerne, Blütenblätter sowie der Blütdenboden (zubereitet wie Artischoke) essbar. Schlechte Nachbarn von Sonnenblumen: Topinambur, Kartoffeln, LiebstöckelSonnenblume (Helianthus annuus)Das Schmuckkörbchen , auch Cosmea, Schmuckblume oder Kosmee genannt, wächst sehr schnell und lockt viele Nützlinge an. Sie zieht zudem Blattläuse an, wobei das umliegenden Gemüsepflanzen zugutekommt, die auch anfällig für den Schädling sind. Auch die Cosmea ist nicht giftig für Menschen sowie Tiere und ist sogar essbar. Schlechte Nachbarn von Schmuckkörbchen: Keine bekanntSchmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus)Die Bienenweide , auch Phacelia oder Bienenfreund genannt, ist im Garten ein wahrer Segen. Sie zieht nicht nur unzählige Nützlinge an, sondern kann auch als Gründüngung verwendet werden. Sie verbessert die Bodenstruktur nachweislich, wird oftmals auch als Nachkultur angepflanzt und über den Winter als Mulchschicht verwendet. Phacelia eignet sich auch gut um schädliche Nematoden im Boden sowie Kartoffelkäfer zu vertreiben. Phazelien sollten Sie jedoch nicht verzehren, da die enthaltenen Stoffe hautreizend sind und allergische Reaktionen auslösen können. Sie ist jedoch nicht giftig. Schlechte Nachbarn von Phacelia: Keine bekanntBienenfreund (Phacelia tanacetifolia)Lavendel ist nicht nur für uns Gärtner eine besonders gut duftende Staude, sondern auch Schmetterlinge, Bienen und andere Nützlinge fliegen regelrecht darauf. Die Pflanze wehrt hingegen Kohlweißlinge ab und ist nützlich bei Blattläusen und Mehltau. Gute Mischkultur bildet der Lavendel mit Kartoffeln oder Kohl und verstärkt in Kombination mit Kräutern wie Thymian, Oregano oder Rosmarin oftmals deren Aroma. Schlechte Nachbarn von Lavendel: PetersilieLavendel (Lavandula)Auch die Blüten vom Borretsch locken jede Menge Insekten an. Er steigert durch bestimmte Stoffe den Ertrag bei Gurken, Zucchini oder Paprika und schützt Kohlarten vor dem Kohlweißling. Zudem eignet sich Borretsch auch gut als Mischkultur mit Erdbeeren und Salat. Die Blüten sind essbar und perfekt für einen Salat. Schlechte Nachbarn von Borretsch: Rucola, Petersilie, Liebstöckel, TopinamburBorretsch (Borago officinalis)Das waren sie nun, sieben starke Kräuter und zehn betörende Blumen, die sich perfekt als Mischkultur im Gemüsebeet eignen. Natürlich gibt es noch unzählige mehr, die Sie entdecken und einsetzen können. Probieren Sie sich langsam voran in der Welt der Mischkultur und entdecken, was für Sie am besten funktioniert. In der Zwischenzeit wollen wir Ihnen noch viele weitere, wichtige Tipps und Tricks mit auf den Weg geben, damit Sie zum richtigen Artenvielfalt- und Garten-Profi werden.
-
Alles zur Kräuterwelt - über Anbau bis zur Ernte & Verwertung
Auf dem Balkon, der Terrasse, im Garten oder sogar im Haus – Kräuter gedeihen in fast jeder Umgebung und bringen nicht nur mehr Vielfalt zu Ihnen nachhause, sondern bereichern auch Ihre Kreationen aus der Küche. Mit ihrem frischen und intensiven Geschmack dürfen Kräuter auf keinen Fall in Ihrem Repertoire fehlen. Wir verraten Ihnen, welche beliebten Kräuter sich für den Kräutergarten eignen, welche kühle Getränke im Sommer aufwerten und klären Fragen rund um den Anbau, Pflege und Co. Um leckere Kräuter zu ziehen, braucht es keinen großen Garten. Ein Fensterbrett reicht aus, um Kräuter das ganze Jahr lang anzubauen. Ein nach innen umgesiedelter Balkonkasten oder ein paar Terrakotta-Töpfe auf der Fensterbank genügen, um die wichtigsten Küchenkräuter für den Alltag anzubauen. Aufgrund ihres geringen Platzbedarfs