Warum sterben Bienen aus?

Bienen haben eine weitaus größere und wichtige Rolle, als viele glauben. Sie liefern uns nicht nur gesunden Honig sondern sichern ebenso unsere große Vielfalt an Obst- und Gemüsesorten sowie Nüssen und Ölen. Denn Bienen bestäuben ca. 71 von 100 der Pflanzensorten, die über 90% der weltweiten Nahrungsmittelproduktion ausmachen. Einerseits steigert dies den Ertrag wie beispielsweise beim Kirschbaum um 77% als ohne Bestäubung, andererseits wird auch die Qualität der Früchte gesichert und Missbildungen vorgebeugt, was den Handelswert erhöht.

Bei anderen wirtschaftlich begehrten Kulturpflanzen wie Vanille oder Kakao besteht eine vollkommene Abhängigkeit von der Bienenbestäubung. Ohne die Bienen würden diese Pflanzen nicht wachsen und der Mensch müsste auf diese Lebensmittel verzichten. Der Bienenfleiß ergibt eine Wertschöpfung in unserer Wirtschaft von etwa 200 Millarden Euro pro Jahr!


Warum und seit wann sterben Bienen?

Bereits vor 20 Jahren begann das weltweite Sterben von Bienenvölker, welches von Imker und Naturschützer bemerkt wurde. Als im ersten Schritt nicht feststand, welchen Grund das Bienensterben hat, beobachteten Wissenschaftler folgende Faktoren:

1. Das Futterangebot geht zurück und die Lebensräume verschwinden

Bienen leben normalerweise in kleinen Lebensräumen, die nicht über eine sehr große Reichweite verfügen. Diese sogenannten Bienenweiden werden von großen Monokulturen in der Landwirtschaft vernichtet. Die einseitige Ernährung und die sinkenden Pflanzenarten im Biotop schwächen die Bienen und ihre Larven. Ebenfalls macht das niedrige Futterangebot die Bienen anfällig für Krankheiten.

2. Bienensterben durch Luftverschmutzung, Klimawandel und Schädlinge

Wie auch wir Menschen bereits bemerken, sinkt die Qualität der Luft in Stadtnähe immer weiter. Viele Tierarten sind aufgrund des Klimawandels vom Aussterben bedroht. Grund dafür ist der Temperaturanstieg der laut Studien aufgrund der vom Menschen verursachten Emissionen viel zu schnell voranschreitet. Die kontinuierliche Steigerung sowie die Luftverschmutzung erhöhen den Bedrohungsgrad stetig. Zusätzlich wird auch die Vermehrung eines aus Asien stammenden Schädlings, namens Varromilbe, vermehr in Österreich beobachtet. Die Bienen sind der 1,1mm langen Milbe schutzlos ausgeliefert. Wenn diese einen Bienenstock befallen, spricht man auch von der Varroose. 

3. Pflanzenschutzmitteln werden nicht richtig eingesetzt

Die Reduktion bzw. der komplette Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel ermöglichen eine bienenfreundliche Gartenarbeit. Moderne Pflanzenschutzmittel, deren Herstellung mit biologischen oder biotechnischen Mittel erfolgen, tagen zum Bienenschutz bei und verhindern das Sterben von weiteren Bienenstämmen.

Wie kann den Bienen geholfen werden?

Biene beim Sammeln von Honig

Der erste Schritt für einen nachhaltigen Bienenschutz ist die Gestaltung eines bienenfreundlichen Gartens. Eine abwechslungsreiche Auswahl an früh-, mittel- und spätblühende Pflanzen dient zur Versorgung der Bienen über das ganze Jahr. Dabei kann beispielsweise ein Mix aus Himbeere, Glockenblume und Steinklee eingesetzt werden. Doch auch Thymian, Christrose und Efeu sorgen für eine Abwechslung über das ganze Jahr. 

Weiterhin trägt der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel positiv zu einem bienenfreundlichen Garten bei. Wird beim Kauf auf ein bienenfreundliches Mittel geachtet, werden Bienenvölker durch den Einsatz im Garten nicht bedroht. Weiterhin können Sie heimische Imker unterstützen, indem Sie beim Kauf von Honig auf Regionalität achten.


Das Versprechen von BAUHAUS zur Erhaltung von Bienen

Auch BAUHAUS setzt sich für den Bienenschutz ein und versucht durch mehrere Richtlinien im Unternehmen, das Bienensterben zu verringern und die Bienen zu schützen.

1. Vertrieb von Pflanzenschutzmitteln, die nicht bienengefährlich sind

Den Bienenschutz fördert BAUHAUS durch das Sortiment an Pflanzenschutzmittel. Bei der Auswahl der Produkte wird darauf geachtet, dass die Produkte nach Prüfung durch das Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) als nicht bienengefährlich gelten. Erfolgt der Einsatz des Pflanzenschutzmittels in privaten Gärten und Häusern sachgerecht, werden grundsätzlich Bienen durch den Einsatz nicht gefährdet.

2. Verzicht auf Glyphosat bei BAUHAUS

Seit dem Jahr 2015 verzichten alle BAUHAUS Fachcentren auf den Verkauf von Unkrautmittel, die den Wirkstoff Glyphosat enthalten und nahm alle betroffenen Produkte aus dem Sortiment. Dabei setzte BAUHAUS frühzeitig ein Zeichen für Nachhaltigkeit.

3. Bereits bei der Pflanzenzucht keine bienengefährdenden Mittel

Auch die Pflanzen im BAUHAUS Stadtgarten verfügen nicht nur über eine hohe Qualität, sondern auch die Produktion vieler angebotenen Pflanzen ist zertifiziert. Der Großteil der Partnergärtnereien, mit denen BAUHAUS zusammenarbeitet, sind nach MPS oder Global G.A.P zertifiziert oder befinden sich derzeit im Zertifizierungsprozess.

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