sind Kräuter perfekt für das Gärtnern in der Großstadt, auf der Dachterrasse oder im Kleinstgarten geeignet. Wer einen Balkon hat, kann den Kräutern dort einen Platz einräumen. Wenn dort nicht genug Platz für ein Frühbeet oder größere Töpfe vorhanden ist, sind Balkonkästen am Geländer eine perfekte Alternative: Sie sind sehr sonnig, gut im Blick, leicht zu befüllen und somit eine perfekte Bühne für praktisch alle mediterranen Kräuter. Und selbst auf einem feuchten Nordbalkon wachsen Brunnenkresse und Co. noch gut. Auch Kräuter bilden nach der Zeit Blüten aus und locken mit Ihrem Duft viele Nützlinge an. Wollen Sie jedoch vermeiden, dass der Geschmack der Kräuter nachlässt, so müssen Sie die Blütenstände vor der Blüte abschneiden. Nichtsdestotrotz können Sie die Kräuter auch blühen lassen, denn die Blumen sind nicht nur für Bienen und Co. ein wahrer Schmaus, sondern eignen sich auch perfekt zum Garnieren für verschiedene Speisen. Zudem können Sie warten bis die Blumen verblüht und vertrocknet sind und dann die Samen ernten. So haben Sie genügend Vorrat zum erneuten Aussäen.Die Fensterbank – der kleinste KräutergartenEin Hochbeet eignet sich ideal zur Kräuterzucht. Durch seine Höhe ist es näher an den wärmenden Sonnenstrahlen und weiter weg vom schattigen Boden, was besonders für sonnenverliebte, mediterrane Kräuter wichtig ist. Ein Hochbeet bietet Ihnen kontrollierte Bodenverhältnisse, ein perfektes Nährstoffangebot und eine ideale Ausrichtung zur Sonne. Gleichzeitig sind Ihre Pflanzen vor Schnecken und anderen Schädlingen geschützt, sofern das Beet im Garten steht. Durch das Verrotten von Kompost im Untergrund ist ein Hochbeet auch immer etwas wärmer als ein klassisches Beet. Somit können Sie nach Ende der Frostperiode früher mit der Aussaat beginnen, weshalb auch die Ernte früher beginnt. Aufgrund seiner Kastenform hat ein Hochbeet in der Regel eine überschaubare Größe und ist somit prädestiniert für beschränkte Platzverhältnisse, also für Balkon, Dachterrasse oder das kleine Gartenstück vor der Küchentür. Wer Gemüse im Hochbeet anpflanzt, kann zwischen den Pflanzen oder am Rand gut Kräuter ergänzen. Beispielsweise eignet sich Basilikum und Petersilie perfekt bei Tomaten oder Chili, Bohnenkraut macht sich gut neben jeglichen Bohnenarten, Dill passt wie angegossen zu Gurken und Rosmarin fühlt sich bei Karotten im Beet wohl.Kräuter ganz oben – HochbeetIdealerweise können Sie in Ihrem Gemüsegarten eine kleine Ecke von maximal einem bis zwei Quadratmetern für Kräuter reservieren. Mehr Platz benötigen die fünf bis zehn Kräuter, die Sie regelmäßig in der Küche verwenden, nicht. Die Ernte wird Sie in jedem Fall reich entlohnen. Noch schöner als ein klassisches Kräuterbeet ist eine Kräuterspirale . Eine aufsteigende Kette kleiner Pflanzflächen garantiert jedem Kraut einen optimalen Standort und ist auch optisch ein echtes Highlight im Garten. Die Spirale selbst gliedert sich in verschiedene Klimazonen: Oben ist der Platz für mediterrane, sonnenhungrige Kräuter auf sandigem, nährstoffarmem Boden. Weiter unten wird der Untergrund nährstoffreicher und feuchter und die Sonneneinstrahlung geringer. Die unterste Etage wird häufig sogar mit einem Miniteich belegt, der meist aus einem einfachen Eimer besteht. Die beste Kräutererde Ganz gleich, ob im Hoch- oder Gemüsebeet: Die meisten Kräuter sind nicht sehr anspruchsvoll, was ihre Erde betrifft. Schwere Böden sollten Sie mit Sand anreichern und auf eine gute Drainage achten. Eine spezielle Kräutererde ist nicht teuer und gibt Ihnen die Sicherheit, das richtige Beet für Ihre Kräuter angelegt zu haben.Gemüsebeet & KräuterspiraleMöchten Sie wissen, welche Kräuter gerade Saison hat? Dann ist unser Saisonkalender für Kräuter genau das richtige Hilfsmittel. Hier erfahren Sie beispielsweise, wann Basilikum im Gewächshaus und wann im Freien wächst. Der Saisonkalender informiert Hobbygärtner außerdem über den besten Zeitpunkt, um Kräuter auszusäen. Sie möchten gerne wissen, welche Standortbedingungen Rosmarin benötigt? Sie warten schon sehnsüchtig auf die Ernte Ihres Rucola? Oder die Ihres Majorans? Unser Kräuterkalender verrät es Ihnen! Mithilfe des Saisonkalenders für Kräuter finden Sie schneller die Kräutersorten, die Sie im jeweiligen Monat anbauen oder ernten können.Saisonkalender für KräuterSchnittlauch : Seine Halme werden in Suppen, Soßen und Salaten verwendet und dienen als Garnitur. Seine violetten Blüten sind nicht nur dekorativ, sondern können auch verspeist werden. Dill : Er ist ein leckerer Begleiter zu Lachs, Gurken, Blattsalaten, Joghurt, Quark oder hellen Fischsoßen. Die Blättchen sollten nicht zu fein gehackt werden, da sie dabei matschig werden. Basilikum : Frisch geerntet sollte er nicht mitgekocht werden, da er sonst sein Aroma verliert. Geben Sie die Blätter daher erst zum Schluss hinzu oder streuen Sie sie darüber, beispielsweise bei Tomaten, Fisch, Rührei, Salat oder Suppe. Thymian : Er würzt mediterrane Gerichte wie Zucchini, Auberginen, Lamm oder Fisch. Er kann mitgekocht werden, sollte wegen seiner pfeffrigen Note aber nur sparsam eingesetzt werden. Eine hervorragende Variante ist auch Zitronen-Thymian. Rosmarin : Er passt hervorragend zu Schmorgerichten, Gegrilltem, Ofengemüse, Tomaten und Pilzen. Seine Blüten sind ein Hingucker auf Salaten. Koriander : Er würzt asiatisch angehauchte Gerichte und passt auch zu Karotten und Zucchini. Die Samen können in Brot oder Ragouts verwendet werden. Reiben Sie das Fleisch vor dem Braten mit den Körnern ein. Petersilie : Durch ihre aromatischen Blätter ist sie ein sehr beliebtes Gewürz in vielen mediterranen Küchen und verleiht den verschiedensten Gerichten das gewisse Etwas. Rucola : Dieses besonders schmackhafte Würzkraut verfeinert Salate, Pizza, Pasta oder Suppen. Er zeichnet sich durch seinen angenehm erdnussartigen Geschmack aus.Acht Kräuter, die in keiner Küche fehlen dürfenZitronenverbene : Die Blätter der Zitronenverbene können von Mai bis September geerntet werden. Sie werden nicht einzeln abgezupft, sondern mitsamt den Trieben geschnitten. Ihre ätherischen Öle verleihen Kräuterlimonaden einen erfrischenden Zitrusgeschmack. Die schonendste Methode, um die Blätter haltbar zu machen, ist das Trocknen. Dazu binden Sie die Triebe zu kleinen Sträußen und hängen sie kopfüber an einem gut belüfteten, dunklen Ort auf. Ananas-Salbei : Beerenfans werden den Ananassalbei lieben. Sowohl die Blätter als auch die Blüten sind essbar und schmecken genau so, wie man es vom Namen her erwarten würde. Für diesen sommerlichen Cocktail werden zunächst die roten Blüten des Ananas-Salbeis und die blauvioletten Blüten des Borretschs in Eiswürfeln tiefgefroren. Das sieht nicht nur klasse aus, sondern konserviert auch das Aroma, das erst im Glas wieder freigesetzt wird. Als ebenfalls essbare Garnierung dient Fenchel. Seine kunstvollen Doldenblüten erinnern geschmacklich an Lakritz. Zitronenmelisse : Wie der Thymian ist auch die Zitronenmelisse gleichzeitig Bienenweide, Heilpflanze und leckeres Küchenkraut. Ihre Blätter sind eine erfrischende Zutat für selbst gemachten Eistee. Erdbeer-Minze: Die Erdbeer-Minze beschert uns gleich zwei Dufterlebnisse. Wenn man das Laub leicht berührt, riecht es nach Erdbeersahne. Zerreibt man die Blätter zwischen den Fingern, glaubt man, eine Schwarzwälder Kirschtorte vor sich zu haben. Die Blätter eignen sich hervorragend zur Verfeinerung von Cocktails, Smoothies und Limonaden.Fünf fruchtige Kräuter – perfekt für kühle Getränke!Wann, was und wo werden Kräuter am besten ausgesät? Bevor Sie die Kräutersaat ausbringen, sollten Sie sich über die Bedürfnisse der Kräuter informieren. Wo sind sie beheimatet und wie viel Sonne oder Schatten benötigen sie? Typische mediterrane Kräuter wie Lavendel oder Salbei bevorzugen einen sonnigen, trockenen Standort, während Kräuter aus dem Wald (Pfefferminze, Bärlauch) einen feuchten, halbschattigen Standort benötigen. Achten Sie bei der Saat genau auf die Pflanzabstände, um eine Konkurrenz der Kräuterstände zu vermeiden sowie auf geeignete Mischkulturen. Liebstöckel beispielsweise sollte nicht mit anderen Kräutern kombiniert werden, sondern alleine in einen Topf gesetzt werden. Wann werden die Kräuter geerntet? Legen Sie Ihr Kräuterbeet für Standards wie Petersilie, Schnittlauch und Basilikum so an, dass Sie möglichst kontinuierlich erntereife Pflanzen zur Verfügung haben. Denn nur ganz frisch entfalten die Kräuter ihre volle Wirkung in der Küche. Bei der Ernte können Sie beruhigt zupacken: Kräuter vertragen einen radikalen Rückschnitt gut. Wie werden Kräuter haltbar gemacht? Die schonendste Methode, um die Blätter haltbar zu machen, ist das Trocknen. Binden Sie dazu die Triebe zu kleinen Sträußen zusammen und hängen Sie diese kopfüber an einem gut belüfteten, dunklen Ort auf. Auch in Eiswürfelformen lassen sich die Kräuter gut konservieren, indem Sie zum Beispiel Rosmarin mit Orangenscheiben einfrieren und später ein aromatisches Getränk kreieren können. Aber auch in Olivenöl können Kräuter, beispielsweise eine italienische Kräutermischung, eingefroren werden und später beim Kochen verwenden. Wenn Ihre Ernte sehr groß ausfällt und Sie schon gar nicht mehr wissen, wohin mit den Kräutern, dann können Sie auch leckere Pestos selber machen. Kapuzinerkresse oder eine Mischung aus Kräutern eigenen sich hierfür sehr gut. Wie werden Schädlinge bei Kräutern bekämpft? Schädlinge haben im Kräutergarten meist kaum eine Chance. Das liegt vor allem an den ätherischen Ölen, die von den meisten Insekten nicht gemocht werden. Trotzdem können gelegentlich Mehltau und Blattläuse auftreten. In diesem Fall können Sie entweder warten, bis zum Beispiel Nützlinge die Schädlinge entfernt haben, oder Sie ersetzen die befallene Pflanze durch eine neue. Letzteres ist definitiv ökologischer als mit Chemie zu versuchen Schädlinge oder Krankheiten zu entfernen. Wie werden Kräuter überwintert? Die meisten Kräuter überstehen den Winter gut, wenn ihre Wurzeln ausreichend bedeckt sind. Im Herbst müssen Sie sich jedoch von Dill, Basilikum, Koriander, Majoran und Borretsch verabschieden, da diese meist nur einjährig sind. Auch wenn also fast alle Kräuter im Herbst draußen bleiben dürfen, sollten Sie das gelegentliche Gießen an frostfreien Tagen nicht vergessen. Auch im Winter können Kräuter vertrocknen.Kräuteranbau: Was ist wichtig und zu beachten?Entdecken Sie noch mehr rund um die vielfältige Kräuterwelt wie beliebte Küchenkräuter mit Rezepte oder eine Mischkultur mit Kräutern und Blumen im Beet.
-
8 Krankheiten & Schädlinge im Gemüsegarten
Die Freude an der Gartenarbeit ist groß, aber je mehr angepflanzt wird, desto wahrscheinlicher ist auch ein Befall von Schädlingen oder verschiedenen Krankheiten bei Gemüsepflanzen. Kraut- und Braunfäule, Blattläuse, Mehltau und Co. sind sehr ärgerlich, durch gewisse Vorkehrungen können Sie aber die Chance verringern, dass Ihre Gemüsepflanzen befallen werden. Wir zeigen Ihnen vier gängige Schädlinge sowie vier Krankheiten und was Sie zur Vorbeugung bzw. im Ernstfall machen können. Außerdem geben wir Ihnen allgemeine Tipps, die Sie zur Vorbeugung beachten können.Blattläuse gehören zur Familie der Pflanzenläuse und sind an vielen verschiedenen Pflanzen im Garten aufzufinden. Je nach Art sind sie schwarzbraun oder grün, sind teilweise mit Flügeln ausgestattet und leben in Kolonien. Die flugfähigen Blattläuse können Virus-Erkrankungen von einer Pflanze auf die andere übertragen. Blattläuse saugen den Pflanzensaft der vorwiegend jungen Triebe und produzieren Honigtau, welcher häufig zur Ausbreitung von Rußtaupilzen führt. Der Honigtau lockt vor allem Ameisen (aber auch Bienen) an, welche den frischen Honigtau als Nahrung verzehren und auch oftmals die Schädlinge vor natürlichen Fressfeinden wie dem Marienkäfer verteidigen. Vor allem in trockenen, warmen Frühsommern vermehren sich die Blattläuse ins Unendliche und sollten alsbald bekämpft werden. Die Blätter und Triebe kräuseln sich bei einem Befall mit der Zeit und auch gelbe Flecken können auftreten. Vorbeugung & Bekämpfung Damit Sie Blattläuse so gut es geht von Ihrem Garten fernhalten, hilft es auf Monokulturen zu verzichten. Vor allem auf kleinen Flächen eignet sich eine reiche Artenvielfalt, was wiederum natürliche Fressfeinde der Blattlaus anlockt wie den Marienkäfer, Schlupfwespen, Florfliegen und Co. Dazu können Sie in Ihrem Garten auch Insektenhotels aufstellen und Totholzecken anlegen. Natürliche Hausmittel gegen Blattläuse sind beispielsweise Schmierseife in Wasser aufgelöst, ein Brennesselsud oder eine Brühe aus Oregano. Letztere zwei werden mit Wasser aufgegossen und anschließend auf die betroffenen Stellen gesprüht. Wiederholen Sie das ganze regelmäßig, so vertreiben Sie nicht nur die Schädlinge, sondern versorgen auch die Pflanzen mit wichtigen Mineralstoffen. Bei einem starken Befall können Sie auf Mittel wie Neem-Öl oder andere Produkte zur Schädlingsbekämpfung zurückgreifen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie wenn möglich nur biologische Mittel einsetzen, da Sie sonst auch anderen Insekten schaden können. Sollten Sie schon am Verzweifeln sein und sich nicht mehr hinaussehen bei der Bekämpfung der Blattläuse, so können Sie betroffene Stellen auch abschneiden und über den Bio-Müll entsorgen. Wollen Sie feststellen, ob geflügelte Schädlinge Ihre Pflanzen im Gewächshaus befallen haben, so bringen Sie in unmittelbarer Nähe Gelbtafeln an. Die Insekten bleiben an den Tafeln kleben und Sie haben den Überblick, ob die Blattläuse auch auf andere Pflanzen übergehen könnten.BlattläuseDrahtwürmer sind Käferlarven (Familie Schnellkäfer), hart und gelb. Sie befallen eigentlich totes Material, können aber auch auf Gemüse übergehen, das am Boden wächst - von der Kartoffel bis zur Erdbeere. Dabei ernährt sich der Wurm von den Wurzeln, was wiederum zu einer Welke der Pflanzen führt. Sie können nicht mehr genug Wasser und Nährstoffe aufnehmen und gehen ein. Bei Kartoffeln fressen die Drahtwürmer Gänge ins Innere und ernähren sich so. Betroffene Kartoffeln sind schwärzlich verfärbt, die Gänge verkorkt und daher sollten die Knollen über den Bio-Müll entfernt werden. Haben Sie einen Befall entdeckt, so lohnt es sich auf jeden Fall, wenn Sie die Stelle ein wenig umgraben und nach dem Schädling Ausschau halten. Vorbeugung & Bekämpfung Für Drahtwürmer direkt gibt es leider noch keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel, jedoch können Sie die Würmer vorbeugen, indem Sie die Erde möglichst trocken halten und nicht überwässern, da sie feuchten Boden sehr gerne mögen. Weiters hilft es, wenn Sie vor allem im Frühjahr, aber auch im Herbst, den Boden ein wenig auflockern und umgraben. Dadurch stören Sie die Larven und sie trocknen eventuell durch die bessere Belüftung schnell aus. Ein weiterer Stichpunkt lautet hier auch Fruchtfolge. Da sich die Drahtwürmer im Boden aufhalten und gewisse Pflanzen gegenüber anderen bevorzugen, hilft es, wenn Sie auf einer Stelle jährlich eine andere Gemüsesorte anpflanzen. Auch Nematoden können beim Befall von Drahtwürmern helfen. Zudem hilft es, Ringelblumen und Studentenblumen in unmittelbarer Nähe anzusetzen, da sie auf die Schädlinge abschreckend wirken.DrahtwürmerEgal ob Karottenfliege, Zwiebelfliege oder die bekannte Kohlfliege, Gemüsefliegen bevorzugen oftmals bestimmte Gemüsesorten und hinterlassen nicht essbare Früchte. Das Schadbild dabei ist immer ähnlich: Die Larven fressen sich durch das Innere des Gemüses, die Blätter verfärben sich und die Pflanze fängt an zu welken. Dabei dürfen Sie nicht außer Acht lassen, dass die Gemüsefliegen nur Kohl, Karotten oder Zwiebeln befallen, sondern auch meist die gesamte Pflanzenfamilie. Vorbeugung & Bekämpfung Auch hier gibt es wieder keine direkte Schädlingsbekämpfung. Sie sollten jedoch bei der Anzucht wieder auf die Fruchtfolge achten und Mischkultur einsetzen. Beim Aussäen oder Einpflanzen können Sie direkt danach die Pflanzen mit einem Vlies schützen, damit die Gemüsefliege ihre Eier nicht ablegen kann. Bei einem Befall sollten Sie die betroffenen Pflanzen so schnell wie möglich herausnehmen und über den Bio-Müll entsorgen. Zusätzlich können Sie auch Insektizide einsetzen. GemüsefliegenWer kennt Sie nicht? Schnecken lieben Blätter und sobald es regnet oder feucht ist, kriechen die Schädlinge aus ihren Verstecken. Oftmals erkennen wir ein Schadbild anhand löchriger Blätter oder wenn nur mehr der Stiel des Blattes übrig ist. Schnecken ziehen eine schleimige Spur hinter sich her und sind auch so gut erkennbar. Problematisch sind jedoch nur die Ackerschnecke, die spanische Wegschnecke und die Gartenwegschnecke. Arten wie Tigerschnegel, Weinbergschnecke und die Hain-Bänderschnecke (mit Haus) sind im Garten hingegen sogar nützlich, da sie abgestorbene Pflanzteile fressen und manche Arten sogar die Eier der schädlichen Nacktschnecken verspeisen. Achten Sie daher bei der Bekämpfung, welche Art sich bei Ihnen angesiedelt hat und setzen Sie erst dann Maßnahmen. Vorbeugung & Bekämpfung Das Angebot an Mitteln zur Bekämpfung von Schnecken ist groß, jedoch sind nicht alle Methoden umweltfreundlich. Schnecken können Sie auch mit Zeit und Geduld aus Ihrem Garten bekommen, ohne die Umwelt zu belasten. Biologisches Schneckenkorn wird beispielsweise an betroffene Stellen ausgebracht oder rund um Gemüsepflanzen. Die Schnecken fressen das Mittel und verhungern nach einigen Tagen. Dabei wird der Boden nicht belastet und auch Nützlinge sowie Tiere sind nicht gefährdet. Vor allem wenn starker Regen bevorsteht lohnt sich die Ausbringung, da die Schädlinge nachtaktiv sind und nur bei Regen hervorkommen. Die Anwendung wird bei weiterem Befall nach Packungsbeilage ausgebracht. Auch schneckenabweisende Pflanzen sind hilfreich im Garten. Vor allem stark duftende wie Lavendel, Rosmarin, Schnittlauch, Kapuzinerkresse, Kamille, Zitronenmelisse und Co. vertreiben die Schädlinge. Pflanzen Sie diese neben Ihrem Gemüse an, so können Sie den Befall weitestgehend verhindern. Es gibt aber auch schneckenresistente Pflanzen oder umgekehrt, schneckenanziehende Pflanzen. Mit letzteren erreichen Sie beispielsweise, dass die Schnecken eher diese Pflanzen vertilgt, als Ihre wertvollen Gemüsepflanzen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Studentenblume. Schneckenzäune und Schneckenkragen sind ebenfalls eine gute Abwehr gegen die Schädlinge, da sie sie nicht überwinden können. Vor allem aber ein Hochbeet mit einer Schneckenkante ist eine durchaus bewährte Methode, um Ihre Pflanzen vor den gefräßigen Biestern zu schützen.SchneckenEchter Mehltau finden Sie bei schönem Wetter (trocken und warm) auf Zier- und Gemüsepflanzen. Der Pilz äußert sich als weißer, abwischbarer Belag auf den Blattoberseiten, wobei sie mit der Zeit braun werden und vertrocknen. Grund für den Pilz ist im Gewächshaus eine schlechte Belüftung bzw. im Freiland auch das Bewässern von oben. Auch eine Überdüngung mit Stickstoff kann ein möglicher Grund der Ausbreitung sein. Der Pilz bleibt jedoch bei einem Befall der Pflanze treu und kann zum Beispiel nicht von einer Zucchini auf eine Tomate übergehen. Vorbeugung & Bekämpfung Zur Vorbeugung können Sie beim Kauf auf resistente Sorten achten. Bei der Bepflanzung sollte die Fruchtfolge eingehalten werden, da die Pilzkrankheit auch im Boden überdauern kann. Passend dazu können Sie Kräuter wie Basilikum, Schnittlauch oder Kerbel dazwischen pflanzen, da Mehltau diese Pflanzen meidet. Sollte eine Pflanze befallen sein, so sollten Sie die betroffenen Stellen umgehend abschneiden und über den Bio-Müll entsorgen, damit die Ausbreitung weitestgehend eingedämmt werden kann. Zur Bekämpfung werden auch oft Fungizide verwendet, wobei es auch zwei Hausmittel gibt, mit denen Sie den Befall bekämpfen können. Einerseits können Sie Roh- oder Vollmilch im Verhältnis 1:8 mischen und die Pflanzen regelmäßig besprühen. Andererseits gibt es auch die Möglichkeit, eine Packung Backpulver, 2 ml Rapsöl und 2 l Wasser zu mischen und ebenfalls auf betroffene Pflanzen zu spritzen.Echter MehltauIm Gegensatz dazu steht der falsche Mehltau, denn er liebt Feuchtigkeit. Auch er befällt nicht nur Zierpflanzen, sondern auch diverse Gemüsepflanzen. Hier lässt sich die Pilzkrankheit auf beiden Blattseiten erkennen. Auf der Unterseite bildet sich ein weißer Belag sowie ein grauer oder grauvioletter Pilzrasen. Auf der Oberseite finden Sie Aufhellungen oder gelbliche Flecken. Vorbeugung & Bekämpfung Auch hier sollten die betroffenen Stellen abgeschnitten und über den Bio-Müll entsorgt werden. Die natürliche Bekämpfung können Sie mit einem Knoblauch- oder Schachtelhalmsud angehen. Fungizide können Sie auch hier einsetzen. Achten Sie zudem bei der Bepflanzung auf ausreichend Abstand, damit eine gute Belüftung gewährleistet werden kann.Falscher MehltauKraut- und Braunfäule ist wohl die bekannteste Krankheit bei Tomatenpflanzen, jedoch tritt sie auch bei Kartoffeln, Physalis oder Paprika auf. Dabei macht sich die Krankheit an den Früchten manchmal erst kurz vor der Ernte oder bei der Lagerung bemerkbar. Vom Sommer bis Herbst sieht man an betroffenen Tomatenpflanzen braune bis schwarze Flecken auf den Blättern, die sich meist schnell ausbreiten. Die Blätter und später die ganze Pflanze beginnen zu welken und an der Blattunterseite befindet sich ein Pilzbelag, der an Mehltau erinnert. Auch der Stängel bekommt schwarzbraune Flecken und die Früchte haben gelbliche Flecken, bis sie braun werden. Vorbeugung & Bekämpfung Damit Sie eine Ausbreitung verhindern, sollten Sie einerseits auf resistente Pflanzen setzen und vor allem bei Tomaten auf einen ausreichenden Abstand zu Frühkartoffeln achten. Auch die Fruchtfolge sollte hier wieder unbedingt beachtet werden. Pflegen Sie die Tomatenpflanzen, indem Sie bodennahe Blätter entfernen und bei dichtem Wuchs ein wenig ausdünnen. Die betroffenen Stellen sollten abgeschnitten und über den Bio-Müll entsorgt werden. Tomaten sind zudem besonders empfindlich hingehend nasser Blätter. Achten Sie daher darauf, dass Ihre Pflanzen an der Hauswand oder mit einem Foliengewächshaus geschützt sind oder pflanzen Sie die Tomaten an einem sonnigen Standort an, an dem Sie schnell wieder abtrocknen können. Für die Bekämpfung gibt es ebenfalls wieder spezielle Fungizide, jedoch ist Vorbeugung die beste Lösung, wie bei vielen anderen Krankheiten.Kraut- & BraunfäuleRostpilze zeigen sich meist an der Blattoberseite als kleine, auffällig gefärbte Pusteln in gelb oder rot. An der Unterseite finden Sie die deutlich hervorstehenden Sporenlager. Der Rostpilz befällt zwar überwiegend Blätter, die nach der Zeit absterben, es können jedoch auch die Triebe befallen werden. Zwar stirbt die Pflanze bei einem Befall nicht ab, jedoch ist sie sehr geschwächt und kann vor allem Richtung Winter schneller eingehen. Vorbeugung & Bekämpfung Auch hier können Sie die betroffenen Teile wieder abschneiden und über den Bio-Müll entsorgen. Damit Sie den Pilz vorbeugen, sollten Sie die Pflanzen immer gleichmäßig feucht und die Blätter trocken halten. Dabei ist bei freistehenden Pflanzen genügend Abstand zu anderen Pflanzen einzuhalten, damit die Luft gut zirkulieren und die nassen Stellen schnell wieder trocknen können. Wie bei anderen Pilzen haben sich auch hier wieder verschiedene Pflanzbrühen bewährt. Beispielsweise hilft eine Schachtelhalmbrühe, die regelmäßig auf die Stellen gesprüht wird. Alternativ können Sie auch auf Fungizide zurückgreifen, wobei sich vor allem Netzschwefel bewährt hat.RostpilzeZusammenfassend helfen Ihnen folgende Tipps sortenübergreifend bei der erfolgreichen Anzucht und Ernte: Resistente Sorten ansetzen Pflanzabstand für ausreichend Belüftung beachten Fruchtfolge beachten Mischkultur auch mit Kräutern und Blumen Nützlinge durch Artenvielfalt und Nistplätzen anlocken Hausmittel zur Vorbeugung von Krankheiten und zur Pflanzenstärkung Generell Pflanzen regelmäßig düngen für Wachstum und zur Stärkung Vermeiden Sie jedoch Überdüngung (nach Packungsbeilage anwenden) Auf eine effiziente Bewässerung achten (lieber einmal ordentlich gießen als oft aber zu wenig) Optimalerweise in der Früh gießen Bei der Bewässerung darauf achten, nicht die Blätter und Früchte zu wässern, sondern gezielt den Boden Boden belüften und verbessern mit Blumen im Beet während der Gartensaison Gründüngung auf leeren Beeten ausbringen (auch im Herbst für über den Winter)Allgemeine Tipps zur Vorbeugung von Schädlingen & KrankheitenPflanzenkrankheiten und Schädlinge im Gemüsegarten sind zwar ärgerlich, jedoch können Sie sie nie zu 100 % vermeiden, sondern nur versuchen sie mit einem ganzheitlichen Konzept aus Ihrem Garten fernzuhalten. Und wenn Sie einmal eine betroffene Stelle entdecken, dann hilft auch schnelles Handeln, um die Krankheit einzudämmen. Entdecken Sie dafür unser umfangreiches Sortiment an Pflanzenschutzmitteln